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28 July 2011
Company

Starker Impuls im zivilen Geschäft: EADS veröffentlicht Halbjahresergebnisse 2011

Leiden

• Auftragseingang steigt um 89 Prozent auf € 58,1 Mrd.
• Schlüsselerfolg: American Airlines setzt auf die Flugzeugfamilien A320 und A320neo
• Umsatzsteigerung um 8 Prozent auf € 21,9 Mrd.
• EBIT* vor Einmaleffekten: € 720 Mio.
• Free Cash Flow vor der Übernahme von Vector Aerospace bei rund € 250 Mio.
• Konzernergebnis: € 109 Mio.
 

Die soliden Ergebnisse von EADS (Börsenkürzel: EAD) für das erste Halbjahr 2011 sind von dem anhaltend sehr dynamischen Umfeld im zivilen Geschäft geprägt. In den ersten sechs Monaten 2011 belief sich der Auftragseingang(4) von EADS auf € 58,1 Mrd. Der Auftragsbestand von mehr als € 453 Mrd. stellt weiterhin eine feste Basis für künftige Auslieferungen dar. EADS erwirtschaftete einen Umsatz von € 21,9 Mrd.
Das EBIT* vor Einmaleffekten von rund € 720 Mio. profitierte von den guten Ergebnissen, insbesondere bei Airbus Commercial. Das berichtete EBIT* lag bei € 563 Mio. Die Nettoliquidität belief sich auf € 11,0 Mrd. Die Entwicklung der großen Programme, angespannte Budgets auf den institutionellen Märkten, im Hubschrauber- und Verteidigungssektor, sowie die Währungs-volatilität bleiben im Blickfeld.

„Unsere Ergebnisse im ersten Halbjahr 2011 spiegeln die starke Nachfrage im zivilen Luftfahrtgeschäft wider. Die Bestellungen auf der Paris Air Show erreichten für EADS Rekordniveau; dies war vor allem der A320neo zu verdanken. Der historische Auftrag von American Airlines setzte jüngst diese bemerkenswerte Erfolgsgeschichte fort, womit der starke Impuls im Zivilgeschäft über Le Bourget hinaus anhält. Zugleich haben wir unser Dienstleistungs-Portfolio und unsere internationale Präsenz ausgebaut: Die Übernahme von Vector Aerospace ist abgeschlossen, und wir haben ein Übernahmeangebot für Satair A/S in Dänemark vorgelegt“, erklärte EADS-CEO Louis Gallois. „Größte Aufmerksamkeit widmet das Management eindeutig unseren großen Programmen, insbesondere der A350 XWB.“

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erhöhte sich der Umsatz von EADS um 8 Prozent auf € 21,9 Mrd. (H1 2010: € 20,3 Mrd.). Das Wachstum geht vor allem auf Volumen-Effekte bei Airbus Commercial und Astrium zurück. Die Auslieferungen blieben auf hohem Niveau mit 258 Flugzeugen bei Airbus Commercial, 205 Hubschraubern bei Eurocopter und dem 44. erfolgreichen Start einer Ariane-5-Rakete in Folge. Im A400M-Programm verzeichnete Airbus Military im ersten Halbjahr einen Umsatz von € 412 Mio.

Das EBIT* vor Einmaleffekten (bereinigtes EBIT*) – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – betrug rund € 720 Mio. für EADS (H1 2010: rund € 640 Mio.) sowie rund
€ 310 Mio. für Airbus (H1 2010: rund € 260 Mio.). Es profitierte von guten Ergebnissen in den Airbus-Serienprogrammen und bei Eurocopter. Der Einfluss des A380-Programms ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das berichtete EBIT* von EADS betrug € 563 Mio. (H1 2010: € 406 Mio.).

Das Konzernergebnis belief sich auf € 109 Mio. (H1 2010: € 185 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 0,13 (Gewinn je Aktie H1 2010: € 0,23). Die positive EBIT*-Entwicklung wirkte vorteilhaft, während sich die Bewertung von Fremdwährungsbeständen nachteilig auswirkte. Das Finanz-ergebnis belief sich auf € -366 Mio. (H1 2010: € -109 Mio.). Das Zinsergebnis verbesserte sich auf € -97 Mio. (H1 2010: € -114 Mio.) dank eines durchschnittlich höheren Zahlungsmittelsbestands. Das Übrige Finanz-ergebnis hingegen sank deutlich auf € -269 Mio. (H1 2010: € 5 Mio.). Hauptursache hierfür war der negative Effekt aus der Neubewertung der EADS-Cash-Bestände in US-Dollar und britischen Pfund aufgrund des gegenüber Dezember 2010 verschlechterten Stichtagskurses Ende Juni 2011. Auf der anderen Seite hatte die Bewertung der Kurssicherungs-geschäfte einen positiven Einfluss von € 2,3 Mrd. auf das Eigenkapital von EADS.

