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13 November 2008
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Ad-hoc-Mitteilung, 14. November 2008. EADS – Neunmonatsergebnisse 2008. EADS zeigt weiterhin starke grundlegende Performance und geht anstehende Herausforderungen proaktiv an

Amsterdam

  • Umsatz steigt um 7 Prozent auf € 29,4 Mrd. dank Wachstum in allen Geschäftsbereichen
  • Nettoliquidität mit € 9 Mrd. auf Rekordniveau; Free Cash Flow erreicht € 2 Mrd
  • Konzern-EBIT* verbessert sich auf € 2 Mrd.; EBIT* im Hubschrauber-, Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft stieg deutlich
  • Ungelöste Probleme im A400M-Programm stellen Risiko für EBIT*-Prognose 2008 dar
  • Ausblick für Free Cash Flow 2008 auf über € 2 Mrd. angehoben

EADS (Börsenkürzel: EAD) erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 vielversprechende Ergebnisse, steht aber in entscheidenden Programmen vor Herausforderungen. Der Konzern zeigte eine weiterhin solide grundlegende Performance und profitierte von einer starken Marktnachfrage. EADS verzeichnete einen bemerkenswerten Auftragseingang über das gesamte Portfolio hinweg und erhielt bei Airbus Bestellungen über 737 neue Flugzeuge sowie bei Eurocopter über 605 neue Hubschrauber. Dank anhaltender Restrukturierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren erzielte Astrium deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit konnte sein EBIT* um 74 Prozent steigern. Der Konzern verfolgt die Entwicklungen am Finanzmarkt aufmerksam und hat bereits vielfältige Maßnahmen ergriffen, um mögliche negative Auswirkungen zu begrenzen.

„EADS begegnet den Auswirkungen der Finanzkrise in einer Position der Stärke. Unser hoher und breit gestreuter Auftragsbestand umfasst Auslieferungen für mehrere Jahre. Eine starke Nettoliquidität garantiert Stabilität und erlaubt die Anpassung an ein sich veränderndes wirtschaftliches Umfeld“, sagte der CEO von EADS, Louis Gallois. „Das A400M-Programm steht weiter unter Druck und wir arbeiten sehr konzentriert daran, die industriellen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Abstimmung mit unseren Kunden und Zulieferern zu bewältigen. Wir sind entschlossener denn je, dieses komplexe Programm in den Griff zu bekommen.“

Im A400M-Programm wird das Fehlen eines abgestimmten und verlässlichen Zeitplans für das Antriebssystem, welches ungelöste Probleme bei bestimmten Ausrüstungszulieferungen sowie der Integration von Ausrüstung und Systemen nach sich zieht, zu weiteren Verzögerungen führen. Aufgrund der Nichtverfügbarkeit einer verlässlichen aktuellen Zeitplanung für das A400M-Programm muss EADS vorübergehend zur Methode der Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags wechseln und die Anwendung der Meilenstein-Methode für dieses Programm aussetzen.** EADS hat mit den Hauptkunden der A400M die Diskussion aufgenommen mit dem Ziel, das weitere Vorgehen festzulegen. Sobald ein aktualisierter Zeitplan vorliegt, wird EADS die Anwendung der Meilenstein-Methode wieder aufnehmen und die Aufwendungen für die A400M weiter anpassen. Im dritten Quartal 2008 wurden diesbezüglich ein Aufwand in Höhe von € 341 Mio. verbucht, welcher das EBIT* entsprechend belastete.

Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf € 29,4 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 27,6 Mrd.) dank operativer Zuwächse in allen fünf Geschäftsbereichen. Im Umsatzwachstum sind € 803 Mio. enthalten, die aus dem im dritten Quartal 2008 erfolgten Wechsel der Bilanzierungsmethode für das A400M-Programm zur Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags resultieren.

Das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) für die ersten neun Monate 2008 verbesserte sich auf € 2,018 Mrd. gegenüber € -353 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damals wurde insbesondere das EBIT* von Airbus durch höhere außerordentliche Aufwendungen (Power8, A400M, A350) belastet. Das EBIT* stieg dank Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen. Bei Airbus trugen die starke operative Leistung in Serienprogrammen, das Erzielen von Power8-Einsparungen und die gegenüber dem Vorjahr geringeren außerordentlichen Aufwendungen zur EBIT*-Steigerung bei. Die Verschlechterung des Kurses fällig gewordener Wechselkurssicherungsgeschäfte wurde in den ersten neun Monaten 2008 durch einen positiven Dollareffekt in Höhe von € 265 Mio. – resultierend aus der Neubewertung von Drohverlusten zum Stichtagskurs – nahezu ausgeglichen.

