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11 May 2009
Company

Ad-hoc-Mitteilung, 12. Mai 2009 EADS – Ergebnisse für das erste Quartal (Q1) 2009. EADS-Ergebnisse im ersten Quartal 2009 spiegeln Stärken und bleibende Herausforderungen wider

Leiden

  • Auftragsbestand in Höhe von € 413 Mrd. ermöglicht aktives Management von Auslieferungen
  • Solide Nettoliquidität in Höhe von € 8,7 Mrd. entspricht Erwartungen (Jahresende 2008: € 9,2 Mrd.)
  • EBIT* vor Einmaleffekten bei € 0,4 Mrd.
  • EBIT* von € 232 Mio. vor allem belastet durch Wechselkurseffekte
  • Konzernergebnis liegt bei € 170 Mio.

EADS (Börsenkürzel: EAD) unterstreicht mit den Ergebnissen für das erste Quartal 2009 seine anhaltend solide grundlegende Performance. Der hohe Auftragsbestand ermöglicht ein aktives Management der Auslieferungen auf dem erwarteten Niveau, der schwache Auftragseingang spiegelt dagegen die konjunkturelle Abkühlung im zivilen Geschäft wider. Aufgrund eines – verglichen mit dem Vorjahresszeitraum – unterproportionalen Auslieferungsniveaus und anderen weniger vorteilhaften Phaseneffekten betrug der Umsatz € 8,5 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten belief sich auf € 0,4 Mrd. Das EBIT* litt im ersten Quartal vor allem unter Wechselkurseffekten und Aufwendungen im A400M-Programm. Die weiterhin solide Nettoliquidität von € 8,7 Mrd. bildet eine stabile Basis für die nächsten Jahre. Wenngleich bis zum Jahresende und auch darüber hinaus nur ein eingeschränktes Lagebild vorliegt, so ist EADS angesichts der Krise doch gut aufgestellt.

Louis Gallois, der CEO von EADS, sagte: „Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ist und bleibt EADS in guter Verfassung. Wir beobachten die Entwickung von Auftragsbestand und Auslieferungen sehr genau und optimieren gleichzeitig unsere Effizienz. Im Hinblick auf das A400M-Programm, auf welchem unser Hauptaugenmerk liegt, müssen wir eine gemeinsame Lösung für den technischen und wirtschaftlichen Vertragsrahmen finden, um die Risiken zwischen uns und unseren Kunden ausgewogen zu verteilen. Wir stehen aber auch in diesen harten Zeiten dazu, langfristig in unser zukünftiges Geschäft zu investieren. Unsere erfolgreichen Integrationsmaßnahmen führen zu echten Synergieeffekten, die weit über bloße Kosteneinsparungen hinausgehen. Konzernweit verfügen wir über ein breites Spektrum an Kompetenzen, denen wir unsere einzigartige Position als Anbieter optimaler Lösungen für die zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden verdanken.“

EADS hat seine Geschäftsbereichsstruktur angepasst. Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wird derzeit vollständig in Airbus integriert und ist nun – unter dem Namen Airbus Military – der militärische Bereich von Airbus. Dies wird das Programm-Management stärken und den Einsatz von Ressourcen optimieren. Die neue Struktur gilt ab dem Jahr 2009.

Der Umsatz des Konzerns bezifferte sich auf € 8,5 Mrd. (Q1 2008: € 9,9 Mrd.), bedingt durch ein unterproportionales Auslieferungsniveau bei Airbus (116 Flugzeuge gegenüber 123 im ersten Quartal 2008), anderen weniger vorteilhaften Phaseneffekten, negative Wechselkurseffekte sowie eine geringere Umsatzrealisierung im A400M-Programm. Eine Steigerung ihres Umsatzes konnten dagegen Astrium (plus 20 Prozent) und Eurocopter (plus 4 Prozent) erzielen.

Das EBIT* von EADS betrug im ersten Quartal € 232 Mio. (Q1 2008: € 769 Mio.). Verantwortlich für diesen Rückgang waren in erster Linie negative Wechselkurseffekte sowie Aufwendungen im A400M-Programm. Vor Berücksichtigung dieser Einmaleffekte reduzierte sich das EBIT* von EADS auf € 0,4 Mrd. (Q1 2008: € 0,7 Mrd.) – vor allem aufgrund von Belastungen durch den Preisrückgang bei Airbus-Auslieferungen, niedrigere Volumina und einen unvorteilhaften Produkt-Mix.

EADS erzielte ein Konzernergebnis von € 170 Mio. (Q1 2008: € 285 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie in Höhe von € 0,21 (Q1 2008: € 0,35 Gewinn je Aktie). Aufgrund laufender Entwicklungsprogramme bei Airbus und Eurocopter stiegen die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung leicht auf € 562 Mio. (Q1 2008: € 534 Mio.).