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen auf € 1,409 Mrd. (H1 2010: € 1,301 Mrd.). Dies ist insbesondere auf die Entwicklung der A350 XWB bei Airbus zurückzuführen.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen verbesserte sich auf € -286 Mio. (H1 2010: € -470 Mio.) – dank einer besseren operativen Leistung trotz ungünstiger Phaseneffekte bei Eurocopter und Cassidian. Die Verbesserung ist auf das Netto-Umlaufvermögen zurückzuführen. Höhere Kundenanzahlungen – vor allem bei Airbus – sowie das verbesserte Management des Netto-Umlaufvermögens wurden durch den Bestandsaufbau – vor allem bei Airbus und Astrium – teilweise aufgezehrt. Die Investitionen bewegten sich auf Vorjahresniveau. Dank der anhaltend hohen Nachfrage seitens der Flugzeug-Leasing-Unternehmen und des Bankensektors leistete die Kundenfinanzierung im ersten Halbjahr einen positiven Beitrag von rund
€ 100 Mio. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen belief sich auf € -184 Mio. (H1 2010: € -737 Mio.). Bereinigt um die Übernahme von Vector Aerospace ist der Free Cash Flow positiv bei rund € 250 Mio.

Die Nettoliquidität von EADS in Höhe von € 11,0 Mrd. (Jahresende 2010: € 11,9 Mrd.) bildet weiterhin ein solides Fundament für die operativen Anforderungen und das künftige Wachstum des Konzerns. Sie spiegelt einen Beitrag von € 300 Mio. zum Pensionsplanvermögen sowie den Barerwerb der Dornier/DADC-Minderheitsanteile von der Daimler AG wider.

Der Auftragseingang(4) des Konzerns in Höhe von € 58,1 Mrd. (H1 2010: € 30,8 Mrd.) profitierte in erster Linie von einem Umfeld weiterhin starken Passagierverkehrs sowie der Stärke des weiterentwickelten Produktportfolios von EADS. Der Auftragsbestand(4) von EADS lag Ende Juni 2011 bei
€ 453,8 Mrd. (Jahresende 2010: € 448,5 Mrd.) – eine solide Grundlage für künftiges Wachstum. Negative Effekte aufgrund einer Neubewertung infolge der Verschlechterung des US-Dollar-Stichtagskurses seit Ende 2010 führte zu einer Verringerung des Auftragsbestands von Airbus Commercial um rund
€ 28 Mrd. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf € 55,6 Mrd. (Jahresende 2010: € 58,3 Mrd.).

Ende Juni 2011 beschäftigte EADS 123.975 Mitarbeiter (Jahresende 2010: 121.691).
 

Ausblick

Basierend auf einem angenommenen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 als Jahresend-Stichtagskurs bestätigt EADS den Ausblick für 2011 beziehungs-weise verbessert die Prognose für einige Größen. Für das Jahr 2011 geht Airbus von 520 bis 530 Zivilflugzeug-Auslieferungen aus. Dank der anhaltenden Dynamik im Zivilgeschäft rechnet Airbus nun mit mehr als 1,000 Brutto-Bestellungen. Der Umsatz von EADS dürfte 2011 über dem Wert von 2010 liegen.

EADS erwartet für 2011 weiterhin ein EBIT* vor Einmaleffekten, das sich auf dem Niveau von 2010 in Höhe von rund € 1,3 Mrd. bewegt. Bei Airbus wird das EBIT* vor Einmaleffekten im zweiten Halbjahr klar positiv ausfallen, aber niedriger sein als in den ersten sechs Monaten – aufgrund höherer Aufwendungen für Forschung & Entwicklung und eines weniger vorteilhaften Mix.

Die künftige Entwicklung des berichteten EBIT* sowie des Ergebnisses je Aktie von EADS wird davon abhängen, wie der Konzern die Programme A400M, A380 und A350 XWB gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden managen kann.

