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25 September 2020
25. September 2020 Company

Fortschritt und Innovation durch Luftfahrt sind weltweit unersetzlich

Guillaume Faury, Airbus Chief Executive Officer

Press conference
Guillaume Faury, Chief Executive Officer

 

 

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ortschritt und Innovation durch Luftfahrt sind weltweit unersetzlich. Diese Leistung ist in Gefahr durch andauernde Grenzschließungen und Forderungen in Europa, Flugverkehr zu reduzieren. Guillaume Faury, Airbus Chief Executive Officer, teilt seine Ansicht darüber, warum es wichtig ist, jetzt zu handeln.

Die bedeutende Rolle der Luftfahrt in unserer Gesellschaft ist in Gefahr. Grenzen bleiben weiterhin geschlossen  und einflussreiche Stimmen in Europa fordern eine permanente Beschränkung des Flugverkehrs. 

Die zivile Luftfahrtindustrie unterstützt mehr als 80 Millionen Arbeitsplätze weltweit. Sie umfasst den Tourismussektor, die industrielle Lieferkette, Fluggesellschaften, Flughäfen und vieles mehr. Die Schließung der Grenzen und die Annullierung von Flügen haben dazu geführt, dass Familien, die in unterschiedlichen Teilen der Welt leben, sich nicht mehr treffen können. Dies beweist, dass der Flugverkehr für viele Menschen zu einem grundlegenden Bestandteil ihres Lebens geworden ist.

Die Luftfahrt verbindet und vereint Menschen, Kulturen und Unternehmen. Als Lebensader des internationalen Handels unterstützt sie Entwicklung, Bildung und globale Wirtschaft. Fliegen erweitert nicht nur unseren intellektuellen Horizont. Fliegen baut auch Konflikten vor, weil es uns zusammenbringt, um voneinander zu lernen und einander zu verstehen. Es hilft Antworten auf gemeinsame Probleme zu finden. Die Luftfahrt sichert weltweit Frieden und Stabilität. Sie ist eine Säule des Multilateralismus, der Diplomatie und der Konfliktlösung, die viele von uns gegen Ende des 20. Jahrhunderts für selbstverständlich hielten. Eine stärker vernetzte Welt ist eindeutig eine wohlhabendere Welt. Dieser Wohlstand bildet die Grundlage für Innovation in großem Maßstab und dauerhafte Transformation. 

Je länger die Unterbrechung des internationalen Handels und der Bewegungsfreiheit der Menschen andauert, desto gravierender werden die Folgen sein. Eine anhaltende wirtschaftliche Malaise wird Regierungen und Unternehmen schwächen und damit die Bewältigung der dringendsten Probleme schwieriger. Wenn wir die größte Herausforderung unserer Zeit, den Klimawandel, angehen wollen, sind große Veränderungen auf globaler Ebene erforderlich. Es bedarf eines raschen Umbaus aller Bereiche, vom Energie- und Verkehrssektor bis hin zu Schwerindustrie und Bauwesen. Dazu sind enorme Kapitalmengen nötig. Doch die Krise hemmt Investitionen. Angesichts geschlossener Grenzen ist die Welt im Jahr 2020, bedingt durch Nationalismus, geopolitische Konflikte und Protektionismus, zu einem instabileren Ort geworden.

All dies steht bei dieser Pandemie auf dem Spiel. All dies erklärt, warum die sichere und schnelle Wiederbelebung des Luftverkehrs dazu beitragen kann, die Wunden dieser Krise zu heilen.

Doch der gesellschaftliche Wert des Luftverkehrs wird aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins in der Bevölkerung zunehmend in Frage gestellt. Daher ist es jetzt vorrangig, diese Bedenken ernst zu nehmen. Hier sind alle Sektoren gefordert, und wir sind entschlossen, unseren Teil beizutragen. Obwohl die Emissionen aus dem Luftverkehr nur zwei bis drei Prozent aller vom Menschen verursachten CO2-Emissionen ausmachen, wollen wir bei diesem maßgeblichen Wandel an vorderster Front mitwirken. 

Airbus will bei der Dekarbonisierung eine Vorreiterrolle übernehmen und bis 2035 das erste emissionsfreie Verkehrsflugzeug der Welt bauen. Unsere neuen emissionsfreien Flugzeugkonzepte zeigen, wie hoch die Priorität ist, die wir diesem Ziel beimessen. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit wichtigen Partnern in der Branche Pionierarbeit leisten können, um den CO2-freien, zivilen  Flugverkehr Wirklichkeit werden zu lassen. Die 2020er Jahre versprechen weitreichende Fortschritte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Flugverkehr, und die Regierungen geben neue Impulse, indem sie zukunftsweisende Forschungsmittel dafür bereitstellen. 

Deshalb muss die Debatte in Europa und auf der ganzen Welt dringend unter neue Vorzeichen gestellt werden. Die Luftfahrtindustrie tritt in eine Phase der Innovation ein, welche in ihrer Geschichte beispiellos ist. Fliegen hinterlässt beim Flächenverbrauch im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern kaum Spuren im Ökosystem: Landschaften, Flora, Fauna und natürliche Flussläufe bleiben unberührt, wenn Flugzeuge sie überfliegen. Und was ist mit den anderen Transportmitteln? Ein Beispiel: Die Erwartungen an das, was die Bahn allein erreichen kann, werden immer realitätsfremder. Das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz ist nach wie vor fragmentiert. Im Gegensatz dazu bietet der Luftverkehr Passagieren eine beispiellose Bandbreite an Verbindungen – 8.600 direkte Städteverbindungen allein in Europa –und eine größere Reichweite: Die durchschnittliche Streckenlänge eines innereuropäischen Flugs beträgt über 1.700 km. Das ist mehr als fünfmal so lang wie die meisten Bahnreisen. Neben diesen Vorteilen schützt der Luftverkehr die Erde und ihr Ökosystem, indem  er sie überfliegt – dies gibt uns die Möglichkeit, aus ökologischer Sicht noch weitergehende Visionen zu entwickeln. 

Dies sind schwierige, spannungsreiche Zeiten für uns alle. Meine Botschaft an die politischen Entscheidungsträger ist klar: Die Luftfahrt ist eine unersetzliche Kraft des Guten und des Fortschritts in der Welt. Das muss auch in der Welt nach COVID-19 so bleiben.

 

Guillaume Faury

Airbus Chief Executive Officer

 

 

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