Asiatisch-pazifischer Raum wird in den nächsten 20 Jahren Spitzenreiter bei der Nachfrage nach neuen Flugzeugen sein

Asiatisch-pazifischer Raum wird in den nächsten 20 Jahren Spitzenreiter bei der Nachfrage nach neuen Flugzeugen sein

Bedarf an 8.560 neuen Flugzeugen im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar

7 March 2011 Press Release

Fluggesellschaften aus dem asiatisch-pazifischen Raum werden nach Prognosen des europäischen Flugzeugherstellers Airbus in den nächsten 20 Jahren rund 8.560 neue Flugzeuge im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar übernehmen. Dies entspricht einem Anteil von 33 Prozent an allen Flugzeugneuauslieferungen im Prognosezeitraum. Die Region lässt damit die bisher wichtigsten Flugzeugmärkte Nordamerika und Europa hinter sich zurück.

Die jüngste Prognose für den asiatisch-pazifischen Raum wurde heute in Hongkong von Chris Emerson, Senior Vice President Product Strategy and Market Forecast, vorgestellt.

Die Airbus-Marktvorhersage stützt sich auf das überdurchschnittliche Wachstum des Passagier- und Frachtverkehrs in der Region sowie auf die große Anzahl an sich im Service befindenden, zu ersetzenden Flugzeugen. Airbus geht davon aus, dass das Passagieraufkommen der asiatisch-pazifischen Airlines jährlich um 5,8 Prozent wachsen wird. Für den Frachtverkehr durch die Region wird sogar eine jährliche Steigerungsrate von 7,0 Prozent erwartet. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten weltweit werden dagegen auf 4,8 Prozent im Passagiergeschäft und 5,9 Prozent im Cargo-Geschäft angesetzt. Im gleichen Zeitraum werden die Carrier der Region voraussichtlich 78 Prozent der 3.680 gegenwärtig fliegenden Flugzeuge ersetzen müssen, um weiter die jüngsten und ökoeffizientesten Flotten der Welt zu betreiben.

Airbus erwartet weiterhin eine starke Nachfrage nach größeren Flugzeugtypen aus dem asiatisch-pazifischen Raum, basierend auf der Bevölkerungskonzentration rund um die wichtigen urbanen Zentren sowie die Notwendigkeit eines größeren Sitzplatzangebots zwischen den schnell wachsenden Megacities. Fluggesellschaften aus der Region werden infolgedessen in den nächsten beiden Jahrzehnten rund 3.360 neue Großraumflugzeuge erwerben. Dies entspricht 40 Prozent aller weltweit ausgelieferten Großraumflugzeuge und umfasst neben 2.580 Twin-Aisle-Jets, wie die A330 und die neue A350 XWB, auch rund 780 Flugzeuge der größten Kategorie, wie die A380.

Obwohl der asiatisch-pazifische Raum überwiegend ein Markt für Großraumflugzeuge ist, wird sich die Nachfrage nach Single-Aisle-Jets in den kommenden Jahren dort ebenfalls beschleunigen: Airbus rechnet mit einem Bedarf an rund 5.200 neuen Passagierjets in der Kategorie der 100- bis 210-Sitzer, wie der überaus erfolgreichen A320-Familie. Maßgebliche Faktoren für diese Steigerung sind in erster Linie das Wachstum der Niedrigpreisfluggesellschaften in Asien sowie die Eröffnung neuer sekundärer Kurzstreckenrouten in China, Indien und Südostasien.

Im Cargo-Sektor wird die Region weiter den Weltmarkt beherrschen: Die Frachtflotten asiatisch-pazifischer Airlines werden auf 1.056 Flugzeuge anwachsen und sich so nahezu vervierfachen. Viele dieser Flugzeuge werden zwar umgerüstete Passagiermodelle sein, doch geht Airbus davon aus, dass rund 270, der in den nächsten zwanzig Jahren ausgelieferten Frachtflugzeuge, neu gebaut werden. Dies entspricht einem Anteil von mehr als 30 Prozent an der erwarteten weltweiten Nachfrage nach neuen Frachtern aus der Serienproduktion.

Chris Emerson wies bei der Vorstellung der Marktprognose darauf hin, dass asiatisch-pazifische Airlines von der stärkeren Liberalisierung des Luftverkehrs in Asien sowie vom dynamischen Wirtschaftswachstum und zunehmenden Wohlstand in der Region profitieren werden, der Flüge nun auch für viele Menschen erschwinglich macht, die vorher noch nie geflogen sind.

„In den nächsten 20 Jahren werden Fluggesellschaften aus dem asiatisch-pazifischen Raum ein Drittel des gesamten Passagieraufkommens der Welt sowie zwei Drittel der gesamten Fracht durch die Region befördern“, so Chris Emerson. „Zur effizienten Deckung des Bedarfs sind größere Flugzeuge erforderlich, um der Verkehrsüberlastung gegenzusteuern und um mit weniger mehr zu erreichen. Mit einer modernen, ökoeffizienten und umfassenden Produktpalette, zu der auch das einzige völlig neue Flugzeug der größten Kategorie zählt, ist Airbus besonders gut aufgestellt, um die Anforderungen der Fluggesellschaften dieser Region zu erfüllen.“
Der asiatisch-pazifische Raum ist für Airbus ein Kernmarkt, der für mehr als ein Viertel aller Aufträge aufgekommen ist, die das Unternehmen bisher erhalten hat. Gegenwärtig fliegen rund 1.700 Airbus-Flugzeuge bei mehr als 70 Betreibern in der gesamten Region. Weitere 1.100 sind noch an Kunden dort auszuliefern. Dies entspricht einem Anteil von 32 Prozent am Gesamtauftragsbestand des Unternehmens und unterstreicht die Bedeutung dieser Region als schnellsten wachsenden Markt für neue Verkehrsflugzeuge.

Die Airbus-Prognose für den asiatisch-pazifischen Raum ist von der globalen Marktprognose (Global Market Forecast) des Unternehmens abgeleitet, die für die nächsten 20 Jahre einen Gesamtbedarf an 25.850 neuen Passagier- und Frachtflugzeugen im Wert von 3,2 Billionen US-Dollar sieht. Diese Zahl unterteilt sich nach Größenklassen in 1.740 Supergroßraumflugzeuge, 6.240 Großraumflugzeuge und 17.870 Standardrumpfflugzeuge.

Die Airbus-Produktpalette reicht von der A320-Familie, dem Bestseller im Single-Aisle-Segment, über die erfolgreiche A330/A340-Familie und die völlig neue A350 XWB im Twin-Aisle-Segment bis hin zum Flaggschiff A380 in der Kategorie der Supergroßraumflugzeuge. Für den Frachtmarkt bietet Airbus derzeit das neue Modell A330-200F mittlerer Kapazität an.

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