Zudem unterliegen das berichtete EBIT* und das Ergebnis je Aktie Wechselkursschwankungen. Für einen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 geht EADS davon aus, dass der Gewinn je Aktie 2011 das Vorjahresniveau von € 0,68 übersteigt; für einen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,45 wird er eventuell unter dem Vorjahresniveau liegen.

EADS hebt die Prognose für den Free Cash Flow an. Es wird nun ein Free Cash Flow von rund € 1 Mrd. vor Übernahmeinvestitionen erwartet.

Dank höherer Volumina, besserer Preise und Optimierungen im A380-Programm bei Airbus rechnet der Konzern für 2012 mit einer erheblichen Verbesserung des EBIT* vor Einmaleffekten.

EADS-Divisionen: Starker Impuls im zivilen Geschäft, langsame Erholung auf dem Hubschraubermarkt, übliche saisonale Schwankungen im institutionellen Geschäft

Der Gesamtumsatz von Airbus legte gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf € 15,312 Mrd. (H1 2010: € 13,853 Mrd.) zu. Das konsolidierte Airbus-EBIT* stieg auf € 202 Mio. (H1 2010: € 104 Mio.).

Der Umsatz von Airbus Commercial belief sich auf € 14,464 Mrd. (H1 2010: € 12,965 Mrd.). Inklusive zehn A380 wurden insgesamt 258 Zivilflugzeuge ausgeliefert (H1 2010: 250 Flugzeuge, davon fünf „Single-Aisle“-Flugzeuge ohne Umsatzrealisierung). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich vorteilhafte Volumen- und Preis-Effekte positiv auf den Umsatz von Airbus Commercial aus. Das berichtete EBIT* von Airbus Commercial sank auf € 223 Mio. (H1 2010: € 241 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr profitierte das EBIT* vor Einmaleffekten von Airbus Commercial in Höhe von rund € 330 Mio. (H1 2010: rund € 270 Mio.) sowohl von günstigen Volumen-Effekten als auch von Netto-Preissteigerungen nach Eskalation. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr wurde teilweise durch eine Verschlechterung des Hedging-Kurses um rund € 160 Mio. sowie durch höhere F&E-Aufwendungen, vor allem für die A350 XWB, reduziert.

Der Umsatz von Airbus Military stieg um 10 Prozent auf € 1,112 Mrd. (H1 2010: € 1,007 Mrd.). Er profitierte von einer höheren Umsatzrealisierung im A400M-Programm in diesem Jahr. Das EBIT* von Airbus Military verbesserte sich auf € 3 Mio. (H1 2010: € -161 Mio.); in der ersten Jahreshälfte 2010 war das Ergebnis belastet worden durch ungünstige Wechselkurseffekte im Zusammenhang mit der Neubewertung von Drohverlust-Rückstellungen im A400M-Programm sowie einer Unterdeckung der Fixkosten. Bis Ende Juni 2011 verbuchte Airbus Commercial 777 Brutto-Bestellungen. Im selben Zeitraum wurden 137 Bestellungen storniert, so dass netto Aufträge über 640 Flugzeuge eingingen. Im Rahmen der Paris Air Show 2011 erzielte Airbus mit Bestellungen und Kaufzusagen für 730 Zivilflugzeuge einen neuen Rekord; davon gingen allein 667 Bestellungen für die A320neo (new engine option) ein. Mit mehr als 1.000 Bestellungen seit dem Programmstart im Dezember 2010 ist die A320neo somit das sich am schnellsten verkaufende Passagierflugzeug der Geschichte. Seitdem hat sich darüber hinaus auch American Airlines bei ihrem jüngsten Rekordauftrag für die A320 und die A320neo entschieden.

Airbus macht im A350-XWB-Programm Fortschritte. Die Fertigung und Vormontage der A350-900 ist im vollen Gange. Die Indienststellung ist weiterhin für Ende 2013 vorgesehen, was unverändert einen anspruchsvollen Zeitplan darstellt.


Der Kundennachfrage entsprechend entwickeln Airbus und Rolls-Royce nun gemeinsam eine leistungsstärkere A350-1000 mit schubstärkeren Trent-XWB-Triebwerken. Die Indienststellung ist für Mitte 2017 geplant. Da eine zunehmende Anzahl von A350-800-Kunden auf die größere A350-900 umsteigt, wird die Indienststellung der A350-800 auf Mitte 2016 verlegt; dies erlaubt entsprechend der Marktnachfrage einen klaren Fokus auf die beiden größeren Flugzeugversionen.