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen betrug € -600 Mio. (Q1 2008: € 1,022 Mrd.). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahresquartal, als der Free Cash Flow von überaus vorteilhaften saisonalen Effekten profitierte, bildet den rückläufigen Brutto-Zahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit ab. Dieser wiederum resultierte aus dem niedrigeren Quartalsgewinn und der Verschlechterung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Diese folgt aus dem Vorratsaufbau bei Airbus, bedingt durch das Ungleichgewicht zwischen aktuellen Produktionsraten und unterproportionalen Auslieferungszahlen im Vergleich zur Gesamtjahresprognose. Trotz der derzeit widrigen Marktumstände musste EADS im ersten Quartal netto keinerlei Kunden unterstützen. Deshalb liegt der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen bei € -585 Mio. (Q1 2008: € 1,079 Mrd.).

Die Nettoliquidität des Konzerns blieb mit € 8,7 Mrd. (Jahresende 2008: € 9,2 Mrd.) auf hohem Niveau, womit EADS in diesen wirtschaftlich unvorhersehbaren Zeiten über eine solide Liquiditätsbasis verfügt.

Die Saisonalität des institutionellen und des Verteidigungsgeschäfts von EADS lässt darauf schließen, dass sich Umsatz, Ergebnis und Cash-Performance gegen Jahresende tendenziell stärker entwickeln.

Der Auftragseingang erreichte einen Wert von € 9,3 Mrd. (Q1 2008: € 39,3 Mrd.), und spiegelt damit deutlich die rückläufigen zivilen Flugzeug- und Hubschrauberbestellungen bei Airbus und Eurocopter wider. Allerdings stützten die Bestellung von 35 Ariane 5 im Wert von über € 4 Mrd. und der im ersten Quartal 2009 verbuchte Auftrag Frankreichs über 22 NH90-Hubschrauber den Auftragseingang. Ende März 2009 erreichte der Auftragsbestand von EADS mit € 412,6 Mrd. (Jahresende 2008: € 400,2 Mrd.) einen neuen Rekordwert, getrieben von einem US-Dollareffekt in Höhe von € 13 Mrd. Die Bestände des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Im Verteidigungsgeschäft sorgten solide Auftragseingänge für einen stabilen Bestand im Wert von € 54,9 Mrd. (Jahresende 2008: € 54,9 Mrd.). Ende März 2009 beschäftigte EADS 117.198 Mitarbeiter (Jahresende 2008: 118.349).

Im A400M-Programm macht die erste Maschine Fortschritte auf dem Weg zum Erstflug. Sie durchläuft gegenwärtig Systemtests; das zweite Flugzeug ist fertiggestellt und wird demnächst ebenfalls mit den Systemtests beginnen. Die Triebwerk-Tests auf dem fliegenden Prüfstand erbringen zufriedenstellende Ergebnisse; bislang fanden acht Testflüge mit insgesamt mehr als 21 Flugstunden statt. Die statischen Tests des Fahrwerks sind abgeschlossen und die Ermüdungstests des Flugzeugs in vollem Gang.

Wie der Kunde OCCAR kürzlich bekannt gab, haben sich die sieben Erstkunden-Nationen auf ein dreimonatiges Moratorium bis Ende Juni 2009 verständigt. Damit haben alle Programmpartner nun die Möglichkeit, das weitere Vorgehen in einer Reihe offener Themen abzustimmen. Auch besteht so die Chance zur Neuausrichtung des Vertrags zu akzeptablen Konditionen für alle Beteiligten. In der Zwischenzeit wird EADS mit Zulieferern und Partnern die Erstellung eines verlässlichen Zeitplans, der auch ein Datum für den Erstflug vorsieht, vorantreiben.

Darüber hinaus eröffnet diese Phase den Verhandlungsprozess, in dem man sich über eine Reihe von Szenarien austauschen wird. EADS hat dabei das Ziel, jegliche weiteren potenziellen Verluste einzudämmen. Sämtliche finanziellen Konsequenzen der Verzögerungen werden jedoch erst nach Abschluss der Verhandlungen feststehen. Bis dahin wird jede Schätzung ungenau oder nicht vollständig sein.

Aus bilanztechnischer Sicht ist anzumerken, dass in den kommenden Perioden möglicherweise noch wesentliche Belastungen für das Ergebnis zu verbuchen sein werden, sobald die Kosten abschätzbar werden oder entsprechende Ereignisse die Rückkehr zur Methode der Bilanzierung unter Schätzung der Gesamtkosten bis zur Fertigstellung verlangen. Eventuelle positive Effekte aus den laufenden Verhandlungen mit Kunden könnten diese Belastungen verringern; allerdings werden sie erst dann berücksichtigt, wenn sie mit OCCAR und den Erstkundennationen vereinbart worden sind.

