Airbus-wettbewerb präsentiert beeindruckende neue ideen für die luftfahrtindustrie der zukunft

Der „Fly Your Ideas“-Wettbewerb für Studenten unterstreicht die Bedeutung von Innovationen

 

10 June 2013 Press Release

Durch Körperwärme angetriebene Flugzeuge, auf Luftpolstern schwebendes Gepäck und Flugzeuge mit einer Energieversorgung aus dem Kuhstall (Methangas) - dies sind nur einige der revolutionären Ideen, die von Studenten von Universitäten auf der ganzen Welt entwickelt und eines Tages im Flugzeug der Zukunft Wirklichkeit werden könnten.

Diese beeindruckenden Luftfahrtkonzepte wurden für Fly Your Ideas („Lass deine Ideen fliegen“) erdacht, einen weltweiten Wettbewerb, der von Airbus durchgeführt - und von der UNESCO unterstützt wurde, um Nachwuchswissenschaftler und Ingenieure zu begeistern und eine nachhaltige Zukunft für die Branche zu entwickeln. Der weltweit tätige Flugzeughersteller forderte Studenten auf, radikale, umweltfreundliche Ideen für die Luftfahrt zu entwickeln. Airbus wählte unter den Teilnehmern fünf Finalisten-Teams aus einem weltweiten Pool von kreativen Bewerbern aus Ingenieurwissenschaften und der Technik aus.

Jedes Team wird nun zum Hauptsitz von Airbus nach Toulouse reisen, um seine zukunftsweisenden Ideen einer Jury zu präsentieren. Für den Wettbewerb ist ein Preisgeld von 30.000 Euro ausgelobt.

Die Konzepte in der engeren Wahl sind:

Auf Luft schwebendes Gepäck - eingereicht vom Team Levar aus Brasilien

• Beruhend auf dem Prinzip des Lufthockeys wird der Frachtraum mit superleichten Gleitbereichen ausgestattet, die den Arbeitern schnelles, einfaches und sicheres Laden sowie Entladen des Gepäcks ermöglichen 

• Passagiere könnten ihr Gepäck 30 % schneller bekommen und ihren Urlaub früher beginnen

Flugzeuge mit Kuh-Energieantrieb - eingereicht vom Team CLiMA aus Australien

• Eine nachhaltige Kraftstofflösung setzt verflüssigtes Methan ein, das in speziell hergestellten, stark gekühlten Behältern zum Einsatz kommt, die neben den Motoren installiert werden.

• Die Lösung könnte CO2-Emissionen um bemerkenswerte 97 % reduzieren. 

Formverändernde Materialien, die zur Lärmminderung beitragen - eingereicht vom Team AVAS aus Indien

• Eine einfache Modifizierung im Motor unter Nutzung von besonderen formverändernden Materialien kann den Luftstrom durch den Motor verändern und die Lärmbelästigung reduzieren.

Batteriebetriebene Hybridmotoren – eingereicht vom Team Flybrid aus Italien

• Besonders geformte, wiederaufladbare Batterien werden in den Frachtraum geladen und tragen dazu bei, effiziente Hybridmotoren anzutreiben. Nur die jeweils für die Flugstrecke erforderliche Anzahl von Batterien wird geladen, um das Gewicht des Flugzeugs zu optimieren. 

• Bei einem Kurzstreckenflug könnte diese Lösung bis zu 60 % des Kraftstoffs einsparen, was die CO2-Emissionen auf bis zu 40 % reduzieren würde

Menschliche Körperwärme kann Kabinen heizen – eingereicht vom Team Embarker aus Malaysia

• Sogar ein sitzender menschlicher Körper kann effizient sein - speziell eingebettete, wärmeempfindliche Materialien in den Kabinensitzen nehmen die Körperwärme von Passagieren als Energie auf. 

• Diese Energie könnte für die Bordelektronik genutzt werden, was den Energiebedarf während des Fluges verringern würde.

Auch wenn die Idee, dass Kühe den Kraftstoff produzieren könnten, um Sie von London nach New York zu fliegen - oder dass durch formverändernde Motoren eine Lärmreduzierung erreicht werden könnte - weit hergeholt erscheinen mag, könnte die Verwirklichung dieser Konzepte in nicht allzu weiter Ferne liegen.

