Asiatisch-pazifischer Raum benötigt 11.000 Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren

Bedarf an 4.100 Großraumflugzeugen für den weltweit am schnellsten wachsenden Markt

11 February 2014 Press Release

Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum werden laut der jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) von Airbus Spitzenreiter bei der weltweiten Nachfrage nach größeren und ökoeffizienteren Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren sein.

Die Airlines aus der Region werden im Zeitraum von 2013 bis 2032 rund 10.940 neue Passagier- und Frachtflugzeuge im Wert von 1,8 Billionen US-Dollar übernehmen. Dies entspricht einem Anteil von 37 Prozent an allen neuen Flugzeugen, die in den nächsten 20 Jahren weltweit ausgeliefert werden. Damit lässt die Region die Märkte in Europa, Nordamerika und im Nahen Osten hinter sich. Wertmäßig werden auf die Region 42 Prozent des globalen Marktes für neue Flugzeuge entfallen. Dieser Wert ist auf den höheren Anteil von Großraumflugzeugen zurückzuführen, die im asiatisch-pazifischen Raum benötigt werden. 

Im Passagiergeschäft dürfte sich die Flugzeugflotte der asiatisch-pazifischen Airlines in den nächsten 20 Jahren von heute 4.960 Flugzeugen auf über 12.130 Jets mehr als verdoppeln. Diese Prognose stützt sich auf das überdurchschnittlich hohe Verkehrswachstum von jährlich 5,8 Prozent und den erwarteten Ersatz von knapp 3.770 gegenwärtig fliegenden Flugzeugen. 

Mit der bereits starken und weiter voranschreitenden Urbanisierung in der Region werden 25 der 89 Megastädte im Jahr 2032 im asiatisch-pazifischen Raum liegen. In diesem Zeitraum wird in der Region die Zahl der Städte mit mehr als einer Million Passagieren auf 90 anwachsen. Der Verkehr wird sich zunehmend auf diese Städte konzentrieren. Hier können größere Flugzeuge das Verkehrsaufkommen am effizientesten bewältigen und zugleich Kapazitätsengpässe auf Flughäfen überwinden. Infolgedessen geht Airbus davon aus, dass die Fluggesellschaften aus der Region rund 4.130 Großraumflugzeuge in den nächsten 20 Jahren erwerben werden (46 Prozent der weltweiten Nachfrage).

Heute wird das A330-Großraumflugzeug von seinen Betreibern in der Region in großem Maßstab für internationale Verbindungen eingesetzt und spielt auch eine bedeutende Rolle im Regionalverkehr. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und die Nachfrage nach 3.350 Großraumflugzeugen wie der A330 und der völlig neuen A350 XWB sowie nach rund 780 Supergroßraumflugzeugen mit mehr als 400 Sitzen wie der A380 für die größten und besonders überlasteten Flughäfen ankurbeln.

Im Single-Aisle-Segment trägt das Wachstum der neuen Niedrigpreisfluggesellschaften zur steigenden Nachfrage nach diesen Jets bei. Besonders gefragt sind hier die größeren Modelle wie die A320/A321. Seit der Jahrtausendwende haben Niedrigpreisflug¬gesellschaften die durchschnittliche Kapazität ihrer Flugzeuge um knapp 50 Prozent erhöht. In den nächsten 20 Jahren wird der asiatisch-pazifische Raum rund 6.810 der neu ausgelieferten Flugzeuge dieses Typs benötigen. Dies entspricht einem Anteil von mehr als einem Drittel an allen weltweit ausgelieferten Single-Aisle-Jets.

„Die Bedeutung des asiatisch-pazifischen Marktes steht heute wie auch in Zukunft außer Zweifel. Wir freuen uns sehr, dass Airbus eine so wichtige Rolle in dieser großartigen Wachstumsgeschichte spielt“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. „Alle unsere Produkte sind in der Region zahlenmäßig stark vertreten. Wir stehen bei den Verkaufszahlen in dieser Region weiterhin an der Spitze, da wir die Flugzeuge bieten, die die asiatisch-pazifischen Fluggesellschaften benötigen.“

 

Im Luftfracht-Sektor wird die Region weiter den Weltmarkt beherrschen. Airbus geht davon aus, dass die Frachterflotten asiatisch-pazifischer Airlines von heute rund 300 auf etwa 970 Flugzeuge anwachsen und sich somit verdreifachen werden. Dies entspricht einem Anteil von einem Drittel an der weltweiten Frachterflotte bis 2032. Viele dieser Flugzeuge werden zwar umgerüstete Passagiermodelle sein, doch Airbus geht davon aus, dass rund 270 neu gebaut werden. Wie auch in anderen Weltregionen werden rund 30 Prozent der Frachter in der Kategorie zwischen 45 und 70 Tonnen ausgewählt, die von Großraumflugzeugen mittlerer Größe wie der A330 bedient wird.

Der asiatisch-pazifische Raum ist für Airbus ein Kernmarkt, auf den mehr als 31 Prozent aller Aufträge entfallen, die das Unternehmen bisher erhalten hat. Gegenwärtig fliegen mehr als 2.400 Airbus-Flugzeuge bei rund 100 Betreibern in der gesamten Region. Weitere 1.700 sind noch an Kunden dort auszuliefern. Dies entspricht einem Anteil von mehr als einem Drittel am Gesamtauftragsbestand des Unternehmens und unterstreicht die Bedeutung dieser Region als den am schnellsten wachsenden Markt für neue Verkehrsflugzeuge. 

Im Jahr 2013 hat Airbus seine Position in der Region weiter gestärkt und sich mit 379 Festaufträgen rund 80 Prozent des gesamten Neugeschäfts im asiatisch-pazifischen Raum gesichert. Das Unternehmen hat zudem 331 neue Flugzeuge im Jahresverlauf an Kunden in der Region ausgeliefert. Dies entspricht mehr als der Hälfte aller neuen Flugzeuge, die von asiatisch-pazifischen Airlines im Jahr 2013 in Dienst gestellt wurden.

Die Airbus-Prognose für den asiatisch-pazifischen Raum ist von der globalen Marktprognose (Global Market Forecast) des Unternehmens abgeleitet, die für die nächsten 20 Jahre einen Gesamtbedarf an rund 29.200 neuen Passagier- und Frachtflugzeugen im Wert von knapp 4,4 Billionen US-Dollar sieht. Diese Zahl unterteilt sich nach Größenklassen in 1.710 Supergroßraumflugzeuge, 7.270 Großraumflugzeuge und 20.240 Flugzeuge im Single-Aisle-Segment. 

Die Airbus-Produktpalette reicht von der A320-Familie, dem Bestseller im Single-Aisle-Segment, über die erfolgreiche A330 und die völlig neue A350 XWB in der Kategorie der Großraumflugzeuge mittlerer Größe bis hin zum Flaggschiff A380 in der Kategorie der Supergroßraumflugzeuge. Für den Frachtermarkt bietet Airbus sowohl fabrikneue A330-200F-Serienfrachter als auch umgerüstete Modelle aus dem A330P2F-Programm („Passenger-to-Freighter“).