Wegen des anhaltend hohen Grads an Ungewissheit in diesem Programm wendet EADS weiterhin die Methode der Bilanzierung in der frühen Phase eines Auftrags an.** Die EBIT*-Belastung in Höhe von € -120 Mio. im ersten Quartal bei Airbus spiegelt keine neue Schätzung der Kosten bis zur Fertigstellung wider. Sobald EADS die Mehrkosten zuverlässiger absehen kann, wird sie zur Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad („cost-at-completion method”) zurückkehren.

Ausblick

Die zu Jahresbeginn beschriebenen Tendenzen haben sich im ersten Quartal 2009 bestätigt. Wenngleich die konzernweite Bottom-up-Analyse des Auftragsbestandes für die nächsten Jahre nach wie vor Überbuchungen aufweist, so stellt die Verschlechterung der makroökonomischen und der Verkehrsindikatoren eine Herausforderung für Auftragsbestand und Überbuchungen dar. Deshalb beobachtet EADS den Markt, die Kundenbasis und die Zulieferer sehr sorgfältig und wendet weiterhin das Konzept einer „rollierenden Planung“ an. Neben dem zivilen Auftragsbestand bietet die solide Auftragslage im Verteidigungsgeschäft und im Geschäft mit institutionellen Kunden dem Konzern ein gewisses Maß an Sicherheit und Stabilität.

EADS erwartet im Jahr 2009 bei Airbus bis zu 300 neue Brutto-Bestellungen, was angesichts der gegenwärtigen Marktbedingungen herausfordernd sein wird. Ausgehend von einer stabilen Auslieferungserwartung und einem Dollarkurs von € 1 = US$ 1,39 sollte sich der EADS-Umsatz weitgehend auf dem Niveau von 2008 bewegen.

Auf der Grundlage dieser Annahmen sollte das EBIT* vor Einmaleffekten im Jahr 2009 geringer, aber deutlich positiv ausfallen und von einer robusten grundlegenden Performance getragen werden. Das EBIT* wird von steigenden Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (F&E) wie auch von – verglichen mit dem Jahr 2008 – wesentlich schlechteren Wechselkurssicherungs-geschäften, sinkenden Preisen, höheren Kundenfinanzierungen und steigenden Unterstützungskosten belastet werden. Dies wird in Teilen durch weitere Einsparungen im Power8-Programm ausgeglichen werden. Hinsichtlich der Einmaleffekte könnten überarbeitete Zeitpläne für den Abschluss des A400M-Programms im ersten Halbjahr zu wesentlichen Aufwendungen führen, die das EBIT* belasten würden. Sollte EADS im ersten Halbjahr einen genauen Überblick über die Kosten erlangt haben, wird der Konzern zur Bilanzierung nach dem Fertigstellungsgrad ("cost-at-completion method") zurückkehren. Jedwedes positive Ergebnis der Verhandlungen mit Kunden und Zulieferern muss konkretisiert werden, ehe es berücksichtigt werden kann.

Der Free Cash Flow wird 2009 einige negative Einflüsse aus geringeren Kundenanzahlungen bei Airbus und einem gewissen Vorratsaufbau im vierten Quartal 2009 im Zusammenhang mit der reduzierten Produktionsrate für die A320-Familie widerspiegeln. Die jüngst angekündigte Reduzierung der A380-Auslieferungen wird den Free Cash Flow ebenfalls beeinträchtigen, wenngleich der weitere Vorratsaufbau durch Produktionsoptimierungen und Supply-Chain-Management abgefedert werden kann. EADS geht davon aus, im Jahr 2009 Kunden bei der Finanzierung ihrer Auslieferungen nach eigenem Ermessen und in diskreter Weise zu unterstützen. Der Cash-Verbrauch für in den vergangenen Jahren getätigte Rückstellungen wird den Cash Flow zudem belasten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und angesichts des derzeitigen Lagebilds geht EADS nicht davon aus, im Jahr 2009 mehr als rund € 1,5 Mrd. an Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen zu verbrauchen. Mögliche Belastungen aus dem A400M-Programm sind darin nicht berücksichtigt.

*

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

**

Da das Ergebnis des A400M-Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, kann EADS derzeit nicht alle Kriterien der Bilanzierung des Auftrags nach der Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigstellungsgrad erfüllen. Deshalb und in Übereinstimmung mit IAS 11 (Fertigungsaufträge) hat EADS die Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Meilenstein-Methode) ausgesetzt. Stattdessen wurden die bislang angefallenen Auftragskosten als Aufwand sowie Umsatzerlöse entsprechend den angefallenen Auftragskosten – insoweit diese wahrscheinlich einbringbar sind – („Frühe-Phase”-Methode) in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Zudem wurde die bestehende Rückstellung für die die gesamten Auftragserlöse übersteigenden gesamten Auftragskosten neu berechnet, jedoch nur für jene Auftragskostenbestandteile, die EADS verlässlich schätzen konnte.

Kontakt

Edmund Reitter Tel.: +49 89 607 34510
Markus Wölfle Tel.: +49 89 607 34287

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