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Klima und Umweltschutz

Unbemannt gegen den Klimawandel

Der Klimawandel hat spürbare Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen. Der Nutzung von Drohnen- und Satellitendaten kommt eine wichtige Aufgabe zu, klimatische Veränderungen besser zu verstehen und innovative Lösungen zu finden. 

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Rolle von Drohnenanwendungen im Klimawandel explizit hervorgehoben (Link zum Artikel). Unbemannten Luftfahrtzeugen kommt bei Umwelt- und Klimafragen eine besondere Rolle zu. Dies umfasst die Beobachtung des Klimawandels, die Bekämpfung der Auswirkungen und den Einsatz in unzugänglichen Gebieten. Die detaillierte und verlässliche Beobachtung des Klimas ist die Basis, um den Klimawandel zu verstehen. Zahlreiche Satelliten kreisen rund um die Uhr um den Globus, um jede Entwicklung zu verfolgen.

 

Landwirtschaft trotz Klimawandel stärken

Wetterphänomene und Niederschlagsmuster verändern sich in vielen Teilen der Welt grundlegend. Dies stellt die Landwirtschaft vor existentielle Probleme: ausbleibender Regen und langanhaltende Dürre, Überschwemmungen und Hitzewellen. Die heutige Landwirtschaft muss Anbau und Ernte daher noch stärker planen – Daten aus dem All oder von unbemannten Fluggeräten helfen hierbei. Ein Beispiel sind Dienste wie Verde und AgNeo. Sie liefern Daten aus dem All, um Wettervorhersagen und Vegetationsszenarien präziser zu machen. So wird Landwirtschaft gleichzeitig effizienter und nachhaltiger.

 

Mit Daten aus dem All die Ozeane sichern

Der Wettbewerb um kostbare Ressourcen in internationalen Gewässern nimmt zu. Dies resultiert vor allem in einer erheblichen Überfischung der Meere. Um eine nachhaltige und faire Nutzung der Ozeane sicherzustellen, sind Kontrolle und Überwachung der Gebiete von zentraler Bedeutung. Hier kommt dem Ocean-Finder-Programm eine Schlüsselrolle zu. Dieses Programm nutzt Satellitenbilder, um Flotten zu verfolgen, illegale Vorgänge zu erkennen und um maritime Missionen vorzubereite. Damit werden Meere sicherer und nachhaltigerer.

 

Abholzung vermeiden mit Augen aus dem All

Die Abholzung von Wäldern macht 10% aller globalen CO2-Emisisonen aus. Doch oftmals ist die Überwachung von Wäldern kompliziert und die Unterscheidung zwischen Wiederaufforstung und Abholzung nur schwer festzustellen. Das ändert sich dank dem innovativen Satellitenservice Starling, das ganzjährig hochauflösende Bilder aus dem All von Wäldern rund um den Globus liefert. Damit wird eine genaue Beobachtung möglich und kann der Abholzung entschieden entgegengewirkt werden.

Der Klimawandel verändert die Welt. Doch innovative Lösungen helfen, diese Auswirkungen zu überwinden. Daten aus der Luft spielen hierbei eine zentrale Rolle – ob aus dem All oder von unbemannten Fluggeräten. Dies sichert den Wohlstand und die Sicherheit in der modernen Welt.

 

Stand: Februar 2020

Treibstoffablass: international anerkanntes Standardverfahren für Notfälle

Zuletzt häuften sich Meldungen, Flugzeuge würden gelegentlich vor der Landung Kerosin ablassen. Einen solchen Ablass von Treibstoff im regulären Flugbetrieb gibt es nicht.

Kerosinablass ist ausschließlich ein für die Sicherheit im Flugverkehr notwendiges und international anerkanntes Standardverfahren, das nur in seltenen Notfällen zum Einsatz kommt. Zwischen 2010 und 2017 passierte dies dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zufolge pro Jahr im Schnitt nur 21 Mal - es ist also extrem selten.

Die Notwendigkeit dieser Maßnahme kann sich aus der Tatsache ergeben, dass das Abfluggewicht bei großen Passagiermaschinen je nach getankter Kraftstoffmenge über dem maximal zulässigen Landegewicht liegen kann. Ist dieser Unterschied zwischen maximaler Abflugmasse und höchstzulässigem Landegewicht besonders groß, müssen Flugzeuge aus Sicherheitsgründen Treibstoff ablassen können. Deshalb verfügen auch nur  Langstreckenflugzeuge, wie die A350 oder A380, über eine Vorrichtung zum Kerosinablass. Bei kleineren Flugzeugen, wie der A320-Familie, ist dies aufgrund des geringeren Gewichts nicht notwendig. Die Flugzeughersteller orientieren sich bei der Auslegung dieser Systeme streng an den Vorgaben der Zulassungsbehörden, wie der EASA in Europa.

Mit dem Ablass wird sichergestellt, dass ein Flugzeug z.B. bei einem medizinischen Notfall, bei dem jede Sekunde zählt, sicher landen kann.  Bei der Landeentscheidung spielen darüber hinaus auch Faktoren eine Rolle, wie unter anderem die Flugzeugkonstruktion, die Landebahnlänge und die aktuelle Wetterlage. Grundsätzlich gilt: Kein Flugzeugbetreiber hat ein Interesse daran, grundlos und ohne Notlage wertvollen Treibstoff abzulassen. Eine solche Maßnahme wäre auch nicht wirtschaftlich.

Die Durchführung einer solchen Notfallmaßnahme findet in Absprache mit der verantwortlichen Flugverkehrskontrollstelle, wie der Deutschen Flugsicherung (DFS), statt – und auch nur in einer Mindestflughöhe in einem Luftraum mit geringer Luftverkehrsdichte über unbewohntem Gebiet. Zudem ist die Menge des abgelassenen Kerosins streng limitiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bdl.aero/de/veroffentlichungen/luftfahrt-aktuell/luftfahrt-aktuell-15/#

 

Stand: Sept 2018

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