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29 July 2010
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Ad-hoc-Mitteilung: EADS veröffentlicht Halbjahresergebnisse 2010

• Auftragseingang von € 30,8 Mrd. zeigt Erholung des Marktes für Zivilflugzeuge
• Airbus erhöht Produktionsrate auf 40 „Single Aisle“-Flugzeuge pro Monat
• Stabiler Umsatz von € 20,3 Mrd.
• EBIT* vor Einmaleffekten: € 0,6 Mrd.
• EBIT*: € 406 Mio.
• Konzernergebnis: € 185 Mio.
• Nettoliquidität in Höhe von € 8,9 Mrd. bleibt wichtiger Aktivposten

Während sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld von EADS (Börsenkürzel: EAD) weiter verbessert, zeigt sich vor allem das institutionelle Geschäft noch immer herausfordernd. EADS erzielte einen Umsatz in Höhe von € 20,3 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten von € 0,6 Mrd. profitierte von den guten Ergebnissen in den Airbus-Serienprogrammen und weiteren Geschäftsaktivitäten. Unter Berücksichtigung außergewöhnlicher Wechselkurseffekte lag das Konzern-EBIT* bei € 406 Mio. Der Auftragseingang in Höhe von € 30,8 Mrd. spiegelt den Aufschwung im zivilen Luftfahrtgeschäft wider. Der Auftragsbestand des Konzerns in Höhe von € 454 Mrd. stellt eine solide Basis für künftige Auslieferungen dar. Die Nettoliquidität bleibt mit € 8,9 Mrd. ein wichtiger Aktivposten von EADS.
„Die Auftragseingänge auf den Luftfahrtmessen in Berlin und Farnborough zeigen die Erholung des zivilen Flugzeugmarkts. Besonders freut mich hierbei die Rückkehr der Flugzeug-Leasinggesellschaften. Für das institutionelle Geschäft hingegen ist der Ausblick schwieriger, da die öffentlichen Haushalte in unseren Heimatmärkten einer gründlichen Prüfung unterzogen werden“, erklärte Louis Gallois, CEO von EADS. „Unsere Hauptaufgaben bleiben ganz klar, die Effizienz bei der A380-Produktion zu erhöhen, die A350-Entwicklung voranzutreiben und mit den Kundennationen die Anpassung des A400M-Vertrags abzuschließen. Außerdem möchte ich hinzufügen, dass wir im Tankflugzeug-Programm der US-Luftwaffe unser Angebot abgegeben haben und jetzt hart dafür kämpfen werden, den Wettbewerb erneut zu gewinnen.“
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres blieb der Umsatz von EADS stabil bei € 20,3 Mrd. (H1 2009: € 20,2 Mrd.). Die Auslieferungen bei Airbus Commercial (250 Einheiten) und Eurocopter (249 Einheiten) blieben in etwa auf gleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Beim A400M-Programm hat EADS die Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad wieder aufgenommen. Basierend auf der Erreichung interner Meilensteine verbuchte das Programm Umsätze in Höhe von rund € 300 Mio. im zweiten Quartal 2010. Die Kundennationen und EADS arbeiten weiter daran, den A400M-Vertrag anzupassen. In der Zwischenzeit schreitet das Flugerprobungs-programm der A400M besser voran als erwartet. Die Entwicklung des „Flight Management Systems“ befindet sich jedoch in einer kritischen Phase und ist herausfordernder als erwartet. Maßnahmen zur Verringerung der Risiken wurden eingeleitet. Die vom Management im März 2010 getroffenen Annahmen zur Berechnung der A400M-Rückstellung sind weiter gültig. Eine Änderung dieser Annahmen könnte sich – wie bereits veröffentlicht – erheblich auf künftige Ergebnisse auswirken.
Das EBIT* vor Einmaleffekten (bereinigtes EBIT*) – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – betrug € 0,6 Mrd. (H1 2009: € 1,3 Mrd.) für EADS und rund € 0,3 Mrd. für Airbus. Es profitierte von den guten Ergebnissen in den Airbus-Serienprogrammen und weiteren Geschäftsaktivitäten, wurde aber erwartungsgemäß durch das A380-Programm weiterhin beeinträchtigt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 belasteten zudem verschlechterte Hedging-Kurse sowie höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung das EBIT* vor Einmaleffekten.
Das berichtete EBIT* von EADS in Höhe von € 406 Mio. (H1 2009: € 888 Mio.) wurde zusätzlich vermindert – hauptsächlich durch außerordentliche negative Wechselkurseffekte. In Übereinstimmung mit den IFRS-Regeln hat der Konzern seine Strategie des natürlichen Hedging verfeinert; dies betrifft das berichtete EBIT* und das Übrige Finanzergebnis, aber nicht das EBIT* vor Einmaleffekten sowie das Konzernergebnis. Die Wechselkurseffekte belasteten das berichtete EBIT* mit ungefähr € 550 Mio. im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009.
