Starke Nachfrage nach gebrauchten A320 führt zur gemeinsamen Entscheidung zum Stop des Frachterumrüstungs-Programms

Starke Nachfrage nach gebrauchten A320 führt zur gemeinsamen Entscheidung zum Stop des Frachterumrüstungs-Programms
3 June 2011 Press Release

Airbus, EADS EFW und ihre russischen Partner United Aircraft Corporation (UAC) und IRKUT haben gemeinsam entschieden, das A320/A321-Umrüstungsprogramm "Passenger to Freighter" (P2F) aus wirtschaftlichen Gründen zu stoppen und die notwendigen juristischen Schritte zur Beendung des Joint Ventures “Airbus Freighter Conversion GmbH (AFC)” in die Wege zu leiten.

Aufgrund jüngster Marktentwicklungen, einschließlich des Erfolgs der kommenden A320neo, ist die Nachfrage nach A320-Passagierflugzeugen größer geworden, während die Nachfrage nach Frachterversionen in dieser Größenklasse zurückgegangen ist. Außerdem führt der stark wachsende Passagierverkehr zu einer hohen Nachfrage nach gebrauchten Flugzeugen der A320-Familie, was die Anzahl der für die Umrüstung verfügbaren Flugzeuge reduziert.

Vor dem Hintergrund dieser Marktveränderungen und des zunehmenden Drucks auf den P2F Business Case haben die Partner entschieden, das P2F-Programm zu stoppen und einzufrieren.

Das Joint Venture “Airbus Freighter Conversion GmbH (AFC)” wurde im April 2007 zwischen EADS-EFW, Airbus und den russischen Unternehmen UAC und IRKUT mit Sitz in Dresden gegründet. Die Anteile an AFC waren gleichmäßig zwischen Russland (UAC und IRKUT mit jeweils 25 %) und EADS/ Airbus (EADS EFW 32 %, Airbus 18 %) verteilt. Die Partner haben nun entschieden, AFC aufzulösen.

Die kollegiale und professionelle Kooperation zwischen Airbus/EFW, UAC und IRKUT in diesem Joint Venture während der letzten vier Jahre hat die Partnerschaft zwischen der europäischen und der russischen Flugzeugindustrie gestärkt. IRKUT und Airbus werden ihre Partnerschaft bei der Herstellung von Komponenten für das Single Aisle-Programm weiter fortsetzen.