3 Fragen an ...

Julie Kitcher

Executive Vice President Communications and Corporate Affairs - Airbus

 

Dominik Asam

Chief Financial Officer - Airbus 

 

Andreas Hammer

Andreas Hammer leitet seit dem 1. Januar 2019 den Geschäftsbereich Spacecraft Equipment bei Airbus Defence and Space und hat darüber hinaus seit September 2018 auch die Rolle des Koordinators der Raumfahrt Deutschlands inne.

Seiner jetzigen Position vorausgehend war er von 2015 bis 2018  CEO der Tesat Spacecom GmbH & Co. KG – einer Tochterfirma von Airbus – nachdem er zuvor zwei Jahre die Funktion des  Corporate Secretary von Airbus Defence and Space inne hatte.

2005 startete seine Karriere bei Airbus (zuvor EADS Defence & Security), wo er bis über die Umbenennung 2014 hinaus in zahlreichen Leitungspositionen tätig war, unter anderem als Leiter Key Account NATO/EU in Brüssel, als Vertriebsleiter Deutschland und Chef des Stabes/Leiter der Zentralfunktionen in München.

Andreas Hammer hat einen Abschluss als Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik der Universität der Bundeswehr in München. Er ist seit 2014 Mitglied im Stiftungsrat der Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, seit 2013 Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) e.V. und seit 2018 Mitglied im Präsidium des BDLI.

 

Bertrand Piccards Vision für eine saubere Luftfahrt

Gastartikel

Seitdem die Gebrüder Wright 1903 zum ersten Motorflug abhoben, treibt die Luftfahrt unsere Vorstellungs- und Innovationskraft an. Das sollte sie auch in Zukunft tun. Doch in welchen Bereichen? Sicher und schnell ist das Fliegen bereits, nun muss es noch sauberer werden.

Bertrand Piccard ist der Initiator und Visionär hinter Solar Impulse, dem ersten Flugzeug, das dauerhaft ohne Treibstoff fliegen kann. Im Jahr 2016 gelang es Piccard, der sich mit André Borschberg im Cockpit des einsitzigen Solarflugzeugs abwechselte, nur mit Sonnenkraft getrieben einmal die Welt zu umrunden. Mit dieser Pioniertat wollte er für die Nutzung von erneuerbaren Energien werben. Im nächsten Schritt plant Piccard unter anderem die Gründung der World Alliance for Efficient Solutions.  
Picard
People 13 July 2018

Picard

Bertrand Piccard ist der Initiator und Visionär hinter Solar Impulse, dem ersten Flugzeug, das dauerhaft ohne Treibstoff fliegen kann. Im Jahr 2016 gelang es Piccard, der sich mit André Borschberg im Cockpit des einsitzigen Solarflugzeugs abwechselte, nur mit Sonnenkraft getrieben einmal die Welt zu umrunden. Mit dieser Pioniertat wollte er für die Nutzung von erneuerbaren Energien werben. Im nächsten Schritt plant Piccard unter anderem die Gründung der World Alliance for Efficient Solutions.

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Bertrand Piccard ist der Initiator und Visionär hinter Solar Impulse, dem ersten Flugzeug, das dauerhaft ohne Treibstoff fliegen kann. Im Jahr 2016 gelang es Piccard, der sich mit André Borschberg im Cockpit des einsitzigen Solarflugzeugs abwechselte, nur mit Sonnenkraft getrieben einmal die Welt zu umrunden. Mit dieser Pioniertat wollte er für die Nutzung von erneuerbaren Energien werben. Im nächsten Schritt plant Piccard unter anderem die Gründung der World Alliance for Efficient Solutions.

Genau das wollte ich mit Solar Impulse zeigen: dass Langzeitmotorflüge ohne einen einzigen Tropfen Treibstoff möglich sind. Werden schon bald komplett solarbetriebene Flugzeuge mit 300 Passagieren die Ozeane überqueren? Ja zu antworten, wäre verrückt, und nein zu sagen, wäre dumm. Denn die Technologie dafür existiert noch nicht. Aber das war auch bei Lindbergh so, als er vor dem ersten Atlantikflug stand. Wir müssen uns bewusst werden, dass Grenzen nur in unserem Kopf existieren! Doch noch bevor Menschen in Flugzeugen ohne Treibstoff reisen, können wir Flugzeuge und Flughäfen sauberer machen:

Speicherkapazität und Energieeffizienz

Bedenkt man, dass ein Kilogramm Kerosin 36-mal so viel Energie erzeugt wie ein Kilogramm Lithium-Ionen-Batterien, scheint ein Wechsel unrealistisch. Doch Elektromotoren haben zugleich einen zwei- bis dreimal höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren und sind wesentlich leichter. Das lässt eine Umstellung schon machbarer erscheinen. Ich wette, dass auf Kurz- und Mittelstrecken in nicht einmal zehn Jahren vollelektrische Flugzeuge fliegen werden, die mit bis zu 50 Passagieren leise auf städtischen Flughäfen landen. Auch gibt es Konzepte für elektrische Schlepper, die Flugzeuge ohne Treibstoff zur Startbahn bringen. Parallel müssen wir an asserstoffgetriebenen Flugzeugen, Hybridlösungen und Biokraftstoffen forschen.

Rentabilität

Die sauberen Technologien können der gesamten Luftfahrtindustrie neue Impulse geben. Beispiel Fort Worth Airport: Der Flughafen wurde im vergangenen Jahr als erster in den USA und 23. weltweit klimaneutral. Dies hat nicht nur zu Gewinnsteigerungen, sondern auch zu 38 Prozent Energieeinsparung geführt – bei gleichzeitigem Anstieg der Passagierzahlen seit 2010 um 15 Prozent.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Bei unserem Flug um die Erde waren die rechtlichen Herausforderungen oft ähnlich hoch wie die technischen – etwa wenn es um Überflugerlaubnisse ging. Regulierungen müssen mit der Entwicklung der Luftfahrt Schritt halten. Um Flugzeit und Treibstoff zu sparen, sind direkte Flugrouten vorzuziehen. Oder Anflugverfahren im kontinuierlichen Sinkflug, die bei jeder Landung eines Großflugzeugs eine Tonne Treibstoff sparen können.

Deutschland ist seit Jahrzehnten für seine Innovationskraft und starke Industrie bekannt. Es ist wohl wie kein zweites Land dafür prädestiniert, den anspruchsvollen Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft zu bewältigen. Der Erfolg wird dabei vom Pioniergeist der Regierungen und großen Konzerne abhängen.

Stand: März 2017

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