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09 November 2011
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Bessere operative Leistung: EADS veröffentlicht Neun-Monats-Ergebnisse 2011

Leiden

AIRBUS RGB
  • Erhöhte Gesamtjahresprognose für Auftragseingang, Umsatz, EBIT* vor Einmaleffekten und Free Cash Flow
  • Auftragseingang steigt in ersten neun Monaten 2011 um 63 Prozent auf € 93,9 Mrd.; Auftragsbestand erreicht Rekordwert von € 503 Mrd.
  • Umsatz wächst um 4 Prozent auf € 32,7 Mrd.
  • EBIT* vor Einmaleffekten steigt um 29 Prozent auf € 1,1 Mrd.
  • Starker Free Cash Flow, bereinigt um die Übernahme von Vector Aerospace, bei rund € 600 Mio. – leicht unter Vorjahresniveau
  • Konzernergebnis vor Einmaleffekten steigt um 86 Prozent auf
    € 565 Mio.
  • Belastung in Höhe von € 200 Mio. für verschobene Indienststellung der A350 XWB in das erste Halbjahr 2014
     

Die Neun-Monats-Ergebnisse von EADS (Börsenkürzel: EAD) übertreffen die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind – wie erwartet – angespannt. In den ersten neun Monaten 2011 belief sich der Auftragseingang(5) von EADS auf € 93,9 Mrd. Der Auftragsbestand erreichte das Rekordniveau von € 503 Mrd. EADS erwirtschaftete einen Umsatz von € 32,7 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten betrug rund € 1,1 Mrd., vor allem aufgrund operativer Verbesserungen bei Eurocopter und im zivilen Airbus-Geschäft sowie einiger günstiger Phaseneffekte bei Airbus und in der EADS-Zentrale. Das berichtete EBIT* lag bei € 885 Mio. Dank eines anhaltend starken Cash Flow betrug die Nettoliquidität nach Firmenzukäufen € 11,4 Mrd.

„Dank unserer Maßnahmen, die operative Leistung zu steigern, übertreffen die Neun-Monats-Ergebnisse die Erwartungen. Ich bin zuversichtlich, dass der zivile Flugzeugmarkt, gepaart mit unserem starken Auftragsbestand, unser Wachstum in den kommenden Jahren weiter tragen wird. Im Verteidigungsbereich ist EADS auf der Grundlage bestehender Verträge bereit, mit den Regierungen Gespräche über die Zukunft von Beschaffungsprogrammen zu führen. Das Services-Portfolio des Konzerns wurde durch neue Zukäufe weiter ausgebaut“, erklärte EADS-CEO Louis Gallois. „Größte Aufmerksamkeit widmet das Management weiterhin unseren Großprogrammen, insbesondere der A350.“

Den Reifegrad der A350-XWB-Hauptkomponenten zu Beginn der Endmontage sicherzustellen, bleibt eine der obersten Konzernprioritäten. Daher ist der Anlauf der Endmontage nun für das erste Quartal 2012 vorgesehen, die Indienststellung der Maschine für das erste Halbjahr 2014.

In den ersten neun Monaten 2011 erhöhte sich der Umsatz von EADS um vier Prozent auf € 32,7 Mrd. (9M 2010: € 31,6 Mrd.). Dieses Wachstum wurde von Airbus Commercial, Eurocopter und Astrium getragen.
Die effektiven Auslieferungen blieben auf hohem Niveau – mit 374 Flugzeugen bei Airbus Commercial, 323 Hubschraubern bei Eurocopter und dem 46. erfolgreichen Start einer Ariane-5-Rakete in Folge.

Das EBIT* vor Einmaleffekten (bereinigtes EBIT*) – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – betrug rund € 1,1 Mrd. für EADS (9M 2010: € 0,8 Mrd.) sowie rund
€ 0,4 Mrd. für Airbus (9M 2010: rund € 0,3 Mrd.). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf operative Verbesserungen bei Airbus und Eurocopter sowie einige günstige Phaseneffekte bei Airbus und in der EADS-Zentrale zurückzuführen.