In der ersten Jahreshälfte lieferte Airbus Military fünf leichte und mittelschwere Flugzeuge aus; zudem erhielt die Royal Australian Air Force ihre ersten beiden A330 MRTT (Multi-Role Tanker Transport). Im A400M-Programm werden die Flugtests fortgesetzt; bis Ende Juni hatte das Militärtransportflugzeug bereits über 1.800 Flugstunden absolviert. Die jüngsten Triebwerks-Vorfälle werden untersucht.

Zum 30. Juni 2011 verzeichnete Airbus einen konsolidierten Auftragsbestand von € 407,1 Mrd. (Jahresende 2010: € 400,4 Mrd.). Davon entfielen € 386,1 Mrd. (Jahresende 2010: € 378,9 Mrd.) auf Airbus Commercial; dies entspricht einer Stückzahl von 3.934 Flugzeugen (Jahresende 2010: 3.552 Maschinen) beziehungsweise einer Produktionsauslastung von rund sieben Jahren. Negative Effekte aufgrund einer Neubewertung infolge der Verschlechterung des US-Dollar-Stichtagskurses seit Ende 2010 führten zu einer Verringerung des Auftragsbestands um rund € 28 Mrd. Airbus Military erhielt eine Neubestellung für eine CN235. Damit erhöhte sich der Auftragsbestand von Airbus Military auf 235 Flugzeuge und blieb mit
€ 22,1 Mrd. (Jahresende 2010: € 22,8 Mrd.) in etwa stabil.

Eurocopter erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von € 2,171 Mrd. (H1 2010: € 2,109 Mrd.) und lieferte insgesamt 205 Hubschrauber (H1 2010: 249 Hubschrauber) aus. Das EBIT* der Division stieg um 32 Prozent auf € 94 Mio. (H1 2010: € 71 Mio.). Der Anstieg von Umsatz und EBIT* geht auf einen günstigen Mix bei den Auslieferungen ziviler Hubschrauber und Support-Aktivitäten zurück.

Aufgrund einer Gesamtkostenrevision (Cost at Completion Review) im NH90-Programm wurde im zweiten Quartal eine Nettoaufwendung in Höhe von € 60 Mio. (Q2 2010: € 70 Mio.) verbucht, die auch Belastungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm SHAPE beinhaltete.

Beim Ausbau seiner globalen Präsenz hat Eurocopter im zweiten Quartal zwei wichtige Meilensteine erreicht: Am 30. Juni wurde der Kauf der kanadischen Vector Aerospace Corporation für rund € 460 Mio. abgeschlossen. Im Einklang mit den Zielen der EADS-Unternehmens-strategie Vision 2020 stärkt Eurocopter mit dieser Übernahme sein Support- und Services-Angebot für den Zivil- und Regierungsmarkt und baut zudem die Präsenz des Konzerns in Nordamerika und Großbritannien aus. Darüber hinaus unterzeichnete Eurocopter mit Kasachstan ein Kooperations- und Vertriebsabkommen, das den industriellen und wirtschaftlichen Rahmen für eine Montage und kundenspezifische Ausstattung von Hubschraubern des Typs EC145 absteckt.

Im zweiten Quartal wurde ein Auftrag zur Nachrüstung von zwölf taktischen Transporthubschraubern des Typs NH90 TTH der Bundeswehr unter-zeichnet, der eine schnelle Umrüstbarkeit zum intensivmedizinischen Transport vorsieht. Darüber hinaus wurde die Marineversion des NH90 erstmals an Italien ausgeliefert, womit das Land zum dritten Betreiber des NFH (NATO Frigate Helicopter) wird.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 verbesserte sich der Auftragseingang netto auf 192 Hubschrauber – im Vergleich zu 140 Nettobestellungen im Vorjahr. Die Märkte für leichte Hubschrauber sowie in den USA erholen sich. Der Auftragsbestand von Eurocopter ging leicht zurück auf € 14,1 Mrd. (Jahresende 2010: € 14,6 Mrd.) beziehungsweise 1.109 Hubschrauber (Jahresende 2010: 1.122 Helikopter).