Charles Champion, Executive Vice President Engineering bei Airbus und Schirmherr des Wettbewerbs Fly Your Ideas, sagt: „Diese zukunftsorientierten und beeidnruckenden Konzepte beweisen, dass es in der Technik nicht nur um Fachwissen geht - es geht darum, eine innovative Denkweise und einen kreativen Ansatz zu haben. Wenn es unserer Branche gelingen soll, die Luftfahrt bis 2020 CO2-neutral zu machen, brauchen wir eine nie versiegende Quelle von frischen und innovativen Ideen. Unsere zukünftigen Lösungen existieren schon jetzt - und durch Projekte wie „Fly Your Ideas“ verhelfen wir ihnen dazu, in Zukunft Wirklichkeit zu werden.“

Solche Innovationen könnten durch eine Qualifikationslücke bedroht sein. Hightech-Unternehmen sehen ein Defizit von 40 Millionen an Fachkräften auf sich zukommen, die bis 2020 und danach benötigt werden, worunter nicht nur die Luftfahrtindustrie, sondern auch die Branchen der Motorenhersteller und der Medizintechnik leiden werden.[i]

Dr. Lidia Brito, Leiterin der Division of Science Policy and Capacity Building bei der UNESCO, sagt: „Wenn es uns nicht gelingt, Wege zu finden, um eine Generation von Ingenieuren mit mannigfaltigen Fertigkeiten zu inspirieren, wird dies ein grundlegendes Hindernis für das Wachstum unserer sich langsam erholenden Weltwirtschaft sein. Ein Ingenieurbericht der UNESCO zeigte kürzlich auf, dass es in vielen Ländern bereits einen Mangel an Ingenieuren gibt. Obwohl die Zahl der Studenten der Ingenieurwissenschaften weltweit steigt, ist der Prozentsatz derer, die sich für die Ingenieurwissenschaften entscheiden, im Vergleich zu den anderen Disziplinen besorgniserregend rückläufig. Wir brauchen praktische Herausforderungen wie Fly Your Ideas, um junge Menschen für das Potenzial der Technik zu begeistern, indem sie mithelfen, praktische Lösungen für Probleme zu finden, vor denen die Welt wahrscheinlich in naher Zukunft stehen wird.“

Fly Your Ideas von Airbus will die Wachstumschancen für junge Wissenschaftler und Ingenieure erweitern, die dazu beitragen könnten, eine nachhaltigere Luftfahrtindustrie jetzt und in Zukunft zu entwickeln.

Bei Fly Your Ideas 2013 steht Studenten nicht nur ein Airbus-Mentor zur Seite, der die allgemeine Richtung, in die ihr Projekt geht, unterstützt, sondern sie bekommen auch einen Airbus-Experten in ihrem jeweiligen Bereich genannt. Dies bedeutet, dass sie wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten einer Branche erhalten, die heute mehr als 56 Millionen Arbeitsplätze bietet, 35 % des Welthandels abdeckt und weltweit einen Umsatz von 2,2 Billionen USD erwirtschaftet. Auch die internationale akademische Gemeinschaft kann profitieren, wenn sie darin potenzielle Gelegenheiten für Forschung und Entwicklung erkennt.

Fly Your Ideas ist ein Ausdruck der Unternehmensvision von Airbus, der Vision von nachhaltigen Flugreisen im Jahr 2050. Das Siegerteam wird am 14. Juni bei einer Preisverleihung in Paris bekannt gegeben.

Um ausführlichere Informationen zu erhalten, besuchen Sie bitte http://www.airbus-fyi.com

[i]Quelle: McKinsey Global Institute, Manufacturing the Future: the next era of global growth and innovation, November 2012

Einzelheiten zum Projekt, Videos & Bilder finden Sie unter http://www.airbus.com/presscentre/pressroom/

Hinweise an Redakteure

Termine des Wettbewerbs Fly Your Ideas 2013

Anmeldung:  

Abgeschlossen am 30. November 2012

Runde 1, Projektvorschlag: 3. September – 7. Dezember 2012

Runde 2, Projekteinreichung: Januar - April 2013

Runde 3, Projektvorstellung

(Entwicklung):  Mai - Juni 2013

Finale, Projektvorstellung (live): 12. Juni 2013

Bekanntgabe des Siegerteams: 14. Juni 2013

Über Fly Your Ideas von Airbus

Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb umfasst drei zunehmend anspruchsvoller werdende Runden. Die Gewinner teilen sich den Hauptpreis von 30.000 EURO; die Zweitplatzierten einen Preis von 15.000 EURO. Fünf Teams sind im Finale. Das siegreiche Team wird von einer hochkarätigen Jury ausgewählt.

Dies ist das dritte Mal, dass der zweijährig stattfindende Wettbewerb Fly Your Ideas durchgeführt wird. An dem vorherigen Wettbewerb (2011) beteiligten sich mehr als 2.600 Studenten, von 287 Universitäten und aus 75 Ländern. Das „Team Wings of Phoenix'“ von der chinesischen Universität für Luft- und Raumfahrt in Nanjing gewann damals mit seinen bodengestützten Windkraftanlagen, die den Luftsog von Flugzeugen bei Start und Landung ausnutzen. 

Finalisten von Fly Your Ideas 2013

Australien - Team CliMA vom Royal Melbourne Institute of Technology 

Brasilien - Team Levar von der Universität von São Paulo 

Indien - Team AVAS von der SRM Universität

Italien - Team Flybrid von der Technischen Universität Mailand

Malaysia - Team Embarker von der Universiti Putra Malaysia