Skyhub in Hamburg: Ein Leuchtturmprojekt stärkt den Standort

Airbus kommt schrittweise aus der Corona-Krise und plant den Hochlauf der Produktion. Das neue Zentrallager Skyhub in Hamburg ermöglicht nun einen deutlich effizienteren Betrieb und die flexible Erhöhung der Raten für die nach-pandemischen Zeiten. Mit diesem Leuchtturmprojekt wird der Standort Hamburg als globaler Hub der zivilen Luftfahrt gestärkt. Das verstärkt das übergeordnete Ziel: Das Flugzeug der Zukunft kommt aus Deutschland und Europa.

Die Corona-Krise hat die Luftfahrt stark getroffen und zahlreiche Produktionspläne auf den Kopf gestellt. Mit der schrittweise Wiederaufnahme des weltweiten Flugverkehrs steigen auch die Produktionsraten wieder an. Jetzt wurde in Hamburg ein neues Zentrallager für die Produktion eröffnet, um zukünftig flexibler reagieren zu können und die Produktion noch effizienter zu machen.

Skyhub ermöglicht Produktion aus einer Hand

Das neue Zentrallager für die Produktion bringt Airbus mehr Kontrolle über den gesamten Produktionsablauf bei der wichtigsten Produktgruppe, den Flugzeugmodellen der A320-Familie. So werden Logistik und Lieferkette noch besser verzahnt und von Airbus gesteuert. Das ist die Grundlage für den industriellen Hochlauf in der Produktion. Dies ist insbesondere für die Endmontage-Linien der Flugzeuge von entscheidender Bedeutung. Diese können jetzt aus dem Lager direkt bedient werden – und sogar die Endmontagewerke in Mobile im US-Bundesstaat Alabama und im nordchinesischen Tianjin beliefert werden. So werden die kompletten Bausätze für diese beiden Werke in Hamburg zusammengestellt und versandt.

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              Mit dem neuen Zentrallager für die Versorgung stärkt Airbus den Standort Hamburg. 

Höhere Wertschöpfung sichert Arbeitsplätze vor Ort

Airbus plant den Anstieg der monatlichen Produktionsraten auf 70 Flugzeuge pro Monat, nachdem die Rate im vergangenen Jahr Corona-bedingt auf 40 gesenkt wurde. Insbesondere der neue Single-Aisle-Langstreckenjet A312XLR spielt dabei eine wichtige Rolle und verspricht eine weitere Stärkung des Standortes. Der Anteil des Standortes Hamburg an der Gesamtproduktion von Zivilflugzeugen bei Airbus wird somit mittelfristig größer. Der geplante Hochlauf der Produktion wird also positive Effekte auf die Beschäftigung vor Ort haben. So trägt das neue Zentrallager zum Wachstum des Standortes Hamburg bei.

Klein- und Großteil direkt organisiert

Skyhub dient als Lager für zahlreiche Bauteile der Flugzeuge. So ermöglicht ein besonderer Aufzug den unkomplizierten Transport von Teppichrollen, eine Kleinteileschnecke dient als Förderband für eine Vielzahl von Einzelteilen und in einem Sicherheitsraum lagern Leuchtmittel für Notfälle. Die Fahrwerke liegen in Regalen und auf Hallenböden, und auch komplette Sätze von Flugzeugsitzen stehen dort bereit. Zulieferunternehmen können Mängel damit direkt erkennen und an Ort und Stelle beheben. Das erspart den Rück- und Wiederversand der Teile und macht den gesamten Ablauf effizienter.

Neues Zentrallager wird tragende Säule in der Flugzeugproduktion

Der Airbus-Standort Hamburg liefert nicht nur mehr als die Hälfte aller Flugzeuge der A320-Familie aus. Hamburg spielt auch bei der Weiterentwicklung und dem Programmmanagement der Produktfamilie eine Schlüsselrolle, die zukünftig weiter ausgebaut wird. Das Zentrallager ist somit ein wichtiger Baustein, um das Hamburger Portfolio zu erweitern. Dies stärkt den Standort Hamburg als einer von drei weltweiten Hubs der zivilen Luftfahrt – davon profitieren Beschäftigte und Region gleichermaßen.


Stand: Sept 2021

Automatisierung und Digitalisierung stärken den Standort Hamburg

Die Flugzeugproduktion wird automatisiert und digitalisiert. Dank eines neuen Projektes in Hamburg kommen jetzt neue Technologien zum Einsatz. Dabei übernehmen spezialisierte Roboter wichtige Aufgaben und arbeiten Hand in Hand mit der Belegschaft.