Das berichtete EBIT* von EADS betrug € 885 Mio. (9M 2010: € 784 Mio.).

Im dritten Quartal buchte Airbus Commercial Aufwendungen in Höhe von € 200 Mio. für die verschobene Indienststellung der A350 XWB in das erste Halbjahr 2014. Das berichtete EBIT* beinhaltet einen positiven Einmaleffekt von € 192 Mio. aufgrund der Beendigung des A340-Programms. Die Währungsdifferenz von Dollarzu- und -abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und bilanzielle Neubewertungen belasteten das EBIT* von EADS Ende September mit rund € 50 Mio. In den ersten neun Monaten verzeichnete Eurocopter Nettoaufwendungen in Höhe von rund € 120 Mio. (davon entfielen € 60 Mio. auf das dritte Quartal), vor allem für Regierungsprogramme sowie für SHAPE.

Das Konzernergebnis wuchs um mehr als das Doppelte an auf € 421 Mio. (9M 2010: € 198 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 0,52 (9M 2010: € 0,24). Der Anstieg geht vor allem auf das Konzernergebnis vor Einmaleffekten(4) zurück, das sich dank des höheren operativen Ergebnisses auf € 565 Mio. (9M 2010: € 304 Mio.) verbesserte.

Das Finanzergebnis belief sich auf € -212 Mio. (9M 2010: € -452 Mio.). Das Zinsergebnis von € -9 Mio. (9M 2010: € -176 Mio.) verbesserte sich durch den positiven Einmaleffekt in Höhe von € 120 Mio. aufgrund der Beendigung des A340-Programms. Darüber hinaus liegt die Nettoliquidität 2011 im Durchschnitt über dem Vorjahresniveau. Das Übrige Finanzergebnis belief sich auf € -203 Mio. (9M 2010: € -276 Mio.). Es beinhaltet unter anderem einen negativen Effekt von rund € 60 Mio. aus der Neubewertung der von EADS gehaltenen Optionen sowie einen weiteren negativen Effekt in Höhe von rund € 110 Mio. aus der Aufzinsung diskontierter Rückstellungen.

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen auf € 2,151 Mrd. (9M 2010: € 2,038 Mrd.). Dies ist insbesondere auf Entwicklungen im A350-XWB-Programm von Airbus zurückzuführen.

Der Free Cash Flow für die ersten neun Monate 2011 profitierte von der guten operativen Leistung und den Auftragseingängen im zivilen Geschäft. Der Brutto Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit spiegelt die verbesserte Profitabilität wider. Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen belief sich auf € -27 Mio. (9M 2010: € 882 Mio.), der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen auf € 155 Mio. (9M 2011: € 791 Mio.). Aufgrund der Verschlechterung des Netto-Umlaufvermögens lag der um die Übernahme von Vector Aerospace bereinigte Free Cash Flow mit € 587 Mio. leicht unter Vorjahresniveau. Das Netto-Umlaufvermögen spiegelt den Bestandsaufbau bei Airbus wider; dieser beruhte auf der Verschiebung einiger Auslieferungen im dritten Quartal 2011 sowie auf der schrittweisen Erhöhung der Single-Aisle-Produktion auf mittlerweile 38 Maschinen pro Monat. Der negative Effekt des Bestandsaufbaus auf den Cash Flow sollte sich im vierten Quartal wieder verringern. Indes wurde der negative Effekt dieser Bestandserhöhung zwischenzeitlich durch höhere Kundenanzahlungen bei Airbus und Astrium teilweise ausgeglichen. Kundenfinanzierungen generierten in den ersten neun Monaten einen positiven Beitrag von rund € 180 Mio., da die hohe Nachfrage von Flugzeug-Leasing-Unternehmen und des Bankensektors entgegen jüngster Befürchtungen anhält. Die Investitionen bewegten sich auf Vorjahresniveau, sollten bis Ende des Jahres aber steigen.

Die Nettoliquidität von EADS lag bei soliden € 11,4 Mrd. (Jahresende 2010: € 11,9 Mrd.). Sie spiegelt unter anderem einen Beitrag von € 300 Mio. zum Pensionsplanvermögen sowie den Barerwerb der Dornier/DADC-Minderheitsanteile von der Daimler AG wider.

