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09 March 2009
Company

Ad-hoc-Mitteilung, 10. März 2009. EADS – Ergebnisse für 2008. Solide EADS-Ergebnisse 2008 stärken Widerstandsfähigkeit in schwierigem weltwirtschaftlichem Umfeld

Leiden

  • Konzern-EBIT* in Höhe von € 2,8 Mrd. – getragen von starker grundlegender Performance und signifikant positiven Währungseffekten, jedoch belastet durch Programmaufwendungen
  • Konzernergebnis in Höhe von € 1.572 Mio. (2007: € -446 Mio.)
  • Free Cash Flow in Höhe von € 2,6 Mrd. übertrifft Erwartungen
  • Robuste Bilanz mit Rekord-Nettoliquidität in Höhe von € 9,2 Mrd.
  • Umsatz erhöht sich um 11 Prozent auf € 43,3 Mrd.
  • Auftragsbestand steigt um 18 Prozent auf Rekordwert von € 400 Mrd.
  • Dividendenvorschlag von € 0,20 je Aktie
  • A400M-Themen in Klärung mit Kunden und Zulieferern

EADS (Börsenkürzel: EAD) erzielte im Jahr 2008 zufriedenstellende Ergebnisse und erwirtschaftete ein EBIT* in Höhe von € 2,8 Mrd. Der Konzern profitierte von einer starken grundlegenden Performance und Währungseffekten; gleichzeitig stellte er sich Herausforderungen in kritischen Programmen. Der Auftragsbestand von EADS erreichte mit über € 400 Mrd. einen neuen Rekordwert. Dank einer stärker als erwartet ausgefallenen Free-Cash-Flow-Entwicklung stieg auch die Nettoliquidität auf einen neuen Höchststand von € 9,2 Mrd.

Im Hinblick auf die Krise ist EADS in einer guten Ausgangsposition, auch wenn die Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2009 und darüber hinaus nur schwer einzuschätzen sind. Der Grund hierfür liegt in der Schwäche der Weltwirtschaft sowie der globalen Finanzmärkte, die sich zunehmend auch auf den internationalen Luftverkehr auswirkt.

„Wir haben eine ganze Reihe von Zielen erreicht: ein solides EBIT*, eine herausragende Cash-Performance und entscheidende Fortschritte bei der Umstrukturierung unseres Unternehmens“, sagte der CEO von EADS, Louis Gallois. „Obwohl das A400M-Programm enorme Aufmerksamkeit erforderte, hat der Konzern 2008 an Stabilität zurückgewonnen und seine Widerstandsfähigkeit in einem turbulenten weltwirtschaftlichen Umfeld unter Beweis gestellt. Unsere Branche steht 2009 vor großen Herausforderungen, aber wir können auf unsere hoch motivierten Mitarbeiter und unser ausgezeichnetes Produktportfolio zählen. Dank unseres großen und breit gestreuten Auftragsbestands sollten die Auslieferungen 2009 weiter auf hohem Niveau bleiben und uns entsprechenden Handlungsspielraum bieten. Liquiditätssicherung hat dabei höchste Priorität.“

Der Konzern zeigte 2008 eine starke Auslieferleistung: Einschließlich zwölf A380 übergab Airbus 483 Flugzeuge an Kunden – mehr als je zuvor. Eurocopter erreichte mit 588 ausgelieferten Hubschraubern ebenfalls einen neuen Rekordwert.

EADS verzeichnete einen bemerkenswerten Auftragseingang über das gesamte Produktportfolio hinweg. Airbus erhielt Netto-Bestellungen über 777 neue Flugzeuge, Eurocopter verkaufte 715 neue Hubschrauber. Dank eines guten Auftragseingangs – vor allem im Tankergeschäft – blieb der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft mit rund € 55 Mrd. stabil. Damit bietet er die Grundlage für ein stärker ausgeglichenes Geschäftsportfolio in den kommenden Jahren. Im Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft konnte die Rentabilität weiter gesteigert werden. Damit unterstreicht EADS die starke Marktposition, die sich der Konzern in diesem Segment dank hoher Innovationskraft und erfolgreicher Effizienzsteigerung erarbeitet hat.