So wird die Herstellung von Flugzeugen noch effizienter, günstiger und sicherer. Davon profitiert der Standort Deutschland unmittelbar. Durch mögliche Spillover-Effekte der Technologie entstehen zudem Vorteile für die gesamte Industrie.

Das Flugzeug der Zukunft wird digital, und damit auch die Produktion. Denn Flugzeuge werden schon in naher Zukunft anders gebaut als heute. Bei der Entwicklung neuer Flugzeuge wird gleichzeitig die zukünftige Produktion betrachtet, was den gesamten Prozess von der Entwicklung bis zur Indienststellung des Flugzeuges beschleunigt.

Zum einen werden zahlreiche Arbeitsschritte digitalisiert, so unterstützen bereits heute so genannte digitale Zwillinge bei der Entwicklung und dem Testen von vielen Funktionen. Neben der beschriebenen gesteigerten Geschwindigkeit sorgt dies für einen erheblich geringeren Ressourcenverbrauch in der Entwicklung.

Zum anderen hilft der Einsatz von digitalen Technologien dabei, Prozesse genauer nachzuverfolgen und verstehen zu können. Die dabei erhobenen Daten ermöglichen eine bessere Vorhersage von Materialentwicklungen vor und während des Betriebs.

Das führt zu einer noch sicheren Luftfahrt.

Automatisierung macht die Herstellung günstiger, effizienter und sicherer

Zudem hilft die Automatisierung dabei, besonders schwere und komplexe Prozesse zu vereinfachen. Ein Beispiel dafür ist die modernste Rumpfstrukturmontagelinie von Airbus in Hamburg mit 20 Robotern. Autonome Roboter verbessern das Arbeitsumfeld der Beschäftigten substantiell, indem sie quasi Hand in Hand arbeiten. Das betrifft vor allem modulare Roboter, die Angestellte im Flugzeugbau ad-hoc unterstützen und intelligente Transportsysteme, die den Transport von Großbauteilen flexibler umsetzen. Das entlastet die Mitarbeitenden von besonders schweren Aufgaben und macht den Ablauf effizienter.  

Individuelle Fertigungen werden möglich

Diese Wandlungsfähigkeit ermöglicht die Herstellung individualisierter Flugzeuge in effizienter Serienproduktion. Solche maßgeschneiderten Flugzeuge mit noch Fluggesellschaften-spezifischerer Innenausstattung wären ein Quantensprung in der Luftfahrt und würden das Fliegen zu einem noch individuelleren Erlebnis machen.

Enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr-Universität

Die Technologieforschung der Bundeswehr ist neben der Forschungsarbeit im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg ein Partner von Airbus in der Umsetzung dieser Projekte. Gemeinsam finanziert, liefert Airbus die Daten aus der Flugzeugproduktion in Hamburg an die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr für deren Forschung. Dies ermöglicht es der Bundeswehr-Universität, die Airbus-Produktion in Hamburg virtuell nachzubauen. 

Der Standort Deutschland profitiert

Diese Digitalisierungs- und Automatisierungsschritte stärken Deutschland als einen der weltweit führenden Standorte für die zivile Luftfahrt. Dieser Wettbewerbsvorsprung sichert somit hoch qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort. Zudem helfen die Erkenntnisse der Projekte, die industrielle Herstellung insgesamt effizienter zu machen. Substantielle Spillover-Effekte auf andere Industriebereiche sind zu erwarten und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands insgesamt.

Stand: Aug 2021

Welten verbinden, Lieferketten aufrechterhalten - mit der A350F

Die Luftfracht hat in der Corona-Krise ihre Bedeutung für Menschen und Organisationen weltweit unter Beweis gestellt. Lieferketten konnten dank der Flugverbindungen weltweit aufrecht erhalten und die Versorgung mit wichtigen Gütern sichergestellt werden. Dies unterstreicht die Bedeutung der Luftfahrt als Lebensader Europas und der Welt. Mit der A350F kommt nun ein Game Changer für die Luftfracht auf den Markt.

Die Luftfracht hat bei der Bekämpfung der Pandemie eine Schlüsselrolle gespielt. Wichtige medizinische Güter, Masken und Material wurden in kürzester Zeit um den Globus transportiert und zahlreichen Ländern weltweit bei der Eindämmung der Pandemie geholfen. Zugleich ist der Online-Direktversand stark angestiegen, was zu einem beispiellosen Wachstum des Luftfracht-Marktes geführt hat.