Das Konzernergebnis betrug € 185 Mio. (H1 2009: € 378 Mio.), was einem Gewinn je Aktie von € 0,23 (Gewinn je Aktie H1 2009: € 0,47) entspricht. Das Zinsergebnis spiegelt den Rückgang der Zinssätze auf den Finanzmärkten wider. Das Übrige Finanzergebnis verbesserte sich deutlich um etwa € 270 Mio. im Jahresvergleich, wozu die positive Neubewertung der EADS-Cash-Bestände an US-Dollar und britischen Pfund beitrug.
Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen auf € 1,301 Mrd. (H1 2009: € 1,172 Mrd.). Maßgeblich für diesen Anstieg waren der Hochlauf der Airbus-Aktivitäten bei der A350 XWB sowie höhere Produktinvestitionen in den Divisionen Verteidigung und Sicherheit sowie bei Eurocopter.
Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen in Höhe von € 470 Mio. (H1 2009: € 948 Mio.) spiegelt die abgebremste Verschlechterung des Netto-Umlaufvermögens wider, aber auch das niedrigere EBIT* vor Einmaleffekten. Die Änderung im Netto-Umlaufvermögen belief sich auf € -815 Mio. (H1 2009: € -1,898 Mrd.). Wie erwartet, beruht die Veränderung im Netto-Umlaufvermögen auf dem Vorratsaufbau. Dieser fand hauptsächlich bei Airbus statt, wenn auch auf einem erheblich niedrigeren Niveau als im ersten Halbjahr 2009: In diesem Zeitraum war die A380-Produktion hochgefahren worden, während das Auslieferungsniveau niedrig war; darüber hinaus hatte sowohl bei „Single Aisle“- als auch bei Langstreckenflugzeugen ein Ungleichgewicht zwischen Produktions- und Auslieferungsraten bestanden. Aufgrund der zunehmenden Aufträge für Verkehrsflugzeuge gehen im Zivilgeschäft von Airbus mehr Kundenanzahlungen ein als im vergangenen Jahr. Einige verspätete Zahlungen im Verteidigungs- und Behördengeschäft wurden durch Zahlungseingänge von Regierungen zur Unterstützung von Entwicklungsprogrammen ausgeglichen. Der Finanzierungsbedarf der Kunden belief sich im ersten Halbjahr auf rund € 270 Mio. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen betrug € 737 Mio. (H1 2009: € 1,169 Mrd.).
Die Nettoliquidität in Höhe von € 8,9 Mrd. (Jahresende 2009: € 9,8 Mrd.) bildet weiterhin ein solides Fundament für die operativen Anforderungen und das künftige Wachstum von EADS. Sie spiegelt den Verbrauch an Free Cash Flow im ersten Halbjahr sowie einen Beitrag von € 300 Mio. für Pensionsfonds wider.
Aufgrund höherer Bestellungen von Verkehrsflugzeugen lag der EADS-Auftragseingang mit € 30,8 Mrd. deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2009: € 17,2 Mrd.). Dieser umfasst nicht die Aufträge, die auf der Luftfahrtmesse in Farnborough eingegangen sind. Ende Juni 2010 verzeichnete EADS einen Auftragsbestand von € 454,5 Mrd. (Jahresende 2009: € 389,1 Mrd.), der Steigerungen bei Airbus und Astrium widerspiegelt. Der Airbus-Auftragsbestand profitierte dank eines seit Jahresende 2009 deutlich stärkeren US-Dollar-Schlusskurses von einem wechselkursinduzierten Neubewertungseffekt in Höhe von € 56 Mrd. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf € 56,6 Mrd. (Jahresende 2009: € 57,3 Mrd.).
Wenn sich die Erstarkung des Dollars als nachhaltig erweist, wird sie die Profitabilität ab dem Jahr 2012 verbessern. Kurzfristig ist das Nettowährungsrisiko von EADS nahezu vollständig abgesichert. Ende Juni 2010 lag der Marktwert („mark-to-market“) des Hedging-Portfolios von EADS zum Stichtagskurs bei negativen € 4,2 Mrd. netto vor Steuern. Dies belastet das Eigenkapital. Dieser negative Effekt wird zurückgehen, wenn die derzeitigen Hedges auslaufen beziehungsweise wenn der Dollarkurs weiter schwächer wird. Im zweiten Quartal 2010 investierte EADS in Wechselkursoptionen und Termingeschäfte. Optionen beanspruchen die Hedging-Kapazitäten weniger und erlauben es, von Kursverbesserungen zu profitieren.
Sollte der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich zulegen, könnten die Größe des Hedging-Portfolios und die Volatilität der Finanzmärkte die Verfügbarkeit langfristiger Hedging-Kapazitäten auf der Basis von Termingeschäften mit bestimmten Banken einschränken und das Eigenkapital weiter belasten.
Ende Juni 2010 beschäftigte EADS 120.038 Mitarbeiter (Jahresende 2009: 119.506).

Ausblick
Der Ausblick für EADS basiert auf einem angenommenen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 als Dezember-Schlusskurs sowie als Durchschnittskurs für das zweite Halbjahr.
EADS erhöht seine Prognose für Aufträge, Umsatz, Rentabilität und Free Cash Flow.
Dank der jüngsten geschäftlichen Erfolge auf der Luftfahrtmesse in Farnborough sowie der Anzahl laufender Kampagnen hat Airbus das Jahresziel für Brutto-Aufträge auf über 400 Flugzeuge erhöht. Die Produktionsraten in der „Single-Aisle“-Fertigung werden zum Jahresende auf 36 Maschinen pro Monat erhöht. Im dritten Quartal 2011 steigen sie auf 38 Flugzeuge, ab dem ersten Quartal 2012 auf 40 Maschinen pro Monat.
Am zivilen Helikoptermarkt und den damit verbundenen Auftragseingängen ist im zweiten Halbjahr 2010 hingegen nur mit geringer Dynamik zu rechnen. Für 2010 werden gegenwärtig keine wesentlichen Auswirkungen aus dem Druck auf die institutionellen und Verteidigungsbudgets erwartet.
Die Zahl der Airbus-Auslieferungen dürfte sich für das Gesamtjahr 2010 auf rund 500 Maschinen belaufen. Die Auslieferungen bei Eurocopter werden leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.
Basierend auf diesen Annahmen zu Wechselkursen und Auslieferungen erwartet EADS eine Umsatzsteigerung auf über € 44 Mrd.
Dank der höheren Zahl erwarteter Auslieferungen sowie einem Anstieg der operativen Ertragskraft dürfte EADS im Jahr 2010 ein EBIT* vor Einmaleffekten von rund € 1,2 Mrd. erzielen. Bei Airbus wird das EBIT* vor Einmaleffekten im zweiten Halbjahr niedriger ausfallen als in den ersten sechs Monaten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr werden die positiven Auswirkungen höherer Auslieferungen und besserer Flugzeugpreise durch zunehmende Forschung und Entwicklung sowie schlechtere Hedging-Kurse mehr als ausgeglichen.
Die künftige EBIT*-Entwicklung wird davon abhängen, wie der Konzern die Programme A400M, A380 und A350 XWB gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden managen kann. Bei einem Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35 erwartet EADS für das Gesamtjahr 2010 weiterhin ein EBIT* von rund € 1 Mrd. trotz der negativen außergewöhnlichen Wechselkurs-effekte im ersten Halbjahr.
EADS hebt ebenfalls seine Free Cash Flow-Prognose an. Ausgehend von nachhaltigen Zahlungsmitteleingängen zum Jahresende aus dem Behörden- und Regierungsgeschäft sowie vorbehaltlich von Vorauszahlungen im A400M-Programm dürfte der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen neutral ausfallen. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen sollte aufgrund des Zahlungsmittelabflusses aus Kundenfinanzierungen in Höhe von rund € 600 Mio. negativ sein.

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.


EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 42,8 Mrd. im Jahr 2009 und über 119.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören Airbus, Eurocopter, EADS Astrium und EADS Defence & Security.
 

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