EADS hat im Januar 2009 mitgeteilt, dass den A400M-Erstkunden ein neuer Ansatz für dieses Programm vorgeschlagen wurde mit dem Ziel, den weiteren Fortgang des Programms zu klären. Entsprechend diesem Vorschlag würde die erste Auslieferung drei Jahre nach dem Erstflug erfolgen. EADS hat zusätzlich vorgeschlagen, die Serienproduktion – wie bei komplexen militärischen Entwicklungsprogrammen üblich – erst dann wieder aufzunehmen, wenn die Testflugergebnisse einen hinreichenden Reifegrad abbilden. EADS geht die industriellen Herausforderungen des Programms weiter an und setzt die Ermittlung von deren Auswirkungen auf den A400M-Auslieferungszeitplan fort. Mit den Zulieferern des Antriebssystems arbeitet EADS daran, verlässliche Termine für die Verfügbarkeit des Triebwerks und den A400M-Erstflug festzulegen. Darüber hinaus stimmt sich EADS mit Unterauftragnehmern für die Triebwerke und missionsentscheidenden Systemen ab, um den eigenen Auslieferzeitplan zu aktualisieren.

Im Jahr 2008 wurde das EBIT* von EADS mit € -704 Mio. im Zusammenhang mit dem A400M-Programm belastet. EADS kann die gesamten finanziellen Auswirkungen eines überarbeiteten Zeitplans erst bestimmen, wenn die Verfügbarkeit der Triebwerke und missionsentscheidenden Systemen endgültig festgelegt oder die Haltung von OCCAR zum Vorschlag von EADS bekannt ist.

Wie bereits mit den Neunmonatsergebnissen 2008 berichtet, führte die Nichtverfügbarkeit einer verlässlichen aktuellen Zeitplanung für das A400M-Programm dazu, dass EADS vorübergehend die Methode der Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags anwendet bis bestimmte Ereignisse die Wiederaufnahme der Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad („estimate at completion method“) erlauben. **

Da der A400M-Erstflug nicht vor Ende März 2009 stattfinden wird, hat der Erstkunde OCCAR das vertragliche Recht, zum 1. April 2009 den gesamten A400M-Vertrag zu kündigen. Diese Kündigung bedarf eines einstimmigen Mandats aller Erstkunden-Nationen. Dies macht eine Kündigung des Vertrags nach Einschätzung des EADS-Managements sehr unwahrscheinlich. Theoretisch würde die Kündigung des A400M-Vertrags durch OCCAR die Rückzahlung der erhaltenen Anzahlungen sowie sonstiger von OCCAR geleisteten Zahlungen nach sich ziehen. Dieser Betrag beläuft sich insgesamt auf rund € 5,7 Mrd. Unabhängig davon könnte jeder der Erstkunden jene Flugzeuge, die erheblich verspätet sind, einzeln abbestellen.

EADS hat seine Geschäftsbereichsstruktur angepasst. Der frühere Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird derzeit in Airbus integriert und wird – unter dem Namen Airbus Military – zum militärischen Bereich von Airbus. Dies wird das Programm-Management insbesondere für die A400M vereinfachen und den Einsatz von Ressourcen optimieren. Die neue Struktur gilt ab dem Jahr 2009. EADS veröffentlicht daher die Ergebnisse für 2008 entsprechend der früheren Geschäftsbereichsstruktur. Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird deshalb noch separat ausgewiesen.

Der Umsatz stieg stark um 11 Prozent auf € 43,3 Mrd. (2007: € 39,1 Mrd.) dank operativer Zuwächse in allen fünf Geschäftsbereichen. Im Umsatzwachstum sind € 1,1 Mrd. enthalten, die aus dem im dritten Quartal 2008 erfolgten Wechsel der Bilanzierungsmethode für das A400M-Programm zur Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags resultieren. Das Umsatzwachstum des Konzerns glich einen schwächeren Durchschnittskurs des US-Dollars mehr als aus. Dank hoher Auslieferungsleistungen erzielte EADS 56 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas, mit bedeutenden Beiträgen aus dem asiatisch-pazifischen Raum (25 Prozent), Nordamerika (18 Prozent) und anderen Regionen (13 Prozent).