Der Auftragseingang(5) des Konzerns stieg dank der anhaltenden Dynamik im Zivilgeschäft um 63 Prozent auf € 93,9 Mrd. (9M 2010: € 57,7 Mrd.). Ende September 2011 erreichte der Auftragsbestand(5) des Konzerns mit € 503 Mrd. (Jahresende 2010: € 448,5 Mrd.) Rekordniveau und leistet damit einen wichtigen Beitrag für das zukünftig starke Umsatzwachstum von EADS. Negative Effekte aufgrund einer Neubewertung infolge der leichten Verschlechterung des US-Dollar-Stichtagskurses seit Ende 2010 führten zu einer Verringerung des Auftragsbestands von Airbus Commercial um rund € 2,7 Mrd. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft sank auf € 54,5 Mrd. (Jahresende 2010: € 58,3 Mrd.).

Ende September 2011 beschäftigte EADS 128.038 Mitarbeiter (Jahresende 2010: 121.691), einschließlich 2.426 Mitarbeitern aus der Übernahme von Vector Aerospace.
 

Ausblick

EADS erhöht die Prognose vom Juli dieses Jahres für Aufträge, Umsatz, EBIT* vor Einmaleffekten und Free Cash Flow. Für das Jahr 2011 rechnet Airbus mit der Auslieferung von 520 bis 530 Zivilflugzeugen und rund 1.500 Brutto-Bestellungen. Der Umsatz von EADS im Jahr 2011 sollte gegenüber dem Vorjahreswert von € 45,8 Mrd. um mehr als 4 Prozent steigen.

Dank der besser als erwartet ausfallenden Ergebnisse im Zivilgeschäft rechnet EADS im Vergleich zu 2010 für dieses Jahr zudem mit einem Anstieg des EBIT* vor Einmaleffekten auf rund € 1,45 Mrd.

Der Konzern geht davon aus, dass der Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten im Jahr 2011 mit rund € 0,9 das Vorjahresniveau (€ 0,86) übersteigen wird. Die künftige Entwicklung des berichteten EBIT* sowie des Ergebnisses je Aktie von EADS wird davon abhängen, wie der Konzern die Programme A400M, A380 und A350 XWB gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden managen kann. Sowohl das berichtete EBIT* als auch das Ergebnis je Aktie werden zudem durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Wie
bereits berichtet, sollte der Gewinn je Aktie 2011 bei einem Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 das Vorjahresniveau von € 0,68 übersteigen; bei € 1 = US$ 1,45 könnte er niedriger ausfallen.

Der Free Cash Flow vor Akquisitions-Aufwendungen sollte nun deutlich über € 1 Mrd. liegen.

Jüngste Programm-Überprüfungen bestätigen die Erwartung, dass sich das EBIT* vor Einmaleffekten 2012 von EADS signifikant verbessern wird – dank höherer Volumina, besserer Preise und Optimierungen im A380-Programm.
 

EADS-Divisionen: Starke Nachfrage im Zivilgeschäft von Airbus und Eurocopter, erwartungsgemäß angespanntes Regierungsgeschäft aufgrund von Haushaltskürzungen

Der Gesamtumsatz von Airbus legte gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf € 22,411 Mrd. (9M 2010: € 21,740 Mrd.) zu. Das konsolidierte Airbus-EBIT* lag stabil bei € 295 Mio. (9M 2010: € 296 Mio.).