Hochtechnologie Made in Germany verbindet Märkte und Menschen

Viele der weltweit im Einsatz befindlichen Flugzeuge wurden in Deutschland entwickelt, gebaut oder umgebaut: denn mit der A330F und der zukünftigen A350F sind hochspezialisierte Airbus-Flugzeuge tragende Säulen der internationalen Luftfracht und verbinden Menschen und Länder auch in Krisenzeiten.

Unangefochten im schnellen Transport

Die Luftfracht ist konkurrenzlos schnell und unkompliziert. Neben den von Anfang an als Frachtmaschinen konzipierten Flugzeugen, werden oftmals auch Passagiermaschinen als Frachter umgebaut, wie zum Beispiel die A321P2F.  Mit den Optionen A321P2F, A330-200F, A330P2F und A350F bietet Airbus ein flexibles Portfolio für die Luftfracht. Weltweit einzigartig sind zudem die Transportmaschinen BelugaST und BelugaXL für größeres Material und hochspezialisierte Frachtgüter, die nur innerhalb von Airbus beim Zwischenwerksverkehr zum Einsatz kommen.

Eine umgebaute A350F als Zukunftsmodell

Die gestiegene Nachfrage nach Luftfracht bietet großes Potential für die A350F. Die erste Auslieferung ist für 2025 geplant. Die A350F basiert auf der A350-1000 und wird eine Gesamtkapazität von mehr als 90 Tonnen transportieren können.

 

 

 

Die Corona-Krise hat die Bedeutung der Luftfracht unterstrichen: Jetzt kommt die A350F.

             Die Corona-Krise hat die Bedeutung der Luftfracht unterstrichen: Jetzt kommt die A350F.

Die Luftfracht gewinnt weiter an Bedeutung. Mit dem modernsten Langstreckenjet der Welt, der A350, hat Airbus dafür ein Modell im Angebot, dass Effizienz und Reichweite kombiniert und strenge Klimaauflagen erfüllt. So werden auch in der Luftfracht die Emissionen und Betriebskosten gesenkt, was sich für die Logistik und das Klima rechnet. Dem A350F gehört als Frachtflugzeug die Zukunft.

Stand: Aug 2021

Jetzt kommt die A321XLR: Ein Meilenstein der Luftfahrt

Die neue Airbus A321XLR wird die Luftfahrt grundlegend verändern. Denn das neue Airbus-Modell fliegt erheblich weiter als alle bisherigen Flugzeuge mit einem Mittelgang und ist dabei noch einmal deutlich effizienter. Diese Kombination macht sie für Fluggesellschaften doppelt attraktiv. Bei der Entwicklung und Produktion des Bestsellers spielen deutsche Standorte eine zentrale Rolle.

Das Single-Aisle-Langstreckenflugzeug der Zukunft, die A321XLR, nimmt konkrete Form an. In Saint-Nazaire wird aktuell der Vorderrumpf zusammengebaut, während in Hamburg-Finkenwerder die Strukturmontage der mittleren und hinteren Rumpfsektionen stattfindet. So sichert das neueste Modell der erfolgreichen A320-Familie Tausende Arbeitsplätze in Deutschland. Bis 2023 ist die Indienststellung des Flugzeugs geplant.

Noch größere Reichweite dank neuer Tank-Technologie

Die A321XLR fliegt weiter als alle ihre Vorgängermodelle. Die Reichweitenkönigin kann dank innovativer Tank-Technologien bis zu 8.700 Kilometer weit fliegen und übertrifft dabei ihre Vorgängerin noch einmal um 15%. Damit werden Nonstop-Verbindungen wie Rom-New York, London-Delhi oder Sydney-Tokio in einer Single-Aisle möglich. Der Grund dafür findet sich im neuen Tanksystem: Der fest installierte Tank hinter dem Hauptfahrwerk nutzt die bestehende Struktur und den gesamten Rumpfquerschnitt des Frachtraums maximal aus. Dies bietet ein erheblich gesteigertes Tankvolumen.