Das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) für das Geschäftsjahr 2008 verbesserte sich auf € 2.830 Mio. gegenüber € 52 Mio. im Vorjahr. Damals wurde insbesondere das EBIT* von Airbus durch höhere außerordentliche Aufwendungen (Power8, A400M, A350 XWB) belastet. Das EBIT*-Wachstum enthält rund € 900 Mio., die aus der Neubewertung von Drohverlusten zu den Stichtagskursen von €/US$ bzw. £/US$ resultieren. Das höhere EBIT* wurde dank Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen erzielt. Bei Airbus trugen die starke operative Leistung in Serienprogrammen, das Erzielen von Power8-Einsparungen und die gegenüber dem Vorjahr geringeren außerordentlichen Aufwendungen positiv zur EBIT*-Steigerung bei. Die EBIT*-Zunahme im Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge resultierte aus dem Hochlauf der Tankeraktivitäten und – verglichen mit dem Vorjahr – geringeren außerordentlichen Aufwendungen. Bei Eurocopter spiegelt der Anstieg des EBIT* einen positiven Volumeneffekt bei höheren Preisen wider. Die Geschäftsbereiche Astrium sowie Verteidigung & Sicherheit verbesserten ihr EBIT* und erreichten jeweils eine Rentabilität auf Rekordniveau.

Im Einklang mit der EBIT*-Entwicklung steigerte EADS das Konzernergebnis auf € 1.572 Mio. (2007: € -446 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 1,95 (Verlust je Aktie 2007: € 0,56). Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) blieben mit € 2.669 Mio. (2007: € 2.608 Mio.) stabil. Dies geht einher mit anhaltenden Aufwendungen für fortschreitende Entwicklungsprogramme bei Airbus und Eurocopter.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen fiel stärker als erwartet aus und betrug € 2.886 Mio. (2007: € 3.293 Mio.). Die Veränderung resultiert vor allem aus höheren Kundenanzahlungen im Jahr 2007 (einschließlich eines Refinanzierungsschritts in Höhe von € 1,1 Mrd. im Paradigm-Programm). Dieser Effekt wurde durch positive Beiträge aus den Tankerprogrammen teilweise ausgeglichen. Aufgrund eines gewissen Bedarfs an Kundenfinanzierungen lag der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen bei € 2.559 Mio. (2007: € 3.354 Mio.). Trotz eines Zahlungsmittel-Abflusses für das Planvermögen von Pensionsplänen sowie für Optionsprämien erreichte die Nettoliquidität den Rekordwert von € 9,2 Mrd. (Jahresende 2007: € 7,0 Mrd.). Dies bietet EADS eine stabile Liquiditätsbasis in wirtschaftlich turbulenten und unvorhersagbaren Zeiten.

Die verbesserten operativen Leistungen in Serienprogrammen und die starke Cash-Entwicklung ermöglichten einen Gewinn je Aktie von € 1,95 und rechtfertigen einen Anstieg der Dividende. Das Board of Directors wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von € 0,20 je Aktie vorschlagen (Bruttodividende je Aktie 2007: € 0,12). Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung wird EADS die Dividende am 8. Juni 2009 ausschütten.

„Die Höhe der Dividende trägt den wirtschaftlich schwierigen Zeiten und den Risiken im A400M-Programm Rechnung. Sie ist aber auch eine anerkennende Geste für die Loyalität unserer Aktionäre und Zeichen unseres Vertrauens in die Solidität des Konzerns im Jahr 2009 und darüber hinaus“, sagte der CFO von EADS, Hans Peter Ring.

Ein bemerkenswerter Auftragseingang in Höhe von € 98,6 Mrd. (2007: € 136,8 Mrd.) über alle Geschäftsbereiche hinweg – einschließlich des wichtigen Auftrags im britischen Tankerprogramm – unterstreicht die Attraktivität des gesamten Produktportfolios von EADS.