Der Umsatz von Airbus Commercial belief sich auf € 21,120 Mrd. (9M 2010: € 20,446 Mrd.). Wie im letzten Jahr wurden 376 Zivilflugzeuge mit Umsatzrealisierung ausgeliefert. Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich vorteilhafte Mix- und Preiseffekte positiv auf den Umsatz von Airbus Commercial aus. Der Weiterverkauf von zwei bisher unter Operating-Leasing bilanzierten Langstreckenflugzeugen im dritten Quartal wurde bei der Berechnung von Umsatz und Marge berücksichtigt. Die Auslieferung einiger Flugzeuge wurde im dritten Quartal verschoben. Die für das Gesamtjahr erwarteten Auslieferungen bleiben davon jedoch unberührt. Das berichtete EBIT* von Airbus Commercial betrug € 306 Mio. (9M 2010: € 328 Mio.). Das EBIT* vor Einmaleffekten von Airbus Commercial in Höhe von rund € 380 Mio. (9M 2011: € 280 Mio.) profitierte im Vergleich zum Vorjahr von Verbesserungen im operativen Geschäft, einschließlich Preissteigerungen vor Eskalation und günstigen Phaseneffekten. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr wurde teilweise durch eine Verschlechterung des Hedging-Kurses um rund € 220 Mio. sowie durch höhere F&E-Aufwendungen, vor allem im A350-XWB-Programm, reduziert.

Der Umsatz von Airbus Military stieg um 13 Prozent auf € 1,747 Mrd. (9M 2010: € 1,540 Mrd.) aufgrund einer höheren Umsatzrealisierung im A400M-Programm und im Tankflugzeuggeschäft. Das EBIT* von Airbus Military verbesserte sich auf € 5 Mio. (9M 2010: € -35 Mio.). Die Neun-Monats-Ergebnisse des vergangenen Jahres waren negativ durch Kosten im A400M-Programm belastet.

Bis Ende September verzeichnete Airbus Commercial Nettobestellungen für 1.038 Zivilflugzeuge und lieferte 374 Maschinen aus, davon 16 A380. Das dritte Quartal war von bedeutenden Kaufabsichten internationaler Kunden geprägt. Während Air France-KLM bis zu 60 A350 XWB bestellte, gingen von Lufthansa unter anderem Kaufzusagen und Festbestellungen über 30 A320neo und zwei A380 ein. Im Oktober besiegelten Qantas und Airbus mit der Bestellung von 110 Flugzeugen der A320-Familie den größten Auftrag in der Geschichte der australischen Luftfahrt. Airbus bekräftigte die Strategie zum Ausbau des Services-Geschäfts durch die abgeschlossenen Übernahmen des dänischen Unternehmens Satair A/S sowie von Metron Aviation, einem US-amerikanischen Anbieter von fortschrittlichen Lösungen für Luftverkehrsmanagement.

Das A350-XWB-Programm erzielt Fortschritte. Fertigung und Vormontage der A350-900 schreiten an allen dafür vorgesehenen Standorten voran. Der Start der Endmontagelinie ist für das erste Quartal 2012 vorgesehen, die Indienststellung für das erste Halbjahr 2014; dies führt zu einer Belastung des EBIT* in Höhe von € 200 Mio.

In den ersten neun Monaten lieferte Airbus Military 12 Flugzeuge aus, darunter zwei A330 MRTT (Multi-Role Tanker Transport) für die Royal Australian Air Force. Das militärische Transportflugzeug A400M hat weitere wichtige Flugtests absolviert und erzielt Fortschritte.hinsichtlich der Zulassung. Die Ursachen für die Triebwerksprobleme Anfang des Jahres wurden ermittelt und erheblicher Progress zu deren Beseitigung wurde erzielt. Das Flugtestprogramm läuft weiterhin mit voller Kapazität, um die zeitgerechte Zulassung zu gewährleisten. Nach der militärischen und zivilen Zulassung des Future Strategic Tanker Aircraft (FSTA) für die britischen Luftstreitkräfte im dritten Quartal befindet sich das Flugzeug in der Flugtestphase für die Indienststellung.

