Airbus und Parker Aerospace entwickeln gemeinsam Brennstoffzellentechnologie für eine noch ökoeffizientere Luftfahrt

Airbus und Parker Aerospace entwickeln gemeinsam Brennstoffzellentechnologie für eine noch ökoeffizientere Luftfahrt

Neue Entwicklungsphase bei der Brennstoffzellentechnologie für die Luft- und Raumfahrt

20 June 2011 Press Release

Auf dem Weg zu umweltfreundlicheren Flugzeugen und erheblich reduzierten Emissionen entwickelt Airbus die Brennstoffzellentechnologie als alternative Energiequelle für die Stromversorgung am Boden und im Flug. Im Rahmen seiner laufenden globalen Forschungsprogramme erweitert das Unternehmen seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie nun durch  eine neue Partnerschaft mit Parker Aerospace, eines operativen Segments der Parker Hannifin Corporation (NYSE:PH). Der langjährige Airbus-Zulieferer verfügt über besondere Kompetenzen bei der Integration multifunktionaler Systeme.

Airbus wird in dieser Partnerschaft für die allgemeine Systemarchitektur der Flugzeuge und die Integration der Technologien an Bord verantwortlich sein, während Parker das multifunktionale Brennstoffzellensystem liefert und das Management verschiedener Subsystem-Zulieferer übernimmt.

Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines Technologiedemonstrators mit einer anschließenden gemeinsamen Kampagne zur Flugerprobung  bis Mitte des Jahrzehnts, die Betriebs- und Infrastrukturprüfungen umfassen soll. Durch die Einbindung von Parker Aerospace schon in diesem frühesten Stadium des Projekts ist es möglich, die Serienreifmachung bereits während der gesamten Prozessentwicklung zu berücksichtigen und nicht erst an deren Ende.

„Wir haben in Parker Aerospace einen starken Partner mit ausgezeichneten Kompetenzen bei der Integration multifunktionaler Systeme. Das Engagement des Unternehmens für dieses Forschungsprojekt unterstreicht das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie als einer alternativen Energiequelle für die Stromversorgung an Bord“, sagte Axel Krein, Senior Vice President Research & Technology von Airbus. „Wir treten nun in eine Phase der gemeinsamen Entwicklung ein, globalisieren damit die Forschung im Brennstoffzellenbereich für unsere Branche und bereiten die nächste Generation ökoeffizienter Flugzeuge vor.“

„Parker ist über diese Anerkennung seiner umfassenden Technologiekompetenz durch Airbus sehr erfreut“, sagte Mark Czaja, Group Vice President of Technology and Innovation von Parker Aerospace. „Airbus ist einer der Branchenführer bei der Einführung ökoeffizienter Brennstoffzellentechnologien für Flugzeuge. Mit unseren Fähigkeiten bei der Integration der zahlreichen von uns entwickelten Flugzeugsysteme können wir die Brennstoffzellentechnologie gemeinsam voranbringen und ihre Tauglichkeit in diesem Flugtestprogramm mit bahnbrechender Bedeutung nachweisen.“

Airbus betrachtet die Brennstoffzellentechnologie als einen Faktor, der wesentlich zur Verwirklichung der ACARE-Ziele für 2020 beitragen kann. Diese sehen eine Reduzierung der CO2-Emissionen im Luftverkehr um 50 Prozent, der Stickoxidemissionen um 80 Prozent und der Geräuschemissionen um 50 Prozent vor. Der Einsatz eines Brennstoffzellensystems an Bord eines Zivilflugzeugs wurde von Airbus gemeinsam mit seinen Forschungspartnern 2008 erfolgreich getestet. Bei diesem ersten Versuchsflug lieferte eine Brennstoffzelle Strom für die Backup-Systeme des Flugzeugs. Als nächsten Schritt untersucht Airbus nun die Anwendung multifunktionaler Brennstoffzellen als Ersatz für das Hilfsenergieaggregat (APU) zur Stromversorgung elektrischer Verbraucher im Flugzeug (z.B. in der Kabine). Brennstoffzellen könnten auch Bodenenergieaggregate ersetzen, was zum emissionsfreien Bodenbetrieb führen und den Kraftstoffverbrauch für diese Zwecke wesentlich reduzieren würde.

Hinweise für Redakteure:

Eine Brennstoffzelle ist eine Vorrichtung, die die in Wasserstoff und Sauerstoff enthaltene Energie durch direkte chemische Umwandlung bei niedriger Temperatur ohne bewegliche Bauteile in elektrischen Strom umwandelt. Als Nebenprodukt fällt Wasser und bei luftatmenden Systemen sauerstoffarme Luft an. Brennstoffzellen erzeugen Strom sauberer und effizienter als Verbrennungsmotoren. Da Wasser und sauerstoffarme Luft (Inertgas) anfallen, können an Bord des Flugzeugs auch Wasser- und Inertierungssysteme ersetzt werden.

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