Im Einklang mit der EBIT*-Entwicklung verbesserte sich das Konzernergebnis von EADS auf € 1,082 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € -705 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 1,34 (Verlust je Aktie im Vorjahreszeitraum: € 0,88).

Die eigenfinanzierten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) verringerten sich leicht auf € 1,792 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 1,903 Mrd.). Im vierten Quartal werden sie jedoch voraussichtlich stärker steigen, vor allem im Rahmen des A350-Programms bei Airbus.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen erhöhte sich signifikant auf € 1,959 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 168 Mio.) aufgrund von Verbesserungen im Nettoumlaufvermögen (Working Capital). Diese resultieren aus einem geringeren Vorratsaufbau und mehr erhaltenen Kundenanzahlungen. Einschließlich eines geringen positiven Beitrags von Kundenfinanzierungen in Höhe von € 8 Mio. verbesserte sich der Free Cash Flow auf € 1,967 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 111 Mio.). Trotz eines Zahlungsmittelabflusses für Übernahmen und US-Dollar-Optionen für Kurssicherungsgeschäfte erreichte die Nettoliquidität Ende September mit € 9,0 Mrd. einen Rekordwert (Jahresende 2007: € 7,0 Mrd.) und stellt für EADS damit eine stabile Basis für die kommenden Jahre dar.

In den ersten neun Monaten 2008 verzeichnete EADS einen bemerkenswerten Auftragseingang im Wert von € 88,7 Mrd. Im Vergleichszeitraum belief er sich auf € 82,4 Mrd. Der Auftragseingang profitierte von den hohen Bestellungen während der diesjährigen Luftfahrtmesse in Farnborough und dem Auftrag im britischen Tankerprogramm. Ende September 2008 erreichte der Auftragsbestand mit € 400,7 Mrd. einen neuen Rekordwert (Jahresende 2007: € 339,5 Mrd.). Der Zuwachs resultierte zum Teil aus einem gegenüber dem Jahresende 2007 günstigeren Schlusskurs des US-Dollars zum Monatsende September. Die Bestände des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Dank wichtiger Neuaufträge konnte EADS den Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft auf den bisherigen Höchststand von € 57 Mrd. (Jahresende 2007: € 54,5 Mrd.) ausbauen. Ende September beschäftigte EADS 118.487 Mitarbeiter (Jahresende 2007: 116.493).

Aufgrund der Finanzkrise bewegt sich EADS – insbesondere im zivilen Geschäft bei Airbus, Eurocopter und Astrium – in einem unsicheren Marktumfeld. Das verlangsamte Wirtschaftswachstum und die daraus resultierende Abschwächung des Luftverkehrs haben die Kurserholung des US-Dollars gegenüber dem Euro sowie den seit Sommer zu beobachtenden Rückgang des Ölpreises überschattet. Der hohe und geographisch breit gefächerte Auftragsbestand und eine Nettoliquidität auf Rekordniveau stärken EADS vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise. Obwohl EADS keiner kurzfristigen Refinanzierung bedarf, verfügt das Unternehmen über eine bestätigte, aber ungenutzte Kreditlinie von € 3 Mrd. Das Geschäft mit institutionellen und staatlichen Kunden ist derzeit überaus robust und wächst dank des bislang höchsten Auftragsbestands.

Angesichts der Erwartung eines zurückgehenden Luftverkehrs und schwierigerer Refinanzierungen wird sich das zivile Flugzeuggeschäft voraussichtlich abschwächen, verbunden mit dem Risiko von Aufschüben oder gar Abbestellungen. Dies ist bislang jedoch kaum absehbar. Vor diesem Hintergrund hat Airbus den Produktionshochlauf der A320-Familie bei 36 Flugzeugen pro Monat ausgesetzt – trotz eines Rekordauftragsbestands, der den Auslieferungen mehrerer Jahre entspricht. Die Finanzierungsquellen für Flugzeuge sind knapper geworden. Die Kundenanfragen zur Unterstützung bei der Schließung von Finanzierungslücken sind bislang überschaubar. Angesichts des geringsten Kundenfinanzierungsumfangs der vergangenen 20 Jahre und einer Nettoliquidität in Rekordhöhe ist EADS gut darauf vorbereitet, Kunden – wie in früheren Abschwungphasen – restriktiv und diskret zu unterstützen, wo dies sinnvoll ist. In jedem Fall bleiben Airbus und Eurocopter wachsam und bereit, sich an Veränderungen des Marktes anzupassen.