Ende September 2011 verzeichnete Airbus einen konsolidierten Auftragsbestand von € 456,8 Mrd. (Jahresende 2010: € 400,4 Mrd.). Davon entfielen € 436,4 Mrd. (Jahresende 2010: € 378,9 Mrd.) auf Airbus Commercial; dies entspricht einer Stückzahl von 4.216 Flugzeugen (Jahresende 2010: 3.552 Maschinen) beziehungsweise einer vollen Produktionsauslastung von über sieben Jahren. Negative Effekte aufgrund einer Neubewertung infolge der leichten Verschlechterung des US-Dollar-Stichtagskurses seit Ende 2010 führten zu einer Verringerung des Auftragsbestands um rund € 2,7 Mrd. Bei Airbus Military führten zwei Neubestellungen zu einem Auftragsbestand von insgesamt 231 Maschinen im Wert von € 21,7 Mrd. (Jahresende 2010: € 22,8 Mrd.).

Eurocopter steigerte seinen Umsatz um 12 Prozent auf € 3,458 Mrd. (9M 2010: € 3,085 Mrd.). Insgesamt wurden 323 Hubschrauber ausgeliefert (9M 2010: 367 Hubschrauber). Das EBIT* der Division stieg um 30 Prozent auf € 157 Mio. (9M 2010: € 121 Mio.). Der Anstieg von Umsatz und EBIT* im Vergleich zum Vorjahr geht auf einen günstigen Mix bei den Auslieferungen ziviler Hubschrauber und Support-Aktivitäten sowie auf bessere operative Leistungen zurück. Zudem beinhaltet der Umsatz € 96 Mio. infolge der Übernahme von Vector Aerospace. In den ersten neun Monaten verzeichnete Eurocopter Nettoaufwendungen in Höhe von rund € 120 Mio. (davon € 60 Mio. im dritten Quartal), hauptsächlich für Regierungs-programme sowie das Transformationsprogramm SHAPE. Im Vorjahr war eine Nettoaufwendung in Höhe von € 70 Mio. enthalten.

Für das Geschäft mit leichten und mittelschweren Zivilhubschraubern stellt Eurocopter eine Marktbelebung fest, die von den USA und Osteuropa ausgeht. In den ersten neun Monaten 2011 stieg der Nettoauftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch das Wiedererstarken des Öl- und Gasmarkts. Insgesamt wurden im dritten Quartal 67 Hubschrauber bestellt, davon 43 Ecureuil. Im September erhielt Eurocopter vom kanadischen Betreiber CHC Helicopter erneut eine umfangreiche Bestellung über 20 EC225, die im berichteten Auftragsbestand noch nicht berücksichtigt ist. In den ersten neun Monaten nahm Eurocopter Nettobestellungen für 259 Hubschrauber entgegen (230 Nettobestellungen im Vorjahreszeitraum). Mit dem Anlauf von Flugtests eines auf der AS350 basierenden Hybrid-Demonstrators hat die Division einen wichtigen neuen Meilenstein in ihrem Innovationsplan erreicht.

Der Auftragsbestand von Eurocopter ging zurück auf € 13,9 Mrd. (Jahresende 2010: € 14,6 Mrd.) beziehungsweise 1.058 Hubschrauber (Jahresende 2010: 1.122 Helikopter).

Astrium steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um sieben Prozent auf € 3,44 Mrd. (9M 2010: € 3,226 Mrd.), dank verstärkter Aktivitäten bei Trägerraketen und Satelliten und trotz eines niedrigeren Volumens bei Dienstleistungen. Im dritten Quartal lieferte Astrium vier Telekommunikationssatelliten aus. Das EBIT* stieg um vier Prozent auf € 165 Mio. (9M 2010: € 158 Mio.). Der Volumen- und Produktivitätsanstieg bei Satelliten, im Verteidigungsgeschäft und bei Trägerraketen wurde dabei durch die geringere Aktivität im Dienstleistungsgeschäft gemindert.

Der Auftragseingang lag in den ersten neun Monaten 2011 bei € 2,3 Mrd., einschließlich eines Auftrags für den Telekommunikationssatelliten Eutelsat 3B m dritten Quartal. Darüber hinaus absolvierte die Trägerrakete Ariane 5 im dritten Quartal ihren 46. erfolgreichen Start in Folge und stellte damit einmal mehr ihre hohe Zuverlässigkeit unter Beweis. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat die ersten beiden Galileo In-Orbit Validation (IOV) Satelliten technisch abgenommen, die unter der Führerschaft von Astrium gebaut wurden. Beide Satelliten sind erfolgreich ins All gestartet und funktionieren wie vorgesehen. Zur Stärkung seines Dienstleistungsgeschäfts hat Astrium eine Vereinbarung zum Erwerb des Unternehmens Vizada für US$ 960 Mio. getroffen. Die Zustimmung der Regulierungsbehörden wird in den nächsten Monaten erwartet.