Zum Jahresende 2008 erreichte der Auftragsbestand von EADS mit € 400,2 Mrd. einen neuen Rekordwert (Jahresende 2007: € 339,5 Mrd.). Der Zuwachs des Auftragsbestands enthält € 10 Mrd., die sich Ende Dezember 2008 aus einem gegenüber dem Jahresende 2007 günstigeren Schlusskurs des US-Dollars ergeben. Die Bestände des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Dank wichtiger Neuaufträge konnte EADS den Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft mit € 54,9 Mrd. (Jahresende 2007: € 54,5 Mrd.) stabil halten. Ende Dezember 2008 beschäftigte EADS 118.349 Mitarbeiter (Jahresende 2007: 116.493).

Im Jahr 2008 führte EADS die konzernweiten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz weiter fort. Das Restrukturierungsprogramm Power8 übertraf seine Ziele erneut und lieferte Brutto-Kosteneinsparungen in Höhe von € 1,3 Mrd.; die Ziele für 2010 bleiben unverändert. Programme zur Kostensenkung in anderen Geschäftsbereichen kommen gut voran und Power8 Plus soll in den Jahren 2011 bis 2012 konzernweit einen zusätzlichen jährlichen EBIT*-Beitrag von € 1 Mrd. leisten. Darüber hinaus hat EADS den Integrations- und Kostensenkungsplan „Future EADS“ ins Leben gerufen, der in den Jahren 2011-2012 weitere Einsparungen in Höhe von mindestens € 200 Mio. erbringen soll. „Future EADS“ zielt darauf ab, die Integration zu verstärken, Entscheidungsprozesse zu verbessern und Kosteneinsparungen durch die Zentrale, die Geschäftsbereiche und die Interaktion zwischen beiden zu erzielen.

Der frühere Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird derzeit in Airbus integriert mit dem Ziel, die Effizienz im Programm-Management zu erhöhen. Zwischen den Geschäftsbereichen Astrium sowie Verteidigung und Sicherheit wurde eine Koordination eingerichtet. Dies wird ein einheitliches Auftreten gegenüber gemeinsamen Kunden sicherstellen und die Entwicklung kommerzieller, technischer und strategischer Synergien fördern.

Bei der Umsetzung seiner Veräußerungsstrategie konnte EADS bedeutende Erfolge erzielen. Der Verkauf des Werks in Laupheim (Deutschland) an Diehl/Thales sowie der Verkauf der Fertigungseinheiten am Standort Filton (Großbritannien) an GKN sind abgeschlossen. Die Standorte Augsburg, Nordenham und Varel (Deutschland) wurden in der Premium AEROTEC zusammengeführt, die Standorte in Meaulte und St. Nazaire Ville (Frankreich) in Aerolia. Beide Unternehmen haben zum 1. Januar 2009 ihren operativen Betrieb aufgenommen und sind gut positioniert, um bedeutende Akteure auf dem Weltmarkt zu werden. Zudem hat EADS einen 70-Prozent-Mehrheitsanteil an EADS Socata an DAHER veräußert.

„Trotz des schwierigen Umfelds im Jahr 2008 hat EADS die Vision 2020 weiter umgesetzt. Unser Hauptaugenmerk blieb dabei auf die Integration des Konzerns gerichtet – insbesondere durch die Einführung von Shared Services für gemeinsam genutzte Dienstleistungen – sowie auf verstärkte Innovationsbemühungen für mehr Öko-Effizienz und den Ausbau unserer Präsenz im US-amerikanischen Verteidigungs- und Services-Geschäft. Das derzeitige Umfeld unterstreicht, wie wichtig das in der Vision 2020 formulierte Ziel eines besseren Gleichgewichts der EADS-Aktivitäten ist“, sagte Louis Gallois.