Modernisierung ist der beste Klimaschutz

Die A321 reduziert den Kraftstoffverbrauch pro Passagierkilometer erheblich. Verglichen mit Vorgänger-Generationen senkt sich der Verbrauch damit um bis zu 20%. Die Nutzung der A321 rentiert sich somit für Fluggesellschaften mehrfach: Die erhöhte Reichweite eröffnet neue Möglichkeiten während Emissionen und Betriebskosten substantiell sinken. Gleichzeitig ist die A321XLR mit ihrer geringeren Sitzanzahl im Vergleich zu herkömmlichen Langstreckenflugzeugen flexibler einsetzbar z.B. auch auf weniger frequentierten Strecken. Die baldige Indienststellung ist somit ein wichtiger Schritt hin zu mehr Klimaschutz in der Luftfahrt.

 

 

Die Airbus A321XLR verändert das Fliegen auf der Langstrecke.

Die Airbus A321XLR verändert das Fliegen auf der Langstrecke.

Airspace-Kabine sorgt für einen komfortablen Flug

Die A321XLR stellt zudem einen komfortablen Flug sicher. So lassen sich in der gegenwärtigen Konfiguration für Langstreckenflüge mit zwei Klassenbestuhlung in der Kabine maximal fünf Toiletten installieren. Die Frisch- und Brauchwassertanks werden vergrößert und die Kälte- und Lärmisolierung verbessert. Mit einer LED-Beleuchtung und Designelementen an der Decke wird ein freundliches und offenes Ambiente erzeugt. Auch Tageszeiten lassen sich hier simulieren, was den Biorhythmus auf Langstrecken unterstützt. Zudem bieten die Gepäckfächer 60% mehr Stauraum. Das macht den Flug insgesamt angenehmer und ermöglicht eine stressfreie Reise.

Insgesamt stellt die A321XLR einen Meilenstein für die Luftfahrt dar. Erstmals fliegt eine Single-Aisle regelmäßig auf der Langstrecke und ermöglicht so einen Quantensprung in der Effizienz. Das ist eine Win-Win-Situation für Fluggesellschaften und das Klima. 

Stand: Juli 2021

Bundestagswahl: Wird Deutschland zum Hub für klimaneutrales Fliegen?

2021 steht die Luftfahrt an der Schwelle zum klimaneutralen Fliegen. Nachdem Airbus seine Konzepte für das erste klimaneutrale Flugzeug im vergangenen Jahr vorgestellt hat, kommt es jetzt darauf an, die politischen Weichen zu stellen. Denn nur gemeinsam können Industrie, Politik, Forschung und Gesellschaft sicherstellen, dass das klimaneutrale Flugzeug der Zukunft aus Deutschland und Europa kommt. Ein potentielles Mega-Thema - für das Wahljahr 2021 - und darüber hinaus.

Deutschland und Europa haben die große Chance, beim klimaneutralen Fliegen weltweiter Technologieführer zu werden. Schon heute hat die Luftfahrtindustrie in Deutschland einen wesentlichen Anteil an der weltweiten Flugzeugproduktion: Jedes neue hergestellte Flugzeug enthält Bauteile ‚Made in Germany‘ und jedes sechste Flugzeug wird in Deutschland ausgeliefert. Auf dem Kontinent finden sich alle Voraussetzungen, damit das Flugzeug der Zukunft auch aus Deutschland und Europa kommt. Und schon heute ist klar: Es wird digital und klimaneutral.

Führt oder folgt Deutschland beim klimaneutralen Fliegen?

Weltweit investieren Nationen, die in Hochtechnologien führend sein wollen, in die Luft- und Raumfahrtindustrie, allen voran die USA und China. Diese Branche steht wie keine andere für Innovation und Hightech. Auf dem Weltmarkt sind und werden nur die Unternehmen erfolgreich sein, die Technologien anbieten, welche das Fliegen sauberer, leiser und komfortabler machen.

Die deutsche Industriepolitik und Technologieförderung muss daher verstärkt darauf ausgerichtet werden, Deutschland und Europa im weltweiten Wettbewerb an der Spitze zu halten und gleichzeitig seine nationale Souveränität zu bewahren. Konkret bedeutet das, die Luftfahrtforschung mit dem Schwerpunkt „klimaneutrales Fliegen“ zu stärken und ein Technologie-Demonstratoren-Programm - WTO- und EU-beihilferechtskonform - zu organisieren und zu finanzieren. 

First Flight of a BelugaST in Broughton with SAF

Die Politik muss jetzt die richtigen Weichen, damit das Flugzeug der Zukunft aus Deutschland und Europa kommt. 