Die konzernweiten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz kommen gut voran. Das Restrukturierungsprogramm Power8 erzielt Fortschritte und die Veräußerungsstrategie greift: Der Verkauf des Werkes in Laupheim (Deutschland) an Diehl/Thales ist abgeschlossen und die Verhandlungen mit GKN über die Veräußerung des Werkes in Filton (Großbritannien) sind beendet, wenngleich die Kontrolle über den Standort noch nicht übergegangen ist. Vor kurzem haben sich EADS und DAHER auf die Übernahme eines 70-Prozent-Mehrheitsanteils an EADS Socata durch DAHER verständigt. Durch die Verbindung von DAHER und EADS Socata wird ein bedeutendes Unternehmen im Bereich der Komponentenfertigung, der Geschäftsluftfahrt und den dazugehörigen Dienstleistungen entstehen. Die Vereinbarung gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die neuen Unternehmen für Flugzeugkomponenten in Deutschland und Frankreich – Premium Aerotec und Aerolia – sind im Aufbau. Damit zeigen EADS und Airbus, dass sie sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und zugleich starke Zulieferer schaffen können.

Power8 Plus wurde gestartet mit dem Ziel, konzernweit einen zusätzlichen jährlichen EBIT*-Beitrag von € 1 Mrd. in den Jahren 2011 bis 2012 zu leisten. Der Gesamtbetrag wird sich aus einem Airbus-Beitrag in Höhe von € 650 Mio. und € 350 Mio. aus den Geschäftsbereichen Eurocopter, Astrium, Verteidigung und Sicherheit sowie Militärische Transportflugzeuge und der EADS-Zentrale zusammensetzen.

Zudem arbeitet EADS derzeit an einem Plan namens „Future EADS“ für weitere Integration und Kosteneinsparungen von mindestens € 200 Mio. in den Jahren 2011-2012. Es zielt darauf ab, die Integration zu verstärken, Entscheidungsprozesse zu verbessern und Kosteneinsparungen durch die Zentrale, die Geschäftsbereiche und die Interaktion zwischen beiden zu erzielen.

Ausblick

Der Ausblick von EADS beruht auf einem Schlusskurs von € 1 = US$ 1,45 zum Jahresende 2008.

EADS erwartet für das Jahr 2008 bei Airbus Bestellungen für mehr als 850 neue Flugzeuge.

Der Umsatz von EADS soll 2008 über € 40 Mrd. erreichen, bei mehr als 470 Flugzeugauslieferungen im gesamten Jahr.

Angesichts eines EBIT* von € 2,0 Mrd. in den ersten neun Monaten 2008 sollte EADS die EBIT*-Prognose für das Gesamtjahr in Höhe von € 1,8 Mrd. (auf der Basis von € 1 = US$ 1,45) übertreffen mit Blick auf die starke grundlegende Performance. Darin sind jedoch keine weiteren sich aus den Unsicherheiten im A400M-Programm ergebenden Einflüsse enthalten.

Zudem könnten Schwankungen des €/US$-Schlusskurses zum Jahresende gegenüber dem Ende September 2008 positiven oder negativen Einfluss auf das Ergebnis haben. Ausschlaggebend hierfür wären Neubewertungen einiger Bilanzposten bei Airbus, einschließlich Rückstellungen für Drohverluste.

EADS erwartet für das Jahr 2008 vor Einfluss von Kundenfinanzierungen einen Free Cash Flow von mehr als € 2 Mrd. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dies die volatilste zu prognostizierende Kennzahl ist.

*

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

**

Da das Ergebnis des A400M-Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, kann EADS derzeit nicht alle Kriterien der Bilanzierung des Auftrags nach der Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad erfüllen. Deshalb und in Übereinstimmung mit IAS 11 (Fertigungsaufträge) hat EADS die Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Meilenstein-Methode) ausgesetzt. Stattdessen wurden die bislang angefallenen Auftragskosten als Aufwand sowie Umsatzerlöse entsprechend den angefallenen Auftragskosten – insoweit diese wahrscheinlich einbringbar sind – („Frühe-Phase”-Methode) in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Zudem wurde die bestehende Rückstellung für die die gesamten Auftragserlöse übersteigenden gesamten Auftragskosten neu berechnet, jedoch nur für jene Auftragskostenbestandteile, die EADS verlässlich schätzen konnte.

Kontakt

Pierre Bayle Tel.: +33 1 42 24 20 63
Edmund Reitter Tel.: +49 89 607 34287

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