Ausblick

Das Jahr 2009 hat für EADS mit einem uneinheitlichen Lagebild begonnen. Der Blick auf das erste Halbjahr ist bei Airbus zufriedenstellend, danach aber nimmt die Unsicherheit zu. Die Bottom-up-Analyse von EADS baut auf dem Auftragsbestand auf und erfolgt vor dem Hintergrund der kürzlich getroffenen Entscheidung, die Produktionsrate von Flugzeugen der A320-Familie ab Oktober 2009 auf 34 Flugzeuge pro Monat anzupassen; der Hochlauf im Bereich der Langstreckenflugzeuge wurde bei 8,5 Flugzeugen pro Monat angehalten. Wenngleich die Analyse Überbuchungen für die nächsten Jahre aufweist, stellt die Verschlechterung der makroökonomischen und der Verkehrsindikatoren eine Herausforderung für den Auftragsbestand dar. Deshalb beobachtet EADS sorgfältig den Markt, die Kundenbasis und die Zulieferer. Folglich wendet das Management das Konzept einer „rollierenden Planung“ an. Neben dem zivilen Auftragsbestand bietet der Auftragsbestand im Verteidigungs- und im Geschäft mit institutionellen Kunden dem Konzern eine gewisse Sicherheit und Stabilität.

EADS erwartet für das Jahr 2009 bei Airbus 300 bis 400 Brutto-Bestellungen, was angesichts der gegenwärtigen Marktbedingungen herausfordernd ist. Ausgehend von einer stabilen Auslieferungserwartung und einem Dollarkurs von € 1 = US$ 1,39 sollte sich der EADS-Umsatz weitgehend auf dem Niveau von 2008 bewegen.

Auf der Grundlage dieser Annahmen sollte das EBIT* vor Einmaleffekten im Jahr 2009 geringer aber deutlich positiv ausfallen und von einer robusten grundlegenden Performance getragen werden. Überarbeitete Zeitpläne für den Abschluss des A400M-Programms könnten – abhängig vom Ausgang der Verhandlungen mit den Kunden und den Zulieferern – zu signifikanten Aufwendungen führen, die das EBIT* belasten würden. Das EBIT* wird von steigenden Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (F&E) belastet werden wie auch von einer – verglichen mit dem Jahr 2008 – spürbaren Währungsschwäche bei bestehenden Kurssicherungen, sinkenden Preisen, vermehrten Kundenfinanzierungen und steigenden serienbegleitenden Kosten. Dies wird in Teilen durch weitere Einsparungen im Power8-Programm ausgeglichen werden.

Der Free Cash Flow wird 2009 einige negative Einflüsse aus geringeren Kundenanzahlungen bei Airbus und einem gewissen Vorratsaufbau im vierten Quartal 2009 im Zusammenhang mit der reduzierten Produktionsrate für die A320-Familie widerspiegeln. EADS geht davon aus, im Jahr 2009 Kunden bei der Finanzierung ihrer Auslieferungen nach eigenem Ermessen und in diskreter Weise zu unterstützen. Der Cash-Verbrauch für in den vergangenen Jahren getätigte Rückstellungen wird den Cash Flow zudem belasten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und angesichts des derzeitigen Lagebilds geht EADS nicht davon aus, im Jahr 2009 mehr als € 1,5 Mrd. an Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen zu verbrauchen.

Sobald der Konzern einen besseren Überblick über den Ausgang der A400M-Gespräche sowie über die Entwicklung seiner zivilen Märkte hat, wird EADS den Ausblick präzisieren.

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Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

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Da das Ergebnis des A400M-Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, kann EADS derzeit nicht alle Kriterien der Bilanzierung des Auftrags nach der Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad erfüllen. Deshalb und in Übereinstimmung mit IAS 11 (Fertigungsaufträge) hat EADS die Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Meilenstein-Methode) ausgesetzt. Stattdessen wurden die bislang angefallenen Auftragskosten als Aufwand sowie Umsatzerlöse entsprechend den angefallenen Auftragskosten – insoweit diese wahrscheinlich einbringbar sind – („Frühe-Phase”-Methode) in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Zudem wurde die bestehende Rückstellung für die die gesamten Auftragserlöse übersteigenden gesamten Auftragskosten neu berechnet, jedoch nur für jene Auftragskostenbestandteile, die EADS verlässlich schätzen konnte.

Kontakt

Edmund Reitter Tel.: +49 89 607 34510

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