Astrium steigerte seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten 2011 um 11 Prozent auf € 2,347 Mrd. (H1 2010: € 2,110 Mrd.), dank verstärkter Aktivitäten bei Trägerraketen und Satelliten und trotz eines niedrigeren Volumens bei Dienstleistungen. Das EBIT* verringerte sich leicht auf € 103 Mio. (H1 2010: € 106 Mio.), da der Volumen- und Produktivitätsanstieg bei Trägerraketen und Satelliten durch die geringere Aktivität im Dienstleistungsgeschäft mehr als kompensiert wurde.

Im zweiten Quartal absolvierte die Trägerrakete Ariane 5 ihren 44. erfolgreichen Start in Folge und brachte dabei erstmals mehr als zehn Tonnen Nutzlast in den geostationären Orbit. Um die Effizienz zu erhöhen, treibt Astrium sein Transformationsprogramm AGILE weiter voran. Durch die Umsetzung des AGILE-Programms werden im zweiten Halbjahr Einmal-kosten sowie höhere Aufwendungen für Forschung & Entwicklung anfallen. Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr bei € 1,7 Mrd. (H1 2010: € 2,7 Mrd.), einschließlich eines Auftrags über einen Telekommunikations-satelliten für den malaysischen Betreiber MEASAT im zweiten Quartal. Im Bereich Erdbeobachtung erhielt Astrium den Zuschlag als Haupt-auftragnehmer für den optischen Satelliten Sentinel 4, der im Rahmen des GMES-Programms Messdaten zur Überwachung der Atmosphäre übermitteln soll. Darüber hinaus wurde Astrium die Hauptauftragnehmerschaft für das voll einsatzfähige Bodenkontrollsegment (Ground Control Segment – GCS) für den Betrieb des europäischen Satellitennavigations-systems Galileo zugesprochen. Ende Juni 2011 belief sich der Auftrags-bestand von Astrium auf € 15,0 Mrd. (Jahresende 2010:
€ 15,8 Mrd.).

Cassidian verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatz von € 2,133 Mrd. (H1 2010: € 2,183 Mrd.); das EBIT* sank auf € 89 Mio. (H1 2010: € 110 Mio.). Die Veränderung des Geschäftsumfelds zeigt erste Auswirkungen auf Cassidian. Umsatz und EBIT* im ersten Halbjahr spiegeln einen veränderten Geschäfts-Mix wider. Die Entwicklung beider Größen entspricht den Erwartungen. Die F&E-Aufwendungen konzentrieren sich hauptsächlich auf unbemannte Flugsysteme (Unmanned Aerial Systems – UAS) sowie den Bereich „Secure Communications“.

Die Vorbereitungen für das Transformationsprogramm der Division sind auf gutem Weg; die mit dem Programm verbundenen Änderungen und Einmalkosten werden im zweiten Halbjahr wirksam werden. Eine neue Organisationsstruktur wird in Kürze bekannt gegeben.

Cassidian steht weiterhin voll zum europäischen Talarion-Programm zur Entwicklung eines UAS der nächsten Generation und hat mit Turkish Aerospace Industries (TAI) eine Vereinbarung über eine enge Kooperation in diesem Programm unterzeichnet. Zudem hat Frankreichs Beschaffungs-behörde DGA weitere DRAC-Aufklärungsdrohnen für das französische Heer bestellt. Darüber hinaus absolvierte im zweiten Quartal der Marschflugkörper SCALP Naval von MBDA unter Leitung der DGA seinen ersten Unterwasserstart.

Der Auftragseingang lag stabil bei € 1,8 Mrd. (H1 2010: € 1,9 Mrd.). Der Auftragsbestand von Cassidian blieb Ende Juni 2011 solide bei € 16,5 Mrd. (Jahresende 2010: € 16,9 Mrd.).

EADS-Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einer Division)

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten lag bei € 524 Mio. (H1 2010: € 554 Mio.), da das verstärkte Geschäft bei Sogerma mehr als kompensiert wurde durch geringere Auslieferungen bei ATR, die auf den späteren Jahresverlauf verschoben wurden. Das EBIT* der Übrigen Aktivitäten belief sich auf € 12 Mio. (H1 2010: € 0 Mio.), einschließlich eines Veräußerungsgewinns bei EADS North America.