Um Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, treibt Astrium das Transformationsprogramm AGILE voran. In der Folge sind bereits höhere F&E-Aufwendungen zu verzeichnen; im letzten Quartal werden für AGILE Einmalkosten anfallen. Der Auftragsbestand von Astrium belief sich Ende September 2011 auf € 14,7 Mrd. (Jahresende 2010: € 15,8 Mrd.).

Cassidian verbuchte in den ersten neun Monaten 2011 einen Umsatz von € 3,419 Mrd. (9M 2010: € 3,470 Mrd.). Das EBIT* sank auf € 170 Mio. (9M 2010: € 204 Mio.). Wie bereits berichtet, sieht sich die Division einem Wandel ihres Marktumfeldes gegenüber. Die Prognosen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 bleiben unverändert. Die Produktion der Eurofighter-Tranche 3A ist bis 2017 sichergestellt. Die neue Organisationsstruktur von Cassidian ist in Kraft getreten, das Transformationsprogramm ist angelaufen und wird umgesetzt. Die damit verbundenen Einmalkosten werden voraussichtlich im vierten Quartal gebucht. Umsatz und EBIT* der Division entsprachen Ende September den Erwartungen. Die üblichen saisonalen Schwankungen führen zu stärkeren Aktivitäten im vierten Quartal.

Der Auftragseingang lag Ende September bei € 2,6 Mrd. Im Bereich unbemannte Flugsysteme (Unmanned Aerial Systems – UAS) erzielte Cassidian erneut Fortschritte: Mitte Oktober übernahm die Division das Unternehmen SurveyCopter zum weiteren Ausbau des Geschäfts mit taktischen Drohnen. Das erste unbemannte Flugsystem vom Typ Euro Hawk – einem Gemeinschaftsprogramm von Cassidian und Northrop Grumman – hat seinen Erstflug nach Deutschland absolviert. Dort wird das Missionssystem zur Signalaufklärung für den Einsatz bei der deutschen Luftwaffe integriert. Die weitere Flugerprobung wird ebenfalls in Deutschland stattfinden. Die Eurofighter-Kampagnen in Indien und der Schweiz schreiten indessen voran.
 

EADS-Zentrale und übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einer Division)

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten stieg um drei Prozent auf € 833 Mio. (9M 2010: € 805 Mio.). EADS North America verbesserte seine Ergebnisse dank des Hochlaufs der Auslieferungen beim Light Utility Helicopter (LUH) und an die US-Küstenwache. Bei Sogerma glichen erhöhte Produktionsraten und das verstärkte Geschäft mit Passagiersitzen die Perimeteranpassung infolge der Übernahme von Vector Aerospace durch Eurocopter aus. Die Anstiege wurden teilweise durch niedrigere Auslieferungszahlen bei ATR geschmälert, die jedoch wie erwartet im dritten Quartal wieder anzogen. Das EBIT* der Übrigen Aktivitäten betrug € 20 Mio. (9M 2010: € -6 Mio.). Es profitierte von besseren Ergebnissen bei ATR und Sogerma sowie von einem Gewinn aus der Veräußerung von Defense Security and Systems Solutions (DS3) durch EADS North America im Mai 2011.

Der Auftragseingang von ATR erreichte einen neuen Jahresrekord: Ende September verzeichnete ATR Festbestellungen für 145 Flugzeuge (9M 2010: 63 Flugzeugbestellungen) sowie zusätzlich 72 Optionen. Die Fest-bestellungen machten über 80 Prozent aller Aufträge für Regionalflugzeuge mit 50 bis 90 Sitzen seit Anfang des Jahres aus. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 274 Flugzeuge. In den ersten neun Monaten lieferte ATR 30 Flugzeuge aus (9M 2010: 35 Flugzeuge). EADS North America hatte bereits im August die Hälfte der 345 Hubschrauber vom Typ UH-72A Lakota ausgeliefert, die für die US-Armee vorgesehen sind. Alle Lieferungen wurden zu 100 Prozent termin- und kostengerecht ausgeführt.

