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13 October 2011
Commercial Aircraft

Air France und Airbus führen umweltfreundlichen Linienflug durch

A350 XWB MSN1 fuselage demasking 06
Zusammenfassung

Halbierung der CO2-Emissionen

Air France und Airbus haben dank neuester Kraftstofftechnologien in Verbindung mit modernsten Techniken des Flugverkehrsmanagements den bisher umweltfreundlichsten Flug der Welt durchgeführt. Die CO2-Emissionen des dabei eingesetzten Airbus A321 wurden auf seinem Weg von Toulouse-Blagnac nach Paris-Orly gegenüber einem herkömmlichen Flug um die Hälfte reduziert.
Zur Minimierung der CO2-Emissionen wurden für den Linienflug AF6129 erstmals verschiedene Maßnahmen kombiniert: der Betrieb beider Triebwerke mit Biokerosin (in 50 Prozentiger Beimengung zum Kraftstoffgemisch), ein optimiertes Flugverkehrsmanagement (Air Traffic Management, ATM) sowie das effiziente kontinuierliche Sinkflugverfahren (Continuous Descent Approach, CDA).
Diese verschiedenen Maßnahmen haben zusammen zu einer Halbierung der gesamten CO2-Emissionen auf 54 Gramm pro Passagier und Kilometer beigetragen. Dies entspricht einem überaus sparsamen Treibstoffverbrauch von 2,2 Litern pro Passagier auf 100 Kilometer.
„Wir sind stolz auf den Erfolg dieses innovativen Projekts, das eine Synthese unserer zahlreichen Initiativen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung darstellt. Air France will das Wachstum des Flugverkehrs mit der Kontrolle der CO2-Emissionen in Einklang bringen. Dieser umweltoptimierte Flug ist ein weiterer Beweis für unser Engagement“, sagte Bertrand Lebel, Executive Vice President Organisation and Corporate Social Responsibility von Air France.
„Dieser Flug ist ein glänzendes Beispiel für die globale Herangehensweise von Airbus an die kontinuierliche Verbesserung der CO2-Bilanz des Luftfahrtsektors“, sagte Andrea Debbane, Head of Environmental Affairs bei Airbus. „Dies war nicht einfach nur ein Flug mit Biokerosin, sondern der erste Flug, bei dem verschiedene Elemente des Airbus-Maßnahmenplans für eine nachhaltige Luftfahrt in der Praxis miteinander kombiniert wurden: Biokraftstoffe, optimiertes Flugverkehrsmanagement und umweltfreundliche Navigation.“
Biokraftstoffe bilden einen Teil der Lösung für die Reduzierung der CO2-Gesamtemissionen. Die Airbus-Strategie für alternative Kraftstoffe zielt auf deren schnellere Kommerzialisierung durch nachhaltige Wertschöpfungsketten für Biokerosin ab. Kraftstoffmischungen mit 50 Prozent Biokerosinanteil sind mittlerweile für kommerzielle Flüge zugelassen, was einer Reihe von Testflügen und der Zusammenarbeit mit den Standardisierungsorganisationen für Flugkraftstoffe (ASTM und DefStan) zu verdanken ist.
Darüber hinaus kann ein effizienteres Flugverkehrsmanagementsystem zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen von Flugzeugen beitragen. Airbus tritt nachdrücklich für eine Straffung des Flugverkehrsmanagements ein und hat unter dem Namen „Airbus ProSky“ eine neue Tochtergesellschaft zur Entwicklung und Unterstützung moderner ATM-Systeme gegründet. Damit soll höchste betriebliche Effizienz über direktere Routenführungen erreicht werden, die einen um zehn Prozent verringerten Kraftstoffverbrauch sowie erheblich reduzierte CO2- und Lärmemissionen zur Folge haben.
Das kontinuierliche Sinkflugverfahren wird als weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs immer gebräuchlicher. Das Flugzeug steuert den Zielflughafen dabei im kontinuierlichen Sinkflug an – der horizontale Flug vor dem Endanflug wird vermieden. Dieses Verfahren erfordert erheblich geringeren Triebwerkschub und reduziert daher den Treibstoffverbrauch.
A350 XWB MSN1 fuselage demasking 06
 

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