Nachhaltig fliegen dank alternativer Flugkraftstoffe

Kurz- und mittelfristig sowie auf der Langstrecke haben nachhaltige Flugkraftstoffe das vielversprechendste Potential, Emissionen unmittelbar zu senken. Dabei gibt es kein Allheilmittel, sondern die gesamte Breite an nachhaltigen Rohstoffen und Technologien muss zur Nutzung herangezogen werden. Ökologisch besonders vielversprechend ist die Power-to-Liquid Route (PtL) und mit der PtL-Roadmap ist der Weg zur Umsetzung vorgezeichnet. Diese Roadmap muss nun zügig umgesetzt werden, um nachhaltiges Kerosin in großem Umfang verfügbar zu machen und die Kosten zu senken. Bereits heute kann ein modernes Flugzeug der Airbus-Flotte mit 50 Prozent nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden. Zukünftig werden es 100 Prozent sein. Wettbewerbsfähige, alternative Flugkraftstoffe reduzieren unmittelbar die Emissionen der Luftfahrt und tragen maßgeblich zum klimaneutralen Fliegen bei.

Modernisierung ist der beste Klimaschutz

Die neuesten Flugzeugmodelle sind bis zu 25% effizienter und klimafreundlicher als ihre Vorgängermodelle. Die beschleunigte Erneuerung der Flugzeugflotten trägt somit erheblich zur Senkung von Emissionen bei. Daher muss die im Konjunkturpaket verankerte ‚Innovationsprämie Luftfahrt‘ nun zügig verfügbar gemacht werden. 

Jetzt gilt es, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Gerade für den Wohlstand einer Exportnation wie Deutschland ist die Luftfahrt von entscheidender Bedeutung. Daher ist es von zentraler Bedeutung, die Luftfahrt in die Klimaneutralität zu begleiten. Deutschland und Europa haben beste Voraussetzungen, zu einem Hub des klimaneutralen Fliegens werden. Damit die Energiewende am Himmel gelingt und Deutschland Weltmarktführer bleibt, ist jetzt politisches Handeln gefragt. Vorhaben und Angebote hin zu einer emissionsarmen Luftfahrt und der gezielte Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft sollten im Zentrum einer Innovations- und Förderstrategie stehen. Speziell für Wasserstoff als direkten Energieträger muss nicht nur die Produktion, sondern ein ganzes Ökosystem mit Versorgung, Logistik und Infrastruktur gesichert werden. Bis dahin geht es darum, alte, nicht effiziente Maschinen auszumustern und die Bestandsflotte zunehmend mit nachhaltigem Kerosin zu betanken. Das macht schnell einen großen Unterschied und wird die Emissionen weiter reduzieren.

Stand: Juli 2021

Corona-Krise: Airbus startet zahlreiche Initiativen

Die Corona-Pandemie ist die schwerste Krise seit Jahrzehnten. Airbus hat in kürzester Zeit zahlreiche Initiativen gestartet, um Menschen zu helfen. Gleichzeitig verbinden Raumfahrttechnologien Menschen weltweit. Die Nutzer der Produkte von Airbus setzen modernstes Fluggerät ein, das täglich Leben in Notsituationen rettet.

Wichtiger Nachschub für Europa

Schutzmasken sind aktuell wichtiger denn je. Der Versorgung Europas kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Airbus initiierte Luftbrücken und setzte kürzlich eine A330MRTT und eine A330-800 ein, um mehrere Millionen dringend benötigter Gesichtsmasken von China zu transportieren und sie an Krankenhäuser und öffentliche Versorgungseinrichtungen in Europa zu spenden.

Eine A400M unterstützte hier bei der Verteilung aus den verschiedenen Standorten innerhalb Europas an die Empfänger. Das Transportflugzeug BelugaST transportierte die ersten Masken für die Bundesregierung nach Hamburg. 

Weiterhin wurden mittels einer A350-1000 einige Millionen Masken über die Airbus-Luftbrücke von China nach Deutschland und weiter nach Frankreich transportiert, um sie an die Regierungen der Airbus-Heimatländer Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland zu übergeben und die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 in ganz Europa zu unterstützen. 

Über den Transport von kritischen medizinischen Gütern hinaus produziert Airbus nun auch selbst Ventilatoren und Sichtschutzvorrichtungen aus dem 3D-Drucker. 

Luftbrücke zwischen europäischen Ländern

Die Krankenhäuser in Norditalien befinden sich in einer dramatischen Notlage. Die Kapazitäten sind ausgelastet und viele Patienten bedürfen einer dringenden Behandlung.