Bis Ende September 2011 erhöhte sich der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten um 27 Prozent auf € 3,2 Mrd. (Jahresende 2010: € 2,5 Mrd.).

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 45,8 Mrd. im Jahr 2010 und fast 122.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.
 

http://twitter.com/EADSpress

Ein Themen-Dossier zu den Finanzergebnissen von EADS finden Sie unter: www.eads.com/presse-dossiers-finanzen.
 

Hinweise an die Redaktionen:
Live-Übertragung der EADS-Telefonkonferenz für Analysten im Internet
Sie können die Telefonkonferenz für Analysten mit dem CEO von EADS, Louis Gallois, und dem CFO von EADS, Hans Peter Ring, heute um 11.00 Uhr auf unserer Website www.eads.com verfolgen.
Bitte klicken Sie dazu auf das Banner auf der Startseite. Im Laufe des Nachmittags steht eine Aufzeichnung der Telefonkonferenz zur Verfügung.
 

EADS – Neun-Monats-Ergebnisse (9M) 2011 („reviewed“)
(Beträge in Euro)



EADS – Ergebnisse für das 3. Quartal (Q3) 2011
(Beträge in Euro)


 

Der Umsatz im 3. Quartal 2011 sank im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. 2011 spiegelte der Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr zwar niedrigere Flugzeugauslieferungen bei Airbus Commercial, aber zugleich höhere Aktivitäten bei Eurocopter, Airbus Military und den Übrigen Aktivitäten wider. Der Umsatz von Eurocopter profitierte von einem günstigen Mix bei zivilen Helikoptern und beinhaltet € 96 Mio. infolge der Übernahme von Vector Aerospace.

Das EBIT* im 3. Quartal 2011 sank um 15 Prozent auf € 322 Mio. Das Quartals-EBIT* von Airbus Commercial blieb im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil; es profitierte von operativen Verbesserungen, inklusive besserer Preise and günstiger Phaseneffekte, die ein niedrigeres Volumen, verschlechterte Hedging-Raten und weniger positive Einmaleffekte ausglichen. Das EBIT* im dritten Quartal 2011 reflektiert einen günstigen Mix bei zivilen Hubschraubern von Eurocopter sowie Produktivitätsverbesserungen bei Astrium. Das EBIT* von Airbus Military verzeichnete im dritten Quartal 2010 einen positiven Wechselkurs-Einmaleffekt, der auf die Neubewertung der Drohverlust-Rückstellungen im A400M-Programm zurückzuführen war.

Fußnoten:
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten.
2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten.
3) EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
4) Das Konzernergebnis vor Einmaleffekten entspricht dem Konzernergebnis bereinigt um Einmaleffekte im EBIT*. Es beinhaltet nicht das Übrige Finanzergebnis (außer der Aufzinsung abgezinster Rückstellungen), den positiven Einmaleffekt aufgrund der Beendigung des A340-Programms sowie alle steuerlichen Effekte der genannten Sachverhalte.
5) Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand von EADS basieren auf Listenpreisen.
6) Nach der Integration der ehemaligen Division Militärische Transportflugzeuge in die Division Airbus werden die Segmente Airbus Commercial und Airbus Military ausgewiesen. Airbus Commercial umfasst auch EFW (Elbe Flugzeugwerke) und den Aerostructures-Bereich, jedoch nicht die A400M-Aktivitäten. Zu Airbus Military gehören die ehemalige Division Militärische Transportflugzeuge und sämtliche A400M-Aktivitäten. Eliminierungen werden auf Divisionsebene vorgenommen.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):
Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen von EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet. Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen von EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten von EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten. Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 19. April 2011 entnommen werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Webseite: www.eads.com.
 

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