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13 May 2010
Company

Ad-hoc-Mitteilung, 14. Mai 2010. EADS veröffentlicht Ergebnisse für das erste Quartal 2010

  • Umsatz von € 9,0 Mrd. dank anhaltend hohem Auslieferungsniveau
  • EBIT* vor Einmaleffekten: € 0,15 Mrd.
  • EBIT*: € 83 Mio.
  • Konzernergebnis: € 103 Mio.
  • Nettoliquidität von € 8,8 Mrd. bleibt hoch

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld von EADS (Börsenkürzel: EAD) zeigt eine allmähliche Erholung, stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar. Im ersten Quartal (Q1) 2010 managte EADS den Auftragsbestand weiterhin umsichtig und verzeichnete hohe Auslieferungszahlen über alle Geschäftsfelder hinweg. Der Umsatz belief sich auf € 9,0 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten betrug € 0,15 Mrd. – dank einer guten Performance in den Airbus-Serienprogrammen sowie im Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft. Das A380-Programm und schlechtere Hedging-Kurse wirkten sich hingegen nachteilig aus. Unter Berücksichtigung außergewöhnlicher Wechselkurseffekte lag das Konzern-EBIT* bei
€ 83 Mio. Der Auftragseingang in Höhe von € 14,4 Mrd. spiegelt den geschäftlichen Aufwärtstrend in einem anhaltend schwierigen Markt-umfeld wider. Der Auftragsbestand in Höhe von € 416 Mrd. stellt eine solide Basis für künftige Auslieferungen dar. Die Nettoliquidität bleibt mit € 8,8 Mrd. ebenfalls ein wichtiger Aktivposten des Konzerns.

„Ich bin vorsichtig optimistisch, dass es in unserer Branche langsam wieder aufwärts geht. Die Wirtschaftsindikatoren deuten auf einen Erholungstrend der globalen Konjunktur hin. Dies wirkt sich deutlich positiv auf den Luftverkehr aus. Dennoch zeigen die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, dass die Krise noch nicht gänzlich überwunden ist. Die Volatilität ist weiterhin hoch, insbesondere aufgrund der Schwäche einiger Volkswirtschaften in der Eurozone. Von der damit einhergehenden Stärkung des Dollars dürfte EADS hingegen mittel- bis langfristig profitieren – vorausgesetzt, dass sich der Dollar-Trend fortsetzt“, sagte Louis Gallois, CEO von EADS. „Unser Hauptaugenmerk gilt dieses Jahr unseren Programmen: Wir müssen im A380-Programm Fortschritte erzielen, beim A400M die Vertragsanpassung mit den Kundennationen abschließen und das Programm technisch vorantreiben sowie die Entwicklung des A350 beschleunigen.“

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz von EADS auf € 9,0 Mrd. (Q1 2009: € 8,5 Mrd.). Der Anstieg wurde getragen von einer Kombination aus gestiegenen Stückzahlen und eines vorteilhaften Mix´ bei der Auslieferung von Airbus-Zivilflugzeugen (119 Einheiten mit Umsatz-realisierung gegenüber 116 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum). Darüber hinaus leisteten Eurocopter, Astrium und die Übrigen Aktivitäten positive Umsatzbeiträge. Teilweise wurden diese Beiträge durch negative Wechselkurseffekte und eine geringere Umsatzrealisierung im A400M-Programm wieder aufgezehrt. Im Jahr 2010 wird EADS für das A400M-Programm die Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigungsgrad wieder aufnehmen. Im ersten Quartal 2010 wurden keine umsatzwirksamen Meilensteine realisiert.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen oder Erträge aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen – belief sich im Konzern auf
€ 0,15 Mrd. (Q1 2009: € 0,4 Mrd.). Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 wurde der günstigere Mix von „Single-Aisle“- und Langstreckenflugzeugen mehr als kompensiert, hauptsächlich durch die Verschlechterung der Hedging-Kurse sowie einen Rückgang des EBIT* im Bereich der Zentrale sowie durch interne Eliminierungen. Dieser Rückgang basiert auf einer veränderten Zuordnung von Immobilienkosten sowie einem geringeren Beitrag von Dassault. Darüber hinaus beeinträchtigt das A380-Programm das Ergebnis weiterhin erheblich. Trotz starker negativer Währungseinflüsse und operativer Herausforderungen im A380-Programm erzielte Airbus ein EBIT* vor Einmaleffekten in Höhe von € 0,08 Mrd.