Die Bundeswehr setzt daher die Airbus A310 MedEvac ein. In dieser fliegenden Intensivstation können bis zu 44 Schwererkrankte transportiert werden. Diese Mission wird jetzt durch eine A400M verstärkt. Bereits in der vergangenen Woche hat die Bundeswehr eine A400M zur Evakuierung von Patienten aus Frankreich genutzt.

Zudem setzen Airbus-Nutzer den A400M ein, um Kranke zu transportieren.

Das Militärflugzeug dient außerdem der türkischen Luftwaffe, um medizinisches Material an Spanien und Italien zu liefern. So können zeitkritische medizinische Gerätschaften wie Masken, Overalls und antibakterielle Flüssigkeiten in Kürze geliefert werden.

Hilfe aus der Luft

Die französische Armee setzte NH90 Hubschrauber ein, um 10 an COVID-19 erkrankte Patienten aus der Region Grand-Est in weniger betroffene Gebiete in Frankreich, Deutschland und der Schweiz auszufliegen.

Rettungshubschrauber wie der H145, der H125 und der H130 sind unter anderem mit Ventilatoren ausgestattet, um Patienten sofort in der Luft zu behandeln. Wenn jede Minute zählt, sind Hubschrauber die beste Chance des Patienten.

So wurde eine Corona-Patientin am Wochenende an Bord eines H145 der ADAC-Luftrettung künstlich beatmet und in ein Spezialkrankenhaus geflogen.

Satellit zeigt Umweltveränderung

Die Restriktionen des öffentlichen Lebens in weiten Teilen Europas verändern die Umwelt. So zeigen neue Bilder des Copernicus-Satelliten Sentinel-5P einen starken Rückgang der Stickstoffdioxid-Konzentrationen über mehreren Großstädten in Europa.

Der Umweltbeobachtungssatellit zeigt deutliche Veränderungen in Paris, Madrid und Rom auf, wie ein Vergleich mit vorherigen Daten zeigt (Link zu Bildern der ESA).

Die Krise trifft auch die Luft- und Raumfahrtindustrie hart. Trotzdem wird Airbus weiterhin seine Expertise und Kapazitäten einbringen, damit wir die Pandemie gemeinsam überwinden können. 

Stand: April 2020

Entladung des A330MRTT in Getafe, Spanien.

                                                     Entladung des A330MRTT in Getafe, Spanien.

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                                                   Beladung des A400M in Getafe, Spanien.

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                                                      Entladung des Frachtflugzeuges BelugaST.

Airbus erweitert Hamburger Hightech-Kabinenzentrum

Airbus baut das ‚Airspace Customer Definition Centre‘ (CDC) am Standort in Hamburg auch für die A320 und A330 aus. Diese Investitionen stärken den Standort Hamburg und sichern Arbeitsplätze vor Ort.

Hamburg ist einer der drei größten Standorte weltweit für die zivile Luftfahrt. Jedes sechste Flugzeug, das weltweit ausgeliefert wird, kommt von der Elbe. Der Standort ist das Herz des A320-Programms und eines der wichtigsten Auslieferungszentren für die A320-Familie weltweit. Jetzt wurde der Standort weiter gestärkt.

Kabine gewinnt an Bedeutung

Das ‚Airspace Customer Definition Centre‘ (CDC) ist eine strategische Investition in den Wachstumsmarkt Flugzeugkabine. So sind beispielweise durch die Langstreckenfähigkeit der A320-Familie und die Weiterentwicklung der A330neo die Kabinen dieser Flugzeugfamilien spezifischer geworden und bieten wesentlich mehr Anpassungsmöglichkeiten. Diesem Trend trägt dieser innovative Schauraum Rechnung, indem er Kunden individuelle Design- und Kabineninspirationen als realistische virtuelle Gestaltungswelten vorstellt. Seit der Eröffnung im Jahr 2014 wurde das CDC für A350-XWB-Kunden genutzt. Ab sofort steht das bewährte Konzept einer schnelleren, einfacheren und hochmodernen Kabinengestaltung den Betreibern aller drei Flugzeugfamilien zur Verfügung: der A350, der A330 und der A320.

Die Kabine der Zukunft kommt aus Hamburg

Mit den Investitionen in das CDC unterstreicht Airbus die Bedeutung des Standortes für den weltweiten Flugzeugbau. Dies sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze in Hamburg und Deutschland und sichert die nationale Wettbewerbsfähigkeit in einer strategischen Zukunftsbranche.

Stand: Juni 2019

 

 

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       Dank der Erweiterung des Hightech-Kabinenzentrums in Hamburg wird der Standort gestärkt.

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