Mit 60 Neubestellungen und 37 Kaufoptionen verzeichnete ATR auf der Paris Air Show einen historischen Rekord, der den Erfolg des erneuerten Produktspektrums in einem durch hohe Ölpreise und starke Umwelt-sensibilität geprägten Umfeld bestätigte. Mit den jüngsten Geschäftserfolgen hat ATR im ersten Halbjahr 84 Festbestellungen entgegengenommen (H1 2010: 11 Aufträge). Der Auftragsbestand beläuft sich auf 226 Flugzeuge. In den ersten sechs Monaten lieferte ATR 17 Flugzeuge aus (H1 2010: 27 Flugzeuge). Im Mai übergab EADS North America den ersten von sechs Hubschraubern vom Typ UH-72A Lakota an die South Dakota Army National Guard. Bis Ende Juni hatte EADS North America in den USA 175 Lakota-Hubschrauber an Heer, Nationalgarde und Marine geliefert.

Bis Ende Juni 2011 erhöhte sich der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten um 13 Prozent auf € 2,8 Mrd. (Jahresende 2010: € 2,5 Mrd.).

Das verbesserte EBIT* der EADS-Zentrale beinhaltet einige günstige Kosten-Phaseneffekte, die sich in der zweiten Jahreshälfte ausgleichen werden.


* EADS verwendet das EBIT* vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.
EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 45,8 Mrd. im Jahr 2010 und fast 122.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.
 

http://twitter.com/EADSpress

Ein Themen-Dossier zu den Finanzergebnissen von EADS finden Sie unter: www.eads.com/presse-dossiers-finanzen.
 

Hinweise an die Redaktionen:
Live-Übertragung der EADS-Telefonkonferenz für Analysten im Internet
Sie können die Telefonkonferenz für Analysten mit dem CEO von EADS, Louis Gallois, und dem CFO von EADS, Hans Peter Ring, heute um 11.00 Uhr auf unserer Website www.eads.com verfolgen.
Bitte klicken Sie dazu auf das Banner auf der Startseite. Im Laufe des Nachmittags steht eine Aufzeichnung der Telefonkonferenz zur Verfügung.
 

EADS – Halbjahresergebnisse 2011 („reviewed“)
(Beträge in Euro)


EADS – Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2) 2011
(Beträge in Euro)

Der Umsatz im zweiten Quartal 2011 stieg gegenüber dem Vergleichsquartal 2010 im Wesentlichen durch höhere Auslieferungen bei Airbus Commercial um 6 Prozent.

Das EBIT* im zweiten Quartal 2011 stieg um 15 Prozent auf € 371 Mio. Das EBIT* von Airbus Commercial wurde gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr durch weitere negative Netto-Einmaleffekte belastet. Verschlechterte Hedging-Kurse und höhere F&E-Aufwendungen beeinträchtigten das EBIT* vor Einmaleffekten von Airbus Commercial, was zum Teil durch operative Verbesserungen kompensiert wurde. Airbus Military verzeichnete im zweiten Quartal 2011 eine Verbesserung des EBIT* auf € 2 Mio. Im zweiten Quartal des Vorjahres hatten ungünstige Wechselkurseffekte im Zusammenhang mit der Neubewertung von Drohverlust-Rück-stellungen im A400M-Programm und eine Unterdeckung der Fixkosten das Ergebnis belastet.

Eurocopter profitierte von einem günstigen Mix; Astrium verzeichnete wegen des schwächeren Service-Geschäfts schlechtere Ergebnisse.

Das EBIT* der EADS-Zentrale beinhaltete im zweiten Quartal günstige Phaseneffekte, die sich im Jahresverlauf wieder ausgleichen werden.

Fußnoten:
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten.
2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten.
3) EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
4) Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand von EADS basieren auf Listenpreisen.
5) Nach der Integration der ehemaligen Division Militärische Transportflugzeuge in die Division Airbus werden die Segmente Airbus Commercial und Airbus Military ausgewiesen. Airbus Commercial umfasst auch EFW (Elbe Flugzeugwerke) und den Aerostructures-Bereich, jedoch nicht die A400M-Aktivitäten. Zu Airbus Military gehören die ehemalige Division Militärische Transportflugzeuge und sämtliche A400M-Aktivitäten. Eliminierungen werden auf Divisionsebene vorgenommen.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):
Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen von EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen von EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten von EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten. Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 19. April 2011 entnommen werden.

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Matthieu Duvelleroy

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