Das EBIT* von EADS in Höhe von € 83 Mio. (Q1 2009: € 232 Mio.) wurde ferner durch außerordentliche negative Wechselkurseffekte beeinträchtigt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum belasteten diese das EBIT* im ersten Quartal 2010 mit insgesamt rund
€ 300 Mio.

EADS verbuchte ein Konzernergebnis von € 103 Mio. (Q1 2009: € 170 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von € 0,13 (Q1 2009: € 0,21). Diese Entwicklung ist auf den EBIT* -Rückgang zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich: hauptsächlich resultiert die Veränderung aus der negativen Neubewertung von Optionen im Jahr 2009, während das Restrukturierungsprogramm der Optionen im ersten Quartal 2010 abgeschlossen wurde. Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen leicht auf
€ 572 Mio. (Q1 2009: € 562 Mio.); maßgeblich für den Anstieg waren vor allem die verstärkten F&E-Aktivitäten der Division Verteidigung und Sicherheit.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen betrug € -972 Mio. (Q1 2009: € -600 Mio.). Dieser spiegelt sowohl einen Vorratsaufbau wider als auch einen Abgrenzungseffekt aufgrund von Kundenzahlungen, die bereits Ende 2009 eingegangen waren. Der Kundenfinanzierungsbedarf belief sich im ersten Quartal 2010 auf rund € 150 Mio. Der Free Cash Flow nach Kunden-finanzierungen betrug € -1,124 Mrd. (Q1 2009: € -585 Mio.).

Die Nettoliquidität des Konzerns lag bei € 8,8 Mrd. (Jahresende 2009:
€ 9,8 Mrd.). Dabei führen saisonale Schwankungen im Verteidigungsbereich sowie im Geschäft mit institutionellen Kunden dazu, dass Umsatz, Gewinn und Liquidität in diesen Bereichen sich gegen Jahresende tendenziell stärker entwickeln.

Der Auftragseingang des Konzerns lag mit € 14,4 Mrd. deutlich über dem Niveau von 2009 (Q1 2009: € 9,3 Mrd.). Dies ist insbesondere auf höhere Bestellungen für den A330 und den A350XWB zurückzuführen. Der Markt für Zivilhubschrauber hingegen erholt sich nur langsam. Ende März 2010 lag der Auftragsbestand von EADS bei soliden € 415,8 Mrd. (Jahresende 2009: € 389,1 Mrd.) aufgrund von Zuwächsen in allen Divisionen. Dank eines seit Jahresende 2009 deutlich verbesserten US-Dollar-Kurses zum Stichtag profitierte der Airbus-Auftragsbestand von einer wechselkursinduzierten Neubewertung. Diese schlug sich in einem Anstieg von rund € 22 Mrd. nieder. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft blieb dank Aufträgen für weltraumgestützte Dienste und Lenkflugkörper mit € 57,7 Mrd. stabil (Jahresende 2009: € 57,3 Mrd.).

Ende März 2010 beschäftigte EADS 119.860 Mitarbeiter (Jahresende 2009: 119.506).

Update zum Tankflugzeug-Modernisierungsprogramm der US-Luftwaffe

Am 20. April 2010 gab EADS North America die Absicht bekannt, am
9. Juli 2010 ein Angebot für das Tankflugzeug-Modernisierungsprogramm der US-Luftwaffe als Hauptauftragnehmer abzugeben. Das Unternehmen wird den KC-45 anbieten. Es ist das einzige bereits fliegende Flugzeug, das den Anforderungen der KC-X-Ausschreibung der US-Luftwaffe entspricht. Der KC-45 basiert auf einem von EADS gebauten Tankflugzeug, für das sich das US-Verteidigungsministerium bereits im Jahr 2008 entschieden hatte. Zudem setzte sich dieses Modell in jeder der letzten fünf Tankerausschreibungen weltweit durch. Um das KC-45-Angebot zu untermauern, hat EADS North America ein Team mit Vertretern der US-Industrie gebildet. Das US-Verteidigungsministerium hat EADS North America nun als „qualifizierten Lieferanten“ eingestuft, der in der Lage ist, allen Anforderungen an einen Hauptauftragnehmer zu entsprechen. Dies schließt Tätigkeiten mit ein, die dem Geheimschutz unterliegen. EADS North America wird sein Industrieteam weiter ausbauen und so seine Position in der KC-45-Ausschreibung weiter stärken.

Ausblick

Im derzeitigen Wirtschaftsumfeld ist EADS 2010 solide aufgestellt. Der verzeichnete Aufwärtstrend im Markt ist bestätigt – insbesondere im Luftverkehr – wenngleich auch volatil. Der Markt für Hubschrauber bleibt unbeständig. Die solide Position von EADS basiert auf einem umsichtigen Management des robusten Auftragsbestands von 3.426 Zivilflugzeugen bei Airbus Commercial, 1.301 Hubschraubern bei Eurocopter sowie gut gefüllten Auftragsbüchern im Raumfahrt- und Verteidigungsbereich.

EADS bestätigt den Ausblick für das Jahr 2010, so wie ihn das Unternehmen bereits am 9. März 2010 veröffentlicht hat.

Angesichts zahlreicher laufender Kampagnen rechnet Airbus für 2010 mit Brutto-Neubestellungen von 250 bis 300 Flugzeugen.

Airbus erwartet, 2010 maximal ebenso viele Auslieferungen wie im Vorjahr zu erreichen (Jahresende 2009: 498 Flugzeuge). Eurocopter dürfte 2010 rund sechs Prozent weniger Hubschrauber ausliefern als vergangenes Jahr (Jahresende 2009: 558 Hubschrauber).

Ausgehend von einem durchschnittlichen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,40 dürfte sich der Umsatz von EADS 2010 in etwa auf Vorjahresniveau bewegen (Jahresende 2009:
€ 42,8 Mrd.).

Das EBIT* wird 2010 bei rund € 1 Mrd. liegen. Gegenüber 2009 werden die verschlechterten Hedging-Kurse dabei mit rund € -1 Mrd. zu Buche schlagen. Obwohl es beim A380 zu leichten Verbesserungen kommt, wird das Programm – wie schon 2009 – das EBIT* vor Einmaleffekten weiterhin erheblich belasten. Kosteneinsparungen und verbesserte Preise bei Verkehrsflugzeugen sollten sich positiv auswirken. Geringere Auslieferungen bei Helikoptern, ein Anstieg bei Forschungs- & Entwicklungsaufwendungen (F&E) sowie die Kosteninflation werden die Rentabilität hingegen beeinträchtigen.

Die künftige EBIT* -Entwicklung wird von der Fähigkeit des Konzerns abhängen, die Programme A400M, A380 und A350XWB gemäß den Verpflichtungen zu managen, die der Konzern gegenüber den Kunden eingegangen ist.

Ausgehend von nachhaltigen Zahlungsmitteleingängen aus dem Behörden- und Regierungsgeschäft zum Jahresende sowie aufgrund weiterer Vorauszahlungen im A400M-Programm dürfte der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen neutral ausfallen. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen wird voraussichtlich negativ ausfallen aufgrund des Zahlungsmittelabflusses aus Kundenfinanzierungen in Höhe von rund € 1 Mrd. Sollte sich der Aufwärtstrend am Markt fortsetzen, dürfte weniger Cash Flow in die Kundenfinanzierung fließen.

*

EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von
€ 42,8 Mrd. im Jahr 2009 und über 119.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören Airbus, Eurocopter, EADS Astrium und EADS Defence & Security.

Kontakte:

Alexander Reinhardt Tel.: +49 89 607 34066
Martin Agüera Tel.: +49 89 607 34735
Charles-Etienne Lebatard Tel.: +33 1 42 24 24 25
Philipp Lehmann Tel.: +49 89 607 34287
Jaime Pérez-Guerra Tel.: +34 91 585 77 89

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