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Klima und Umweltschutz

Bluecopter: Leiser und spritsparender – dank Luftfahrtforschung

Airbus Helicopters zeigt, wozu Hubschrauberbau made in Germany fähig ist. Mit dem Technologiedemonstrator Bluecopter hat das Unternehmen den weltweit leisesten und zugleich sparsamsten Hubschrauber entwickelt. Die darin eingesetzten Technologien werden die kommenden Hubschraubergenerationen prägen. Der Erfolg wäre ohne europäische und deutsche Forschungsmittel nicht möglich gewesen. Das zeigt: Eine kluge Innovationsförderung kann entscheidende Impulse für Zukunftstechnologien geben.

Sensationell leise

Entstanden ist ein Helikopter, der alle Vorgängermodelle in Sachen Lärmreduktion in den Schatten stellt. Die Lärmemissionen sinken gegenüber vergleichbaren Modellen um annähernd 10 Dezibel – das entspricht einer Halbierung des wahrgenommenen Geräusches. Der Bluecopter unterschreitet damit die Lärmvorschriften der ICAO erheblich. Im Mittelpunkt steht der Rotor, da er die Hauptquelle von Lärm ist. Um diese zu reduzieren, wurde der Rotor völlig neu aufgebaut. So wurde sein Durchmesser erhöht, seine Drehgeschwindigkeit optimiert, die Blattprofile und Blattspitzen wurden neu geformt und die Zahl der Rotorblätter von vier auf fünf erhöht. Optimierungen am Heckrotor ergänzen das Konzept zur Lärmreduktion

Vorreiter in Sachen Umweltschutz

Aber es geht nicht nur um weniger Lärm. Der Bluecopter setzt auch Maßstäbe in Sachen Verbrauch und Emissionen. Mehr als 40 Prozent weniger Treibstoff und CO2 sind gegenüber ähnlichen zweimotorigen Modellen möglich. Wie geht das? Zum Einen verringert das aerodynamische Design des Bluecopter den Luftwiderstand erheblich, etwa an der Zelle, am Rotor und am Triebwerk. Zum Anderen kann der Bluecopter im normalen Reiseflug eine der beiden Turbinen abschalten, ohne an Leistungskraft zu verlieren – diese „single engine operation“ ist für den Großteil der Emissionsreduktion verantwortlich.

Erfolgsprojekt dank LuFo und Cleansky

Anhand des Demonstrators hat Airbus Helicopters wegweisende Zukunftstechnologien entwickelt und getestet, die künftig auch in kommerziellen Hubschraubermodellen zum Einsatz kommen. Dutzende Patente hat das Unternehmen im Verlauf des Projektes angemeldet. Diese Grundlagenforschung wäre ohne Fördermittel nicht möglich gewesen. Insgesamt hat die Entwicklung einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Knapp die Hälfte der Mittel stammt aus dem Europäischen Luftfahrtforschungsprogramm CleanSky sowie aus dem deutschen Luftfahrtforschungsprogramm LuFo. Den Rest übernahm Airbus Helicopters aus Eigenmitteln. Das Projekt zeigt: Vergleichsweise kleine Investitionen der öffentlichen Hand können zukunftsprägende Entwicklungen auf den Weg bringen.

Stand